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Warnung des Afrika-Verbands Ebola-Krise erreicht deutsche Wirtschaft

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WHO: Etwa 5000 Menschen mit Ebola-Erreger angesteckt.
Die „stillen Killer“
huGO-BildID: 33480845 In this Wednesday, Oct. 16, 2013 photo, radiographer Diana Taubman points to a file X-ray, made in the past at a patient in Ire
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Schatten auf dem Röntgenbild der Lunge: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts ist die Tuberkulose (TB) trotz sinkender Todesfallraten – 1990 bis 2012 um 45 Prozent – noch die weltweit am häufigsten zum Tode führende heilbare Infektionskrankheit. Erreger sind Bakterien, die durch Tröpfchen in der Luft übertragen werden. Erkrankte leiden unter Kraftlosigkeit, Gewichtsabnahme und andauerndem Husten.

(Foto: ap)
huGO-BildID: 38211202 FILE - This is a Thursday, Feb. 27, 2014 file photo of a newly-diagnosed HIV positive woman, who arrived at the hospital with
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Eine TB-erkrankte Patientin in einem Krankenhaus in Kampala, Uganda: In der Regel kann TB mit Antibiotika behandelt werden. Tuberkulose tritt heute vor allem in Ländern mit einer schlechten medizinischen Versorgung, Kriegs- und Krisenregionen auf – besonders in Staaten südlich der Sahara und in Südostasien. 2012 registrierte die WHO weltweit 8,8 Millionen Erkrankungen und 1,3 Millionen Todesfälle.

(Foto: ap)
Flowers are laid as tributes to those killed in the Malaysia Airlines flight MH17, at the base of large sign for 20th International AIDS Conference in Melbourne
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Internationale Aids-Konferenz in Melbourne: Das Humane Immunschwächevirus (HIV) wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr und infizierte Injektionsnadeln übertragen. Der Erreger legt unter anderem bestimmte Immunzellen lahm. Nach einer erkannten HIV-Infektion lassen sich Ausbruch und Symptome von Aids (Acquired Immune Deficiency Syndrome, Erworbenes Immunschwäche-Syndrom) heute mit Medikamenten bekämpfen.

(Foto: Reuters)
AIDS-Plakat
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Eine Heilung von Aids ist aber nicht möglich. Nach UN-Angaben waren 2013 weltweit rund 35 Millionen Menschen mit HIV infiziert. Nach Daten des UN-Programms zur Aids-Bekämpfung UNAIDS starben etwa 1,5 Millionen Menschen daran. Besonders stark betroffen ist Afrika.

(Foto: dpa)
Malaria
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Anopheles-Mücke: Malaria wird durch ihren Stick übertragen. Die lebensbedrohliche Infektionskrankheit kann geheilt werden, viele Erkrankte sterben aber wegen mangelnder medizinischer Versorgung. Laut WHO erreichte Malaria ihren Höhepunkt 2004 mit 232 Millionen Erkrankten und 1,2 Millionen Toten.

(Foto: dpa)
huGO-BildID: 33269858 (FILES) -- A handout picture taken on July 26, 2012 and released on August 2, 2012 by Medecins sans frontieres (MSF-Doctors Wit
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Die meisten Fälle waren in Afrika südlich der Sahara und in Indien zu beobachten. Seitdem hat die Zahl der Malaria-Toten jedoch in vielen Ländern abgenommen. 2013 starben weltweit noch 855.000 Menschen an der Tropenkrankheit. Rund 90 Prozent davon sind Kinder unter fünf Jahren in Afrika.

(Foto: AFP)
ZIMBABWE-CHOLERA
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Cholera: Die Durchfallerkrankung wird durch das Bakterium Vibrio cholerae ausgelöst, das im Darm ein Gift bildet. Ursachen sind Trinkwasser, das mit Fäkalien oder Erbrochenem von Erkrankten verschmutzt ist, und verunreinigte Lebensmittel. Etwa 80 Prozent der Infektionen verlaufen milde. In schweren Fällen können aber Flüssigkeits- und Salzverlust in Stunden zu Kreislaufkollaps, Muskelkrämpfen bis zum Schock und Tod führen.

(Foto: AFP)

Das Virus werde das Wirtschaftswachstum deutlich bremsen, da wichtige Branchen wie Landwirtschaft, Bergbau und Dienstleistungen betroffen seien, warnte der IWF am Mittwoch. Die ausbleibende Produktion von Lebensmitteln sowie fehlende Arbeitskräfte würden die ärmsten Menschen am härtesten treffen.

Für alle drei Länder rechnet die Sonderorganisation der Vereinten Nationen in den nächsten sechs bis neun Monaten mit einer Finanzierungslücke von rund 300 Millionen Dollar.

Die Weltbank befürchtet angesichts der Ebola-Epidemie einen „katastrophalen“ Rückschlag für die wirtschaftlich ohnehin fragilen westafrikanischen Länder. Allein die Wirtschaft Liberias, des am härtesten betroffenen Landes, könnte bei einer Ausweitung des Virus im kommenden Jahr um 11,7 Prozent zurückgehen, teilte die Weltbank mit. Sierra Leone müsse beim schlimmsten Szenario mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 8,9 Prozent rechnen und Guinea mit einem Rückgang von 2,3 Prozent.

Angeheizt werde die Lage von der Angst der Menschen vor Ansteckung, teilte die Organisation mit Sitz in Washington mit. „Inflation und Lebensmittelpreise wurden ursprünglich gezügelt, steigen nun aber als Antwort auf Knappheit, Panikkäufe und Spekulation.“ Kapitalflucht und schwankende Wechselkurse würden zu Preisschocks beitragen.

Die drei westafrikanischen Länder könnten der Weltbank-Berechnung zufolge im kommenden Jahr insgesamt 809 Millionen Dollar (624,6 Millionen Euro) verlieren. Eine schnelle nationale und internationale Antwort könne die negativen Folgen für die Wirtschaft aber begrenzen und den Verlust auf 97 Millionen Dollar (74,9 Millionen Euro) drücken.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation haben sich etwa 5000 Menschen mit dem Ebola-Erreger angesteckt, davon ist etwa die Hälfte gestorben. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus.

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  • dne
  • dpa
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1 Kommentar zu "Warnung des Afrika-Verbands: Ebola-Krise erreicht deutsche Wirtschaft"

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  • "Der Internationale Währungsfonds (IWF) will deshalb helfen, ..."
    S
    Sobald sich der IWF einschaltet und "hilft" bedeutet dies nichts Gutes für die bevölkerungen der Länder, denen geholfen wird. Es ist also mit einem weiteren Ansturm von Menschen aus Afrika nach Europa zu rechnen. Die Kosten für die Aufnahme diser Menscehn müssten dem IWF in Rechnung gestellt werden.