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Weiterbildung DIHK empfiehlt Deutschen Schulbank statt Strand

Die Arbeitgeber unternehmen einen neuen Anlauf, den Deutschen ihre hohe Zahl von Urlaubstagen zu verleiden. Die Idee diesmal: Anstatt sich am Strand zu aalen oder auf Balkonien zu faulenzen, sollten Arbeitnehmer ihren Urlaub für Weiterbildungskurse nutzen.
Sächsische Lehrer bei der Weiterbildung in den Schulferien an der Technischen Universität Chemnitz. Foto: dpa Quelle: dpa

Sächsische Lehrer bei der Weiterbildung in den Schulferien an der Technischen Universität Chemnitz. Foto: dpa

(Foto: dpa)

HB BERLIN. „Wir haben zusammen mit Schweden die meisten Urlaubs- und Feiertage - da ist genug Luft für beides: Erholung und Weiterbildung“, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben der „Welt“. Die Arbeitnehmer müssten, gerade auch vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels, mehr Ferien- und Freizeit in ihre Weiterbildung investieren.

Wansleben kritisierte, dass derzeit etwa im Bereich der Industrie- und Handelskammern nur rund ein Viertel aller Absolventen einer Ausbildung später auch an einer Weiterbildungsprüfung teilnehme.

Hintergrund der Forderung ist der Zeitung zufolge ein neuer EU-Bericht zur Entwicklung der Arbeitszeiten in Europa im Jahr 2006. Vorgelegt wurde er vom Europäischen Institut für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen (Eurofound), einer offiziellen EU-Behörde mit Sitz in Dublin. Demnach haben die Arbeitnehmer in Deutschland jährlich 40 Urlaubs- und Feiertage, was nach Schweden (42 Tage) der höchste Wert in der Europäischen Union sei.

Laut Bericht verfügen die Arbeitnehmer in der EU im Durchschnitt über 33,7 bezahlte freie Tage im Jahr. Die wenigsten Urlaubs- und Feiertage haben demnach die Beschäftigten in Estland (26 Tage) und Lettland (27).

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