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Walter-Borjans zur Flüchtlingskrise „Drei Milliarden Euro vom Bund sind zu wenig“

Der Bund will Ländern und Kommunen drei Milliarden Euro zur Bewältigung der Flüchtlingskrise geben. Das ist nicht genug, findet der NRW-Finanzminister. Er warnt davor, Integration nur auf Sparflamme zu betreiben.
09.09.2015 - 08:52 Uhr
Nordrhein-Westfalens Finanzminister sieht bei der Flüchtlingskrise zuvorderst den Bund in der Pflicht. Quelle: Reuters
Norbert Walter-Borjans

Nordrhein-Westfalens Finanzminister sieht bei der Flüchtlingskrise zuvorderst den Bund in der Pflicht.

(Foto: Reuters)

Berlin Die Familie des nordrhein-westfälischen Finanzministers Norbert Walter-Borjans (SPD) engagiert sich bei einem Flüchtlingsprojekt in Köln. Dem Zahlenmenschen helfen diese Eindrücke, die „Dramatik des Problems“ zu erkennen.
Herr Borjans, der Bund will Ländern und Kommunen drei Milliarden zur Bewältigung der Flüchtlingskrise geben. Reicht das Geld ?

Ich weiß, dass die Länder immer dafür kritisiert werden, wenn sie sagen: Es reicht nicht. Aber ganz nüchtern betrachtet sieht die Rechnung so aus: Die Versorgung eines Flüchtlings kostet pro Jahr rund 12.500 Euro. Wenn in diesem Jahr 800.000 Menschen zu uns kommen, geht es also um zehn Milliarden Euro. Zu den drei Milliarden Euro, die der Bund jetzt für Länder und Kommunen vorsieht, besteht da offensichtlich eine große Lücke. Wenn wir jetzt Integration auf Sparflamme betreiben, dann schaffen wir uns doch die Probleme von morgen.

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