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Wettbewerbshilfen Wirtschaftsministerium beklagt Tatenlosigkeit Athens

Laut dem Bundeswirtschaftsministerium ist ein Wachstumsprogramm für Griechenland mit deutscher Unterstützung gescheitert. Die Umsetzung sei unzureichend, das Verhalten Athens „nicht akzeptabel“.
29.02.2012 - 11:23 Uhr 19 Kommentare
Der griechische Premierminister Lukas Papademos muss sich beim wirtschaftlichen Aufbau seines Landes Tatenlosigkeit vorwerfen lassen. Quelle: dapd

Der griechische Premierminister Lukas Papademos muss sich beim wirtschaftlichen Aufbau seines Landes Tatenlosigkeit vorwerfen lassen.

(Foto: dapd)

Berlin/München Das Bundeswirtschaftsministerium hat laut einem Pressebericht die bisherigen Bemühungen um eine Wachstumsoffensive für Griechenland in einer ersten Analyse für gescheitert erklärt. „Eine vorläufige Bilanz des deutschen Unterstützungsangebots fällt ernüchternd aus“, zitiert die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ/Mittwoch) aus einem Arbeitspapier, das der Zeitung vorliege. „Die Umsetzung auf griechischer Seite ist nach wie vor unzureichend.“ Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) war im Oktober des vergangenen Jahres mit einer Delegation deutscher Unternehmer nach Athen gefahren und hatte dort mit der griechischen Regierung eine Zusammenarbeit bei der Wirtschaftsförderung vereinbart.

Neben den Sparanstrengungen sollte in zahlreichen Punkten die Wettbewerbsfähigkeit des Landes gestärkt werden. Doch habe die Regierung in Athen nach Einschätzung des Wirtschaftsministeriums kein großes Interesse an einem solchen Ansatz: „Auf griechischer Seite genießt die Umsetzung offenbar keine Priorität. Das ist aus deutscher Sicht nicht akzeptabel“, zitiert die Zeitung weiter.

Da in Griechenland faktisch eine Kreditklemme herrsche, hatte Rösler seinen Gesprächspartnern in Athen angeboten, beim Aufbau einer Förderbank für den Mittelstand zu helfen. Vorbild sollte die KfW-Bankengruppe sein. Laut Arbeitspapier des Wirtschaftsministerium gab es zuletzt im Dezember Gespräche. Doch die verliefen schleppend, wie die KfW Röslers Beamten berichtete. Der ursprünglich zuständige Chefvolkswirt des griechischen Wirtschaftsministeriums wurde von dem Projekt abgezogen. „Verantwortlichkeiten und Zielvorstellungen der griechischen Seite sind unklar“, heißt es laut „SZ“ in dem Arbeitspapier.

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    Auch die von der griechischen Seite zugesagte Lösung von Fällen, in denen der griechische Staat deutschen Unternehmen noch Geld schuldet, liesse zu wünschen übrig. „Die überwiegende Anzahl der wiederholt vorgetragenen Altfälle sind nach wie vor nicht gelöst“, heißt es in dem Arbeitspapier. Dies hemme die Bereitschaft anderer deutscher Unternehmen, in Griechenland zu investieren.

    • dpa
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    19 Kommentare zu "Wettbewerbshilfen: Wirtschaftsministerium beklagt Tatenlosigkeit Athens"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich kann ja all die bitter-süßen Kommentare wirklich gut verstehen. Mir geht es auch nicht anders. Aber zwischendurch möchte man auch mal lachen. Das hier wurde mir zugemailt – den Urheber kenne ich leider nicht, sonst hätte ich ihn genannt:


      Deutscher rettet Griechenland
      Kommt ein deutscher Tourist in ein griechisches Hotel, legt einen 100
      Euro Schein auf die Theke und bittet um einige Zimmerschlüssel, damit er
      mal nachschauen könne, ob ihm die Zimmer gefallen würden. Die 100 Euro
      seien als Sicherheit.
      Der Hotelier gibt ihm alle Schlüssel, da er keinen einzigen Gast hat.
      Als der Gast verschwunden ist um sich die Zimmer anzusehen, rennt der
      Wirt zum Metzger und gibt dem die 100 Euro und sagt, dass damit seine
      offen stehenden Rechnungen ja wohl bezahlt seien. Er rennt zurück in
      sein Hotel.
      Der Metzger läuft zum Bauern, gibt dem die 100 Euro und sagt: "Für das
      Schwein letzte Woche, das noch zu bezahlen ist." Der Bauer geht zur
      einzigen Prostituierten des Dorfes und gibt ihr die 100 Euro, weil er
      noch seinen letzten Besuch bei ihr zu zahlen hat. Die Prostituierte
      rennt zum Hotel und übergibt dem Hotelier die 100 Euro die sie ihm noch
      für 2 Zimmermieten mit Kunden schuldet.
      Jetzt kommt der Deutsche die Treppe herunter und sagt, dass ihm keins
      der Zimmer gefällt. Er gibt dem Hotelier die Zimmerschlüssel, nimmt
      seine 100 Euro und verlässt das Hotel.
      Alle Schulden sind bezahlt und keiner hat Geld! Wozu noch das EU
      Rettungspaket??

