Was sich Wulff gefallen lassen muss „Idiot, Pfeife, Lügner“

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Wogegen Wulff klagt

Bisher ist das alles eher Theorie. Zwar gibt es diesen Paragrafen 90 StGB, „er wurde in den jungen Jahren der Bundesrepublik ins Strafgesetzbuch eingefügt“", sagt Vetter. Seither wurde jedoch von keinem Bundespräsident jemals von ihm Gebrauch gemacht.

Bis jetzt. 2010 hatte ein User auf Facebook ein Foto von Bundespräsident Wulff mit seiner Frau veröffentlicht. Auf dem Foto soll Bettina Wulff zu sehen sein, die ihren Arm zum Hitlergruß ausstreckt. Der User hatte darunter geschrieben: Bettina Wulff fehle eigentlich nur noch ein "Schiffchen auf dem Kopf" und sie sehe aus wie ein "Blitzmädel im Afrika-Einsatz". Weiter hieß es da zu Wulff: "Hübsch, wenn dieser Herr daneben nicht wäre." Das wollte sich der Bundespräsident nicht bieten lassen und machten von Paragraf 90 StGB gebrauch. Eigentlich sollte Fall morgen vor dem Landgericht Dresden verhandelt werden. Nun aber entschuldigte sich der User bei Wulff und der ließ die Klage fallen.

Das ist vermutlich auch besser so. "Wulff will ja, dass sich die Diskussionen über ihn beruhigen", meint Vetter. So aber wäre er das Gesprächsthema Nummer eins geblieben. Selbst wenn das Gericht zu seinen Gunsten entschieden hätte, auch dann hätte Wulff wohl nicht noch andere Kommentare zur Anzeige gebracht, so Vetter.

Anders könnte es allerdings aussehen, sollte Wulff zurücktreten oder zurücktreten müssen. Dann kann Vetter sich durchaus vorstellen, dass Wulff aus „Langeweile oder Verletztheit“ Angriffe auf ihn zur Anzeige bringt, damit sie bestraft werden.„Das kann er auch dann noch, wenn er nicht mehr im Amt sein sollte.“

Aber selbst dann gibt es immer noch welche, die sich ungestraft über Wulff lustig machen dürfen. Magazine wie „Titanic“ zum Beispiel. Der Grund: „Das Magazin ’Titanic’ ist Satire. Satire ist Kunst und Kunst darf alles“, sagt Vetter. Auch deshalb, weil Kunst keinen verfassungsrechtlichen Einschränkungen unterliegt – wie beispielsweise die Meinungs- und Pressefreiheit. Die ist durch Artikel 5 des Grundgesetzes geschützt, wenn auch nicht grenzenlos. Die „Meinungs- und Pressefreiheit findet aber dort ihre Schranken, wo sie andere Menschen in ihrer Ehre einschränkt", sagt Vetter. "So wie das bei "Wulff, du Idiot" der Fall ist."

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154 Kommentare zu "Was sich Wulff gefallen lassen muss: „Idiot, Pfeife, Lügner“ "

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  • „In 2008 konnte man aber nur schwer an Kredite kommen.“
    (Lena65, ZEIT, Nr. 85, 27.12.2011 um 17:07 Uhr)
    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-12/wulff-kredit-bw-bank?commentstart=81#comments

  • „Wir können bestätigen, dass sich am Geldmarkt orientierende kurzfristige Darlehen für gehobene Privatkunden unseres Hauses nicht ungewöhnlich sind, wenn Kreditnehmer von weiter niedrigen Zinsen am Geldmarkt ausgehen und sich daher nicht langfristig binden wollen.“
    (Auskunft BW-Bank am 20.12.2011 an die Redaktion der WELT)

  • „Überdeutlich wurde das im Fall Eva Herman: Eine einzige Journalistin hatte sie falsch interpretiert.“
    (Lena Waider, FAZ, 19.01.2012, 14:46 Uhr)

  • „In den Medien herrschen die gleichen Anpassungsprozesse vor… Wenn für alle anderen DSK ein Vergewaltiger ist, wäre es für das eigene Geschäft schädlich, (wahrheitsgemäß) das Gegenteil zu behaupten.“
    (Lena Waider, 21.01.2012 14:24 Uhr)

    „Ich erinnere an DSK: Der Mann hat im Sofitel niemanden vergewaltigt, wie aus dem Bericht der Staatsanwaltschaft klar hervorgeht, dennoch wurde er von Anfang an als solcher abgestempelt.“
    (Lena Waider, 23.01.2012, 10:37 Uhr)

  • Aktualisierter Stand (23.01.2012, 13:00 Uhr)

    Lena Waider: 238 Pro-Wulff-Kommentare
    Bernhard Labermeier: 316 Pro-Wulff-Kommentare

    (Zahlen beziehen sich nur auf die Kommentare in der FAZ Online)

  • Zuvor hatte Lena im Netz stets behauptet, Wulff sei als „gehobener Privatkunde“ zu betrachten gewesen, hätte deshalb auch ein Anrecht auf die günstigen Kreditkonditionen gehabt (siehe Zitate in der weiter hinten folgenden Liste der Parallelstellen).

