Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Westerwelle zur CSU „Die FDP kann auch anders“

Es kracht weiter heftig im Gebälk der Berliner Koalition. FDP-Parteichef Westerwelle hat offenbar genug von den Anfeindungen aus dem Lager der CSU. Er lässt in einem Interview die Muskeln spielen und erinnert die Bayern an ihre bislang unangenehmste Wahlerfahrung.
1 Kommentar
FDP-Parteichef Westerwelle zeigt sich genervt vom Umgangston des Koalitionspartners CSU. Quelle: dpa

FDP-Parteichef Westerwelle zeigt sich genervt vom Umgangston des Koalitionspartners CSU.

(Foto: dpa)

HB BERLIN. FDP-Chef Guido Westerwelle hat der CSU wegen der anhaltenden Attacken gegen seine Partei mit Konsequenzen gedroht. Die CSU müsse sich mehr an den fairen Umgangsformen ihrer Schwesterpartei CDU orientieren, forderte Westerwelle in einem am Samstag vorab veröffentlichten „Spiegel“-Interview. Dies täte der Koalition und vor allem Deutschland sehr gut. Der Vizekanzler warnte die CSU: „Ich habe eine Engelsgeduld. Aber die FDP kann auch anders.“ Dies hätten die Christsozialen im bayerischen Landtagswahlkampf erlebt.

Seitdem hätten sie im Freistaat die absolute Mehrheit verloren und regierten zusammen mit der FDP. „Daran sollte die CSU gelegentlich denken“, sagte Westerwelle.

Der FDP-Vorsitzende betonte, er werde trotz sinkender Umfragewerte an seinem Kurs festhalten. „Ich möchte eine geistig-politische Wende in Deutschland schaffen.“ Der Politikwechsel werde Widerstand erzeugen. „Aber wenn wir den Kurs halten und Gegenwind aushalten, dann werden wir von den Bürgern belohnt werden“, zeigte sich Westerwelle überzeugt.

Westerwelle räumte erneut ein, dass es beim Start der neuen Regierung „Anfangsschwierigkeiten“ gegeben habe. Es brauche Zeit, „bis sich Dinge in der täglichen Routine und in der täglichen Arbeit zurechtrütteln“.

Die FDP-Spitze kommt am Sonntagabend in Berlin zu einer Sondersitzung zusammen. Grund für die Zusammenkunft von Präsidium und Fraktionsvorstand ist das Erscheinungsbild der Partei, das zuletzt durch den Vorstoß von FDP-Vize Andreas Pinkwart zur Abschaffung der Mehrwertsteuer-Senkung für Hotels gelitten hat. Auch die öffentliche Debatte über Spenden in Millionenhöhe aus der Hotelbranche setzte der Partei schwer zu.

In der Koalition machen der FDP vor allem die Dauerquerelen mit der CSU zu schaffen. Diese lehnt die Pläne der Liberalen in der Steuer- und Gesundheitspolitik vehement ab.

In Umfragen hat die FDP entsprechend stark an Zustimmung verloren. Im ARD-Deutschlandtrend erreichte sie nur noch acht Prozent nach 14,6 Prozent bei der Bundestagswahl im Herbst.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

1 Kommentar zu "Westerwelle zur CSU: „Die FDP kann auch anders“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Eine "geistig-politische Wende" will er also. Wie schon Kohl bleibt er wiederum die angabe schuldig, was denn das konkret sein soll, diese mysteriöse geistig-politische Wende. Also, Herrn westerwelle paßt das geistig-politische bild der deutschen nicht. Naja, dann soll er sie uns doch einmal näher erlätern , die "großartige" Westerwelle-Moral. ich warte.