What's right? Die zehn Lektionen von Paris

Das Attentat von Paris verändert die politische Kultur. Europa schwankt zwischen Angst und Wut, zwischen Mitgefühl und Sorge. Zehn Effekte wird der Terrorakt provozieren – positive und unangenehme.
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Der Journalist war Chefredakteur der Tageszeitung „Die Welt“, des Politikmagazins „Cicero“ und des „Focus“. Er bezeichnet sich selbst als wertkonservativ.
Wolfram Weimer

Der Journalist war Chefredakteur der Tageszeitung „Die Welt“, des Politikmagazins „Cicero“ und des „Focus“. Er bezeichnet sich selbst als wertkonservativ.

Die fünf angenehmen Lektionen:
Die erste Reaktion auf das