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Nach der US-Wahl wird die Welt politisch neu vermessen. In dieser herausfordernden Zeit bringt das Handelsblatt ein Buch heraus, das ein brisantes Thema in den Blick nimmt: die Machtverhältnisse im globalen Kapitalismus.

Kommentare

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  • Wem gehoert die (Finanz-)Welt, die Investments von Blackrock, Allianz und Co? Ganz einfach: UNS SELBST, mit unseren Pensions- und Kaptallebensversicherungen und anderen Ersparnissen.

    Wir koennten auf Hauptversammlungen GEGEN Managergehaelter stimmen, gegen Stellenabbau. Doch mit einem Fondsinvestment ist dies nicht moeglich. In Zeiten des Internets waere es einfach, diese Stimmrechte weiter zu reichen und dem Endinvestor zumindest durch grobe Schablonen zum Abstimmen zu geben.

    Im jetzigen System versklavt sich der Angestellte durch seinen Pensionsfonds selbst - denn sein Pensionsfondsmanager soll ja die Rendite maximieren...

    Eine andere Zahl fehlt auch: mindestens 10-15 Billionen USD liegen in Steueroasen und zahlen keine Steuern. Hier waere es PFLICHT seitens der Politik einzugreifen.

    Herr Kampeter (=typischer Politiker) dagegen versteht diese Zusammenhaenge nicht und schimpft lieber auf (Schatten-)banken. Man fragt sich, wer hier boeser Populist ist....

  • Interessante These über den "Kapitalismus" wie er uns verkauft wird...Natürlich hat Black Rock und andere riesige Vermögen und Kapital zum Einsatz...Die Welt wird nicht neu vermessen, die Hintermänner, die die FED beherrschen und die Zentralbanken kontrollieren, mit Goldman & Sachs an der Spitze, die Rothschilds, die in keiner FORBES Liste auftauschen, beherrschen den westlichen Kapitalismus und auch die Regierungen der westlichen Welt...Die Schlussfolgerungen in den Ausführungen von Hans-Jürgen Jakobs und Steffen Kampeter sind geradezu abenteuerlich...Die Globalisierung kommt diesen anonymen Global- Fonds /Hedgfond und Hintermännern doch geradezu entgegen, wurde vielleicht sogar dazu geschaffen, alles Nationalstaatliches wie unabhängige Währung und Regierung und Nationalvolk abzuschaffen... Mit dem EURO und der EU, das Abgeben von nationalen Kompetenzen hat man ein Instrument geschaffen, nach dem Europa und die Welt durch diese Clique beherrscht werden kann...Die "human resources" können zum Lohndumping und aufkommenden Aufständen und Rebellion immer mehr lobal eingesetzt werden...Die Folge können wir jetzt schon sehen, daß es eine dynamische Entwicklung der Verarmung und Verelendung der Völker in Europa gibt und auch nicht mehr aufzuhalten ist...

    Nationale Regierungen können jederzeit ausgewechselt werden und haben auch keine echte Entscheidungs- Gewalt mehr...

    Der Turbo- Kapitalismus wird die Anhäufung von Macht und Kapital in wenigen Händen (Wallstreet/FED) noch beschleunigen... Letztlich kann man davon ausgehen, daß sich der westlich Kapitalismus in der Endstufe befindet und in einem großen Knall platzen wird...Wann, das wissen die Götter...

  • „Wem gehört die Welt?“

    Das ist einfach: Denjenigen, die genug Geld haben, um sich das Leben darauf leisten zu können.
    Heißt: Je mehr Geld sie haben, desto mehr von der Welt gehört Ihnen auch. Ist das nur zynisch?

    „Warum sind Asset-Manager so erfolgreich?“, fragt Kampeter. „Und schiebt kurz und knapp hinterher: „Weil sie gut sind.““

    Kommt wohl sehr darauf an, was man unter "erfolgreich sein" versteht. Es zu schaffen, das Geld der Kunden zu „vermehren“, egal wie?

    Nur zur Erinnerung:

    Geld ist ein bloßes "Instrument" der Wirtschaft, und die sollte eigentlich so organisiert sein, dass sie den Interessen der Menschen (a l l e r Menschen!) dient. Nicht umgekehrt.

    Der erste notwendige Schritt, um eine Marktwirtschaft in die Lage zu versetzten, diesem Anspruch zu genügen, müsste eigentlich eine komplette Neubewertung aller„Assets“ unter völlig neuen Kriterien sein.

    Aber wer soll die vornehmen und die Kriterien für die Bewertung festlegen, bevor der „Startschuss“ für die Märkte unter den neuen Regeln fallen kann?

    Manager wie „der unerklärte Präsident der Weltfinanzgemeinde, der Oberste der Ober-Kapitalisten, der Gesetze und Geschicke des Kapitalismus mehr bestimmt als viele andere“ (Fink) oder andere „mächtige Finanzjongleure“ scheiden ja wohl aus.

    Die Bürger allerorten auf diesem Planeten wären da schon der richtigere Ansprechpartner.

    Eine seriöse „Befragung“ bzw. Datenerhebung will aber erstmal auf die Beine gestellt werden.

    Leider also alles noch Zukunftsmusik.

    Merkt man ja schon an den ganzen wiederaufkeimenden Debatten über "Renationalisierung" (warum sagen wir nicht gleich "Regression"?...).

  • Kapitalismus bei 0- Zinsen ????

  • Analyse gut, Schlussfolgerung schwach. Gerade vor dem aufgezeigten Szenario der konzentrierten, globalen Finanzmacht wäre ein gewisses Mass an Re-Nationalisierung und Unabhängigkeit wohl das einzige Mittel zur Gegenwehr.

    Erst der Einheits-EUR zB hat es diesen mächtigen Investoren erlaubt, die Investitionen unkontrolliert hin und her zu schieben in Europa, mit den Folgen, die wir seit nunmehr 8 Jahren erleben, Ende ungewiss.

  • Ich finde es schon auffällig, daß man alles, aber auch wikrlich alles daran setzt, die klasssischen Geschäftsbanken bis zum geht-nicht-mehr zu regulieren, dass man es aber andererseits nicht für nötig befindet große Vermögensverwalter wie oben genannt, den Segnungen der Regulierung auszusetzen. Als ob die keine Systemrelevanz im Krisenfall besäßen und nicht vom Steuerzahler/der Notenbank gestützt werden müssten. Ist schon komisch, dieses Messen mit zweierlei Maß...wie das wohl kommt?
    .
    Und wenn sich eben dieses genannte Großkapital nicht seiner sozialen Verantwortung stellt, dann sehe ich die reale Gefahr, daß aus den derzeit über die "nationale Schiene" im Aufbau befindlichen Verteilungskämpfen am Ende ein handfester Klassenkampf wird: Arm gegen Reich. Und der Warren Buffet, der hat das ja schon vor Jahren vorausgesagt und auch den Gewinner benannt....
    Imgrunde wird mit dem Großkapitalismus einer immer reicher werdenden kleinen Elite eine neue Regierungsform eröffnet, die die demokratischen Strukturen im Westen ablöst. Ich nenne diese Regierungsform "Korporatismus".

Mehr zu: „Wem gehört die Welt?“ - Lehrstunde in Kapitalismus