Wachstum ansonsten gefährdet Wirtschaftsweise empfiehlt Stützkäufe für US-Dollar

Als Antwort auf den hohen Euro-Kurs empfiehlt der Wirtschaftsweise Peter Bofinger der Europäischen Zentralbank, den Dollar durch Stützkäufe zu entlasten. Ansonsten gerieten Wachtum und Arbeitsplätze in Gefahr.

HB HAMBURG. Um das Wachstum und die neugeschaffenen Jobs in Deutschland zu schützen, fordert der Wirtschaftsweise Peter Bofinger die Regierungen der Euro-Zone auf, über Wechselkursinterventionen nachzudenken. Der aktuell hohe Euro-Kurs führt nach Ansicht des Wissenschaftlers dazu, dass Deutschland seine gerade erst wiedererlangte Wettbewerbsfähigkeit erneut verliert, wie der „Spiegel“ berichtet. Denn die exportgetriebene Wirtschaft des Landes leide unter dem hohen Euro-Kurs, der deutsche Waren im Ausland verteuert.

Die Europäische Zentralbank (EZB), die sich traditionell gegen derartige Deviseninterventionen stellt, hat laut Bofinger jedoch nicht die alleinige Hoheit über die Wechselkurspolitik der EU. „Die uneingeschränkte Unabhängigkeit gilt nur für die Zinspolitik“, erklärte der Wirtschaftsweise.

Laut dem EU-Vertrag könnten die Finanzminister des EU-Rates der EZB eine „allgemeine Orientierung“ bezüglich der Wechselkurspolitik vorgeben, sofern sie dem Ziel der Preisstabilität nicht entgegenstünden. „Die ungünstige Wechselkursentwicklung ist kein Naturereignis, das man schreckensstarr beobachten muss, ohne eingreifen zu können“, sagte Bofinger. „Die Politik hat sich hier nur eine Art freiwillige Selbstbeschränkung auferlegt.“

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%