  • Der Fall Labermeier

    Ein weiterer sehr auffälliger User ist Bernhard Labermeier (in der FAZ Online). Allein am 13.01.2012 schrieb er 91 Leserkommentare. Er ist erst seit dem 9. Januar 2012 Mitglied der dortigen Community, hat aber bereits 230 Kommentare (Stand 14.01.2012, 17.00 Uhr) als vehementer Wulff-Verteidiger geschrieben. Die Beiträge werden z. T. im Minutentakt eingestellt. Jeder kann sich nach einem kurzen Klick auf seinen Namen selbst davon überzeugen. Labermeier ist derzeit unter jedem Wulff-Artikel zu finden, z. B. unter

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/affaere-des-bundespraesidenten-wulffs-anwalt-leitete-schon-fragen-der-presse-weiter-11603947.html

    In anderen Artikeln ist er meist unter den (etwas versteckten) Antworten zu finden. Man lese vor allem Labermeiers Kommentar vom 12.01.2012, 16:40 Uhr. Dort nennt er in grotesker Weise Lynchjustiz, Mörder und Frauenschänder in einem Atemzug mit all jenen Foristen, deren Meinung ihm nicht paßt. Meine entsprechenden Hinweise wurden von der FAZ nicht veröffentlicht.

    User Labermeier scheint in der Medienbranche zu arbeiten. Er schreibt über sich: „Ich habe mein Studium begonnen, weil es mich frustriert hat, dass in der Fernsehwelt die Qualität offenbar zugunsten der wirtschaftlichkeit vernachlässigt werden kann. In den ersten Semestern habe ich dann gelernt, dass das nicht nur fürs Fernsehen gilt.“
    (Bernhard Labermeier, FAZ, 12.01.2012, 16:51 Uhr)

  • Liste der Parallelstellen

    Am Ende dieses Threads findet der Leser eine umfangreiche Liste der Parallelstelle zwischen Lena65 und Lena Waider. Sie belegen die identische Wortwahl und Argumentation der beiden User.

    Unglaublicher Zahl an Beiträgen

    Lena65 hat allein zum Artikel „Die Lehre aus der Wulff-Affäre“ 64 (!) Kommentare in der ZEIT Online eingestellt. Da sie dort beinahe zu jedem Artikel in der Sache mehrere Beiträge verfaßt hat, ist der Gesamtumfang in der ZEIT unüberschaubar. Gleichzeitig hat Lena Waider bislang 212 (!) Beiträge (Stand 13.01.2012) in der FAZ Online gepostet. Aus den Uhrzeiten der eingestellten Beiträge ergibt sich, daß Lena z. T. rund um die Uhr arbeitet. Ein Leser der SZ will obendrein auch Beiträge auf „Welt Mobil“ und bei GMX von ihr festgestellt haben.

    Mittlerweile weiß Lena, daß ich sie durchschaut habe. Es ist daher nicht auszuschließen, daß sie demnächst ganz oder zumindest überwiegend unter einem neuen Namen weiterschreibt. Möglicherweise besteht ein Zusammenhang mit dem ebenfalls sehr auffälligen User Bernhard Labermeier (in der FAZ Online). Allein am 13.01.2012 schrieb er 91 (!) Leserkommentare. Labermeier ist erst seit dem 09.01.2012 Mitglied der dortigen Community, hat aber bereits 228 (!) Kommentare als vehementer Wulff-Verteidiger geschrieben.

    Angesichts des unglaublichen Umfangs der von mir festgestellten Beiträge kann sich der Leser die Frage, welches Motiv Lena für ihr Engagement haben könnte (bzw. wer sich hinter Lena verbergen könnte), vermutlich selbst beantworten.

  • Ja, von der Art Herrenrasse a la Querbanker.

  • Gute Antwort, brauche ich ihm nicht mehr zu geben. Der schwimmt gerne mit.

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