    • Warum zur Hölle glauben deutsche Politiker bitte schön, dass Griechenland irgend etwas ändern WILL?! Der Rubel rollt...also warum was ändern, wenn deutsche Politiker längst nicht mehr zugeben können, dass die Kohle da versandet ist und deshalb immer neues Geld bereit stellen...
      Grundstudiumvorlesung Spieltheorie: Alles rational aus griechischer Sicht. Es ist aber langsam nicht mehr rational, dass das deutsche Volk nicht auf die Strasse geht und diese Verräter in Berlin das fürchten lehrt..Endlos-Hilfen für Griechenland, Ehrensold für Wulff..Deutschland ist ein Selbstbedienungsladen für Versager!!

    • .. alles bleibt in Hellas im bewährten Fahrwasser.

      Die Bevölkerung akzeptiert unveraendert diese alles beherrschende Polit-Mafia-Oligarchie.

      Schau ich mir unser "Vereinigtes Deutschland" so an, bestehen zwischen germanischen Schafen und griechischen Ziegen keine grossen Unterschiede.

      Zur Schlachtbank muessen wir so oder so. Armes Europa, verelendete EU.

    • Das mit der einsamen Insel gefällt mir ! Griechenland hat ja welche und die Banker sollten auch gleich mit !
      Es gibt kaum Worte dafür was sich die Griechen herausnehmen an Dreistigkeit und Unverfrorenheit, aber genauso ist es absolut unverständlich was sich deutsche Politiker mit dem Geld der Deutschen erlauben !

    • Ich bin davon überzeugt, dass unsere Superdeppen von Abgeordneten ihre Ruhe haben wollen und auch, wenn der Bericht bekannt gewesen wäre, das Paket durch gewunken hätten. Die Damen und Herren haben doch ganz andere Probleme. Die müssen sich um ihre "Nebeneinkünfte" kümmern.

    • Na, wenn schon "klagen", dann jetzt wenigstens auf höherem, politischen Niveau... ...ich könnte so langsam k.....

    • Warum sollten die Griechen etwas ändern, solange die dummen Deutschen und die anderen sowieso zahlen?
      Die 130 Milliarden werden ja jetzt vielleicht für ein paar Monate reichen, und dann gibt es das nächste Rettungspaket.
      Unsere "Volksvertreter" (wen vertreten die wirklich?) stimmen bestimmt wieder freudestrahlend zu.

      Wer etwas gegen diesen Irrsinn tun möchte, kann sich hier eintragen: http://www.buendnis-buergerwille.de

    • Wieso fragen Sie nach einer Möglichkeit? - Natürlich werden wir schon seit geraumer Zeit hier in Deutschland von Oligarchen regiert und bevormundet. Mit Demokratie hat das doch herzlich wenig zu tun. - Die Ergebnisse dieser Politik sind zugegebener Maßen allerdings häufig besser, als es zunächst den Anschein hat. Das einzige was mich an dieser, unseren (mit H.K.'s Worten) Oligarchie ohne Ende nervt, ist die extreme Beschneidung von Freiheit und Individualität. - Aus meiner Sicht ist es auch falsch, das Leid der Griechen künstlich zu verlängern. - Schaltet die Herz- Lungenmaschine aus!! Das neue Griechenland würde ein besseres sein. Gebt insbesondere den jungen Griechen wieder eine Perspektive, sonst könnten dort schmierig braune Samen keimen.

    • Es drängt sich immer mehr der Eindruck auf, dass neben den Fehlern der Vergangenheit auch kein Wille zur Veränderung vorhanden ist. Erst werden dt. Finanzbeamte abgelehnt und nun das...

    • Im Süden nichts neues.

      Nebenbei: Griechenland hat seit 1991 umgerechnet ca. 135 Mrd. Euro aus EU-Strukturfonds geschenkt bekommen. Das meiste hat natürlich Deutschland gezahlt, weil es Nettozahler ist. Wie ist denn diese riesige Summe für den wirtschaftlichen Aufbau genutzt worden? Offensichtlich gar nicht!

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