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Vorstandswahlen „Reformer“ schaffen es nicht in Unicef-Vorstand

Die Vorstandswahlen des deutschen Unicef-Komitees sind mit einer Überraschung zu Ende gegangen. Nachdem die meisten Wirtschaftsvertreter nicht einmal den Sprung ins Komitee geschafft haben, konnten sie die Wahl nicht antreten. Neue Gesichter gibt es im Vorstand aber trotzdem.
Spendendose von Unicef: Die Hilfsorganisation hat Reformen dringend nötig. Foto: dpa Quelle: dpa

Spendendose von Unicef: Die Hilfsorganisation hat Reformen dringend nötig. Foto: dpa

(Foto: dpa)

BERLIN. Weder Alexander Rittweger, der Chef von Loyalty Partner, die Payback vertreiben, noch der Gründer der Werbeagentur Scholz & Friends, Thomas Heilmann, gehören dem neuen Gremium an. Nachdem die Unternehmer nicht einmal den Sprung ins Komitee geschafft haben, konnten sie die Wahl nicht antreten.

Die vergangenen Wochen bei Unicef waren geprägt von Vorwürfen, Spendengelder seien verschwendet worden. Daraufhin waren Anfang Februar die Vorsitzende Heide Simonis und der Geschäftsführer Dietrich Garlichs zurückgetreten. Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung sollte der Neuanfang besiegelt werden.

Der Interimsvorsitzende Reinhard Schlagintweit hatte Rittweger und Heilmann um Hilfe gebeten, um den Reformprozess innerhalb des Uno-Kinderhilfswerks voranzutreiben. Auch Schlagintweit selbst, der zur Kandidatur vorgeschlagen wurde, wählten die Mitglieder des Komitees allerdings nicht mehr in den Vorstand. Aus gesundheitlichen Gründen ist der SPD-Politiker Hans Koschnick aus dem Komitee ausgeschieden.

Kurzfristig war auf Antrag eines Komiteemitglieds die Wahl der neuen Mitglieder vor die Aussprache gesetzt worden. Mit dieser vermeintlichen Formalie blieb jedoch vor der Wahl keine Zeit, die neue Richtung zu debattieren. Es sei deutlich geworden, dass in Teilen des Komitees eine gewisse Wirtschaftsfeindlichkeit herrsche, verlautete aus mit dem Vorgang vertrauten Kreisen. Letztlich seien die Bewahrer doch wieder stärker gewesen.

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