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Vorgezogene Bundestagswahl Gysi soll PDS-Spitzenkandidat werden

Gregor Gysi versucht ein zweites Comeback: Der frühere PDS-Vorsitzende tritt bei der vorgezogenen Bundestagswahl als Spitzenkandidat seiner Partei an. Sollte doch noch ein Linksbündnis mit der WASG gelingen, könnte der 57-Jährige zudem mit Oskar Lafontaine um die Kandidatur konkurrieren.
Kanditiert als Spitzenkandidat: Der frühere PDS-Chef Gregor Gysi. Foto: dpa

Kanditiert als Spitzenkandidat: Der frühere PDS-Chef Gregor Gysi. Foto: dpa

HB BERLIN. Er trete an, obwohl auch Gründe dagegen sprächen, sagte Gysi am Freitag in Berlin. Gysi hatte seine Entscheidung nach einer schweren Gehirnoperation im vergangenen November von einem Okay seiner Ärzte abhängig gemacht. Als Direktkandidaten wollen Bisky, die Potsdamer Fraktionschefin Dagmar Enkelmann und die beiden Bundestagsabgeordneten Petra Pau und Gesine Lötzsch antreten.

Es müssten linke Alternativen gefunden werden, sagte Gysi weiter. Der neoliberalen Politik der Bundesregierung sollte etwas entgegen gestellt werden. Er werde sich dafür einsetzen, dass zur Bundestagswahl ein Linksbündnis antritt, obwohl die PDS die Fünf- Prozent-Hürde aus eigener Kraft überspringen könnte.

Der bekannteste PDS-Politiker war der aktiven Politik zuletzt ferngeblieben. Nach einer Niederlage auf einem PDS-Parteitag im April 2000 trat Gysi im Oktober des Jahres als Vorsitzender der PDS- Bundestagsfraktion zurück. Im Juni 2001 führte er dann überraschend die PDS in die Neuwahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus. Nach einem halben Jahr als bundesweit erster PDS-Wirtschaftsminister gab Gysi im Juli 2002 dieses Amt im Berliner Senat wegen Vorwürfen in der Bonusmeilen-Affäre von Bundestagsabgeordneten auf.

Nach Gysis Entscheidung droht EX-SPD-Chef Oskar Lafontaine im Falle der Bildung eines Links-Bündnisses Konkurrenz um die Spitzenkandidatur. Lafontaine müsse signalisieren, was er wolle, sagte PDS-Wahlkampfleiter Bodo Ramelow. Die PDS hat mit der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) Gespräche über ein gemeinsames Linksbündnis aufgenommen. „Das Ziel ist, dass es eine Liste gibt, die das linke Spektrum in Deutschland abdeckt“, so Ramelow. Lafontaine, der Anfang der Woche sein SPD-Parteibuch zurückgegeben hat, ist ebenfalls bereit, auf einer gemeinsamen Liste von PDS und WASG zu kandidieren.

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