Weitere Berufungen Steinbrücks Schattenkabinett nimmt Formen an

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat offenbar weitere Mitglieder in sein Schattenkabinett berufen. Darunter soll ein Vertrauter von Parteichef Sigmar Gabriel sein. Kritik gibt es bereits am Arbeitsminister in spe.
Update: 11.05.2013 - 15:08 Uhr 18 Kommentare
Kabinett im Schatten: Peer Steinbrück setzt sein „Kompetenzteam“ zusammen. Quelle: dpa

Kabinett im Schatten: Peer Steinbrück setzt sein „Kompetenzteam“ zusammen.

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BerlinSPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will mit der Präsentation seines kompletten Wahlkampfteams noch warten. Weitere Mitglieder würden zu gegebener Zeit bekanntgegeben, sagte sein Sprecher Michael Donnermeyer am Samstag auf Anfrage. Nach einem Bericht des Magazins „Focus“ soll Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) die Themen Energie, Infrastruktur und Aufbau Ost übernehmen. Hamburgs Justizsenatorin Jana Schiedek (SPD) soll für Justiz zuständig sein. Steinbrücks Sprecher bezeichnete dies als Spekulationen. Fest stehen drei Team-Mitglieder, die an diesem Montag vorgestellt werden sollen.

Der Chef der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Klaus Wiesehügel soll für Arbeit und Soziales verantwortlich zeichnen. Für Inneres soll der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Thomas Oppermann, sprechen. Die Design-Professorin Gesche Joost soll die Themen Netzpolitik und Internet vertreten. Die gebürtige Kielerin ist seit 2010 Professorin für Designforschung an der Universität der Künste Berlin.

Der Sprecher des Thüringer Wirtschaftsministeriums, Stephan Krauß, sagte am Samstag auf Anfrage zu dem Bericht: „Machnig kann dies nicht bestätigen.“ Der Minister werde sich „an Spekulationen, wer, wann und wie als Mitglied in das Wahlkampfteam berufen wird, nicht beteiligen. Das ist allein die Entscheidung des Kanzlerkandidaten.“ Senatorin Schiedek wollte sich nicht äußern, wie ihr Sprecher sagte.

Den Bereich Bildung im Steinbrück-Team könnte laut „Focus“ die Präsidentin des Berliner Wissenschaftszentrums für Sozialforschung, Jutta Allmendinger, übernehmen. Der Sprecher des Zentrums, Paul Stoop, sagte auf Anfrage am Samstag, Allmendinger wolle zu den Gerüchten keine Stellung nehmen.

Die Linkspartei kritisierte die Berufung Wiesehügels in das Team und legten ihm nahe, den Gewerkschaftsvorsitz ruhen zu lassen. „Er muss sich entscheiden, Sozialdemokrat oder Gewerkschafter, für Rentenkürzungen oder dagegen“, sagte Linke-Chef Bernd Riexinger der „Passauer Neuen Presse“.

Die CDU reagierte mit Spott. „Wenn man den entschiedenen Agenda-2010-Befürworter Oppermann und den entschiedenen Agenda-2010-Gegner Wiesehügel in ein Team beruft, dann braucht man wohl eine Rhetorik-Expertin, um die Unglaubwürdigkeit dieses Zick-Zack-Kurses zu bemänteln“, sagte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe der „Welt“.

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18 Kommentare zu "Weitere Berufungen: Steinbrücks Schattenkabinett nimmt Formen an"

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  • Die Leute mit Ahnung von Volkswirtschaft sind fast alle bei der AfD.

    Steinbrück sollte sich für Wirtschaft Gustav Horn holen. Der hat zwar keine Ahnung, ist aber links und hat angeblich mal was Wirtschaftliches studiert.

  • Was soll ein Schattenkabinett, jeder Arbeitnehmer der diese Partei wählt ist von Sinnen.
    Diese Partei hat zu Seiten rot grün die Arbeitnehmer regelrecht fertig gemacht. Verlogenes Lobbypack zum kotzen...

  • Alleine die Personalauswahl ist die beste Werbung für BundesAngy....noch ein paar solche Geischter bei der SPD oder den Grünen und Angy braucht keinen Wahlkampf mehr...
    Übel was sich da in der politschen Klasse aller Parteifarben herumtummelt - eine extreme Form von Schmarotzertum , was wir uns da hochgezogen haben - das gehört mal wieder mit Stumpf & Stil ausgerottet.
    Und was wähl ich jetzt? Die Auswahl zwischen Not und Elend finde ich nicht prickelnd...

