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Wahlen 2021 Gauland zweifelt an nochmaliger Kandidatur für den Bundestag

Der AfD-Politiker sieht schwierige Zeiten auf die Partei zukommen. Eine Entscheidung über eine Bundestagskandidatur soll aber erst im Winter erfolgen.
02.08.2020 - 02:15 Uhr 1 Kommentar
Der AfD-Fraktionschef meint, dass seiner Partei schwierige Zeiten bevorstehen. Quelle: dpa
Alexander Gauland

Der AfD-Fraktionschef meint, dass seiner Partei schwierige Zeiten bevorstehen.

(Foto: dpa)

Berlin AfD-Fraktionschef Alexander Gauland erwägt, im nächsten Jahr nicht mehr für den Bundestag zu kandieren. Als einen Grund nannte der 79-Jährige den Zustand der Partei. Er habe immer gesagt, dass er das erst im Winter entscheiden wolle, sagte Gauland der „Welt am Sonntag“. Aber: „Wenn ich das hier so sehe, bin ich eher skeptisch. Ich fürchte, die Partei geht schwierigen Zeiten entgegen, und ich sehe im Moment kaum Möglichkeiten, sie davor zu bewahren.“

Der Parteiausschluss des Brandenburger Rechtsaußenpolitikers Andreas Kalbitz hatte die Grabenkämpfe in der AfD zuletzt verschärft. Gauland hatte sich gegen diesen Schritt ausgesprochen, der maßgeblich von Parteichef Jörg Meuthen vorangetrieben wurde.

Das Bundesschiedsgericht der Partei bestätigte die Aufhebung von Kalbitz' Mitgliedschaft aber vor einer Woche. Gauland stellte daraufhin die Unabhängigkeit des Bundesschiedsgerichts infrage und machte deutlich, dass er sich „einzig und allein nach den Entscheidungen und Urteilen der ordentlichen Gerichtsbarkeit richten“ werde.

Meuthen äußerte die Hoffnung, bald wieder zu einer „kooperativen Zusammenarbeit“ in der Parteispitze zurückkehren zu können. „Das meiste, was wir im Vorstand beschließen, geschieht einvernehmlich oder mit großer Mehrheit“, sagte er der „Saarbrücker Zeitung“ (Samstag). In dieser speziellen Frage gebe es unbestreitbar grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten. Jedoch sei der Fall Kalbitz mit dem Spruch des Bundesschiedsgerichts „innerparteilich abgeschlossen“.

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    • dpa
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    1 Kommentar zu "Wahlen 2021: Gauland zweifelt an nochmaliger Kandidatur für den Bundestag"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Da hat Hr. Gauland Recht, es kommen schwierige Zeiten auf die AfD zu. Einen Großteil hat aber Herr Gauland selbst verschuldet in dem er die schützende väterliche Hand über die Herren Kalbitz und Höcke usw. gehalten hat.
      Jetzt wo die Partei klarstellen muss und will, dass die Gedanken dieser beiden Herren in der AfD nicht gewünscht und nur Randerscheinungen sind, ist der Übervater Gauland beleidigt: Hr. Gauland ist nicht die Lösung für das Problem in der AfD sondern er ist und er vergrößert das Problem.
      Da die CDU dieses Wählerklientel das die AfD vertritt nicht wieder gewinnen will, ist es notwendig, dass die AfD eine strikte Grenze zwischen rechts-konservativ/-liberal und rechtsnational zieht. Die Rechtsnationalen müssen sich wohl oder übel eine andere Partei suchen/gründen. Je schneller dieser Reinigungsprozess stattfindet umso besser, ansonsten wird er eh nur vertagt.

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