Vulkanasche bedroht Flugverkehr Asche auf Ramsauers Haupt

Offenbar hat die Politik nichts aus dem Ascheregen nach dem Vulkanausbruch im vergangenen Jahr gelernt. Den Passagieren droht jetzt ein erneutes Verkehrschaos, den Verkehrsministern die nächste Blamage.
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Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer: "Wir brauchen verbindliche Grenzwerte." Quelle: dapd

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer: "Wir brauchen verbindliche Grenzwerte."

(Foto: dapd)

DüsseldorfFür Geschäftsreisende werden quälende Erinnerungen an das Luftverkehrschaos im vergangenen Sommer wach: Lufthansa sagt erste Flüge ab, der Luftraum über Schottland ist bereits gesperrt, der Deutsche Wetterdienst hat angekündigt, dass voraussichtlich morgen früh um 8 Uhr in Norddeutschland die Grenzwerte für die Aschekonzentration in der Luft über Norddeutschland überschritten werden.

Und was macht Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer? Er schimpft auf Brüssel. „Wir brauchen nach wie vor internationale einheitliche und verbindliche Grenzwerte und ein europaweit harmonisiertes Krisenmanagement, für den Fall, dass ein Verkehrsträger erneut komplett ausfällt“, sagt Ramsauer. Hier sei seitens der EU-Kommission bisher zu wenig passiert.

Und er schiebt die Schuld auf die Triebwerkshersteller. Sie hätten bisher keine wirklich fundierten Erkenntnisse vorgelegt, wie viel Asche ihr Motor verträgt. Ramsauer verlangt, dass dazu auf dem nächsten EU-Verkehrsministerrat im Juni ein umfassender Bericht vorgelegt wird. Doch bis dahin kann die Politik zunächst nur auf gute Windverhältnisse hoffen.

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6 Kommentare zu "Vulkanasche bedroht Flugverkehr: Asche auf Ramsauers Haupt"

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  • Also wenn in Deutschland irgendwo im Kinderzimemr der Nachttopf umkippt, braucht man erst eine EU-Regelung wie man damit umgehen muß
    Wenn das so stimmt, dass Ramsauer erst von Brüssel wissen will, was er zu tun hat, dann ist es aber schon arg arg schlimm.
    Aber ich muß mir den Kerl ja nur ansehen, bis der einen Satz gesprochen aht, habe ich eine ganze Rede verfaßt.
    Wir haben halt Trantüten in Berlin, da müssen wir usn mit abfinden

  • Ich finde diese Art von Artikeln, die sogar bei höherer Gewalt wie einem Vulkanausbruch die Schuld "bei der Politik" sehen bemerkenswert. Nach meiner Auffassung offenbaren solche Artikel eine Geistes- und Erwartungshaltung, die für mich absolut nicht nachvollziehbar ist: Erstens enthalten sie implizit die Erwartung eines quasi problemfreien Lebens. Zweitens sehen sie die Schuld daran, wenn diese Erwrtung sich nicht erfüllt, IMMER bei der Politik! Sogar dann, wenn es um ein von Menschen nicht kontrollierbares Naturphänomen geht. Soetwas finde ich einfach nur: Armselig!

  • Ja, Herr Ramsauer, Vulkanasche ist kein Mehlstaub. Und das Ministerium ist auch für einen Müllermeister viel zu groß!

  • So einen absurden Blödsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen, entweder werden hier vom Handelsblatt bewusst Lügen verbreitet, oder man ist einfach nur unfähig, in beiden Fällen sollten die Redakteure über einen Berufswechsel nachdenken. Es existieren klare Richtlinien, bis 0,2 mg pro m3 Luft gibt es keinerlei Einschränkungen, bis 2 mg erhöhte Wartungsintervalle der Triebwerke und von 2 bis 4 mg darf geflogen werden, wenn die Triebwerke das nachweißlich aushalten!

  • "Offenbar hat die Politik nichts aus dem Ascheregen nach dem Vulkanausbruch im vergangenen Jahr gelernt"
    .
    Lasst doch mal die griechischen Politiker dran. Die legen einen Grenzwert fest und der gilt dann für den ganzen Euro-Raum. Natürlich Staub pro Kubikmeter, nicht etwa heiße Luft pro BIP.

  • Dieser Artikel überrascht michdoch. Gerade erst hat Deutschlandradio über ein abgestimmtes vierstufiges Verfahren in Europa berichtet. Wird hier wieder Stimmung gemacht um schlechte Recherche zu kaschieren?

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