  • Der Oppermann für das innere, warum nicht einen Kardiologen der was vom inneren versteht? Mit Oppermann der bei jedem Auftritt vor der Kamara schon so grinst als freute er sich
    über das was er gleich sagt. Leider nur als einziger. Mal ein bischen mutiger Peer, warum nicht einen Muslim für das Innere? Zum Beispiel Kena Kolat, der die Mitte Deutschland für Rassistisch hält,der Gute. Dann freuen sich auch die Grünen.

  • Das kleinere Übel bleibt Merkel ...
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    Das kleinere Übel? Merkel? Natürlich, ich verstehe. Alternativlos passt in diesem Zusammenhang vermutlich nicht, und wäre auch anmaßend.

  • Zur Absicherung der Zukunft Deutschlands ist neben der Energiewende nunmehr auch die Finanzpolitikwende dringend erforderlich. Deshalb ist ein “Schlanker Staat“ wichtiger als Steuererhöhungen.

    Die zügellose Plünderung der Staatskassen durch den aufgeblähten Politik- und Beamtenapparat, der seit Jahrzehnten reformunwillig zur Wahrung von Eigeninteressen seinen Personalstand und seine Bezüge aufstockt, führt nach den weltweiten volkswirtschaftlichen Erkenntnissen auch bei uns zum Staatsbankrott. Der dringende Reformbedarf bei unseren verkrusteten und viel zu teuren staatlichen Strukturen in der BRD wird mit der Wende in der Finanzpolitik nunmehr angepackt. Zielsetzung ist die Reduzierung der Staatsquote von heute über 50% auf verträgliche 30% wie in anderen wirtschaftlich erfolgreichen und fortschrittlichen Staaten.


    1--Die Gehälter aller Staatsbediensteten werden in dem 4-jährigen finanzpolitischen Wende- Programm pro Jahr um 10% gekürzt auf insgesamt 60% der heutigen Personalkosten. Das entspricht dem Zielwert von 100 Milliarden EURO statt unverantwortliche 160 Milliarden EURO aktuell.

    2--Von den jährlich eingesparten 60 Mia Euro wird eine Hälfte (30 Mia EURO) in die überfällige Entschuldung unserer Staatsfinanzen und in den dringend erforderlichen Autobahnneubau investiert.

    3--Die übrigen 30 Mia EURO werden in Steuersenkungen zum Ausgleich der seit Jahren am Parlament vorbei und illegal abkassierten Steuern durch die Kalte Progression investiert.

    Dann werden die flexiblen unter den Staatsbediensteten von sich aus wertschöpfende Jobs in der freien Wirtschaft annehmen. Der verbliebene unflexible Bodensatz wird dann deutlich kostengünstiger und effizienter mit den nötigen Verwaltungsaufgaben beschäftigt.

  • Die rot-grünen Deutschland-Ausverkäufer, Steuererhöher und Sozialabgabenerhöher braucht kein Mensch. Außerdem ist das Personal eine Katastrophe. Bei Steinbrück, Gabriel, Trittin, Roth und Nahles sträuben sich die Haare. Wie sollen die Deutschland führen? Dann fahren sie unser Land total vor die Wand. Das kleinere Übel bleibt Merkel, jedoch sollten alle Altparteien Druck von der AfD bekommen, die die Zeichen der Zeit erkannt hat, mit einem guten Programm für unser Land, von klugen Köpfen ausgearbeitet. Der Euro ist Murks für alle Länder und die EU-Diktatur hat keine Existenzberechtigung mit ihren irrsinnigen Bevormundungen. Wenn man diesen Murks begrenzen will, muss man die AfD wählen. Diese neue und echte Alternative hat eine Chance verdient. Auch für die nettobetrogenen Westrentner und Arbeitnehmer. Mit den Altparteien wählt man den eigenen Metzger. Deutschland braucht einen Neuanfang mit der AfD.

  • Die Steuern und Abgaben müssen runter auf eine max. Staatsquote von 30%. Durch Deckelung der Personalkosten für Staatsbedienstete auf 100 Mia EUR können wir 60 Mia EUR einsparen. Davon investieren wir 30 Mia für Steuersenkungen und 30 Mia für den Schuldenabbau. Erst dann lohnt es sich wieder zu arbeiten in dieser Beamtendiktatur BRD !

  • ... dieses Zick-Zack-Kurses zu bemänteln“, sagte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe ...
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    Ich schmeiß mich weg. Zick-Zack Kurs. Die alternativlosen Profis in dieser Kür, finden sich doch wohl eindeutig in der momentanen Regierung.

  • Eine Professorin für Design ist wirklich hübsch.
    Ein Professor für Volkswirtschaft und Makroökonomie erscheint mir allerdings um einiges angebrachter.
    Den hat die SPD offenbar nicht im Angebot.
    Wie sollte sie auch.

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