Wahlkampfstrategie „Das Programm der CDU heißt Merkel"

Durchwurschteln, Klinkenputzen und späte Angriffe: Wahlkampfmanager denken sich gerne Begriffe für ihre Taktik aus. Doch angesichts des Vertrauens in Angela Merkels Krisenkompetenz scheinen diese Werkzeuge stumpf.
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Die Wähler vertrauen in Merkels Wirtschaftskompetenz. Auch wenn sie an anderen Stellen schwächelt, ihren Gegnern fällt es schwer, die Kanzlerin zu entzaubern. Quelle: dpa

Die Wähler vertrauen in Merkels Wirtschaftskompetenz. Auch wenn sie an anderen Stellen schwächelt, ihren Gegnern fällt es schwer, die Kanzlerin zu entzaubern.

(Foto: dpa)

BerlinAuf dem Podium sitzen sie dicht gedrängt, Menschen mit Gesichtern, die kaum jemand schon einmal gesehen hat und mit Namen, die kaum einer jemals gehört hat. Aber diese Namen und Gesichter gehören Entscheidern. Die Menschen dort auf dem Podium der Heinrich-Böll-Stiftung bestimmen die Richtung, die Strategie der deutschen Parteien im Wahlkampf.

Das alte „CDU-Schlachtross" Peter Radunski neben Robert Heinrich von den Grünen Platz, Hans-Roland Fäßler von der SPD, Dennis Schmidt-Bordemann von der FDP. Und nicht zu vergessen, Matthias Höhn von den Linken, der - ob er will oder nicht – neben dem jungen Piraten Salomon Reyes Platz nehmen darf. Sie sitzen am heutigen Dienstag nebeneinander auf dem Podium, um dem bunt gemischten Publikum aus Parteianhängern, Arbeitnehmervertretern und Journalisten die Wahlkampfstrategien – und Kompetenzen – ihrer Partei schmackhaft machen.

Einfach wird es nicht werden, das Publikum von den Erfolgschancen der jeweiligen Taktik zu überzeugen. Die Zuhörer haben noch das Vorwort des Politikberaters Ralf Tils im Ohr: Merkel wird im Wahlkampf so oder so punkten, sagte der. Sie sei und bleibe die einzige, der die Bürger das Euro-Krisenmanagement zutrauen. Das Eurothema sei derzeit unantastbar. Hier zähle nur die Glaubwürdigkeit. Und weder ein Peer Steinbrück, geschweige denn ein Neuling wie der Euro-Gegner Bernd Lucke von der AfD kann Angela Merkel diese Kompetenz streitig machen. „Keiner von uns weiß, was die Lösung für die Eurofrage ist“, sagt Tils. „Bei Angela Merkel haben Bürger aber das Gefühl: sie macht es richtig, sie geht kleine Schritte.“

Es ist das große Problem der kleinen Parteien: Sie müssen sich gegen eine Übermacht behaupten, gegen den Kanzlerbonus und die Stärke, die Deutschland als Wirtschaftsmacht in der Krise bewiesen hat. Diese Stärke ist Merkels Stärke. Und diese Stärke schwächer wirken zu lassen, Merkel unglaubwürdiger zu lassen, ist die große Aufgabe, vor der ihre Gegner nun stehen.

„Es ist das wirtschaftliche Feld, aus dem heraus die CDU die Wahl gewinnen kann“, sagt Peter Radunski, ehemals Bundesgeschäftsführer der CDU und später Senator in Berlin. „Alles andere sind nur Nebenspielplätze.“ Ein Nebenspielplatz, das wäre zum Beispiel das politische Rudern um die Lohnuntergrenze, nach Ansicht von SPD-Mann Hans-Roland Fäßler „ein PR-Trick der Kanzlerin, das Reizwort Mindestlohn zu umgehen.“ Ein Nebenspielplatz wie auch die sogenannte Mietpreisbremse, von der Merkel sogar zugegeben hatte, sie von der SPD geklaut zu haben. Nebenspielplätze, die für den Wähler nicht entscheidend sind.

Deshalb, so sagt CDU-Schlachtross Radunski, ist es fraglich, wie sehr die Christdemokraten ihr Parteiprogramm bis Ende Juni überhaupt noch ausformulieren wollen. „Die Frage wird sein: Gibt es ein Programm, oder ist Angela Merkel das Programm der CDU?“ Klar ist: Die Union wird sich im inhaltlich zurückhalten, nicht umsonst habe die Partei einen Spätwahlkampf angekündigt, sagt Radunski. Den Vorwurf, die Parteiwürde eine sogenannte asymmetrische Demobilisierung betreiben, weißt der CDU-Mann allerdings zurück.

Der Fachbegriff beschreibt die Strategie von Politikern, sich zu bestimmten Streitpunkten nicht oder erst spät zu äußern. Ziel ist es, dass sich die einzelnen Flügel der gegnerischen Partei inhaltlich derart zu bekämpfen, dass die Parteianhänger resignieren und den Gang zur Wahlurne erst gar nicht antreten.

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25 Kommentare zu "Wahlkampfstrategie: „Das Programm der CDU heißt Merkel""

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  • Sollte noch irgendwer Hoffnung und Vorteil aus der Stillstandspartei CDU ziehen, soll er sie wählen.

    Für mich ist Hoffnung und Vorteil die Bürgerversicherung der SPD/Grüne.
    Diese Chance dient ca. 5 Millionen unzufriedenen PKV Versicherten (Sebständige und Rentner).

  • Es ist egal wen wir "wählen"!

    Warum?

    Weil wir nur die Wahl zwischen Pest und Cholera haben!!!

    Die Medien bzw. Medienmacher bestimmen wer gewählt werden darf!

    Wer nicht systemkonfom pariert wird von den Medien ignoriert oder diffamiert! ( Bsp. AfD )

    Alle Blockparteien ( CDU/SPD/FDP/LINKE/RECHTE ) die wir in den gleichgeschalteten Medien präsentiert bekommen sind im Grunde nur Zinseintreiber ( Steuereintreiber ) für die privaten Bankster, die die Menschheit mit ihrem Schuldgeldsystem verschuldet/versklavt haben!

    Wer steht hinter den Medien?

    Die internationalen Bankster?

  • Alles schon mal da gewesen, eine Bundeskanzlerin schafft sich durch ihr eigenes Programm ab. Wie der Oppa, so die Enkel in allen Belangen der Machtansprüche. Leben Sie wohl Frau Merkel, auf ihrem Alterssitz, wo auch immer er sich befinden mag. Wenigstens ihre Rente ist sicher. Wäre auch noch schöner, wenn sich die Leistungs- und Leitungsträger mit weniger begnügen würden. Ja, ja, ich höre immer wieder das gleiche, die Würde ...

  • Nach NYT Grafik "Europe`s Web of Dept" zu Schulden der PIIGS und Verbindlichkeiten zu Gläubigerstaaten v. 02. Mai 2010 (!), damals etwa 3,5 Billionen Euro, lese ich heute in www. Die Welt eine Stellungnahme der NYT zum BVG- EU- Euro- Verlauf aktuell: "Für die NYT ist die Währungsunion Euro inzwischen ein ökonomisches Gefängnis (!) mit Deutschland als Wärter(!) und der gemeinsamen Währung als Gitterstäbe (!)". "Ein Alramzeichen für die politische Elite, mahnt die NYT. Weitsichtige Staatenlenker müßten endlich erkennen dass ausgerechnet der Euro als ihr geliebtes Integrationsprojekt letztendlich Frieden und Demokratie in Europa bedroht. Sie sollten jetzt noch rechtzeitig das trennen was niemals zusammengehört hätte, sonst besteht die Gefahr, dass es stattdessen die unverantwortlichen und demokratiefeindlichen Kräfte tun".
    Dies im 200. Jahr nach (fast) Ende der Befreiungskriege der Völker Europas in der in der Völkeschlacht bei Leibzig im September 1813.

  • Und mir huldigt ihre Drittklassigkeit, die uns in den Ruin treiben wird, größten Respekt ab, weil niemand da ist, der diesen rotierenden Hosenanzug stoppen kann!

  • Das Foto oben transportiert die ganze Drittklassigkeit und Piefigkeit, die sich in ihrem Gesicht spiegeln. Diese Uckermaid müssen wir so schnell wie möglich loswerden, sonst wird Deutschland großen Schaden nehmen!

  • Die einen wollen Hochwasser-Hilfe, die anderen Kindergeld, Geld für Wohnungsbau, Geld für Infrastruktur und Bildung, Geld für Forschung, grüne Energie und Elektro-Autos, Elektrogeräte-Abwrackprämie, Pendlerpauschale, Wohngeld, reduzierte USt-Sätze...

    Logischerweise liegt die Staatsquote über 50%, Tendenz steigend wie auch der Anspruch der Bürger an "DEN Staat".

  • wer hätte das gedacht: eine Ostdrossel als Retterin der CDU

  • Viel sclimmer: Noch vier Jahre Merkel oder Steinbrück und Deutschland ist vernichtet!
    Deshalb. AfD

  • Merkel muß weg: Auch in der BRD herrscht die Beamten- Diktatur. Das Volk hat schon lange nichts mehr zu sagen. Immer mehr Staatsbedienstete regieren über die Köpfe der Bevölkerung hinweg. Jüngstes Beispiel: Verheimlichung der Finanzierungskatastrophe bei der EURO-Hawk- Drohne. Sogar der zuständige Minister De Maiziere wurde von seinen Beamten übergangen.

    Diese Beamtendiktatur hat eine Eigendynamik, die auf die Ausplünderung des Volkes mit immer höheren Steuern und Abgaben zur Wahrung von Eigeninteressen ausgerichtet ist. Eine Staatsquote von über 50% ist nunmehr das Resultat.

    Und die AfD ist doch längst von Beamten unterwandert, der Oberbeamte ist Lucke. Ebenso wie die PIRATEN, deren Chef ein Oberbeamter aus dem BW- Ministerium ist.

    So werden wir diese Beamtendiktatur nie los. Wir müssen uns schon die Mühe machen, die sich damals die tapferen Bürger in der DDR gemacht haben: Methode Montags- Demos wie in der Ex- DDR.

    WIR SIND DAS VOLK

    Jetzt aber haben wir es mit der DDR 2.0 zu tun, der Merkel – BRD.

    Deshalb treffen wir uns nicht mehr in Leipzig, sondern mitten in BERLIN.
    Ab jetzt REGELTERMIN jeden MONTAG in BERLIN am PARISER PLATZ – neben dem Brandenburger Tor – ab 16 Uhr. Und jetzt rasch über Twitter und Facebook verbreiten, dann wird auch dies ein Erfolg.

    W I R SIND DAS V O L K

    Dann wollen wir mal sehen, ob das VOLK nicht doch noch was zu sagen hat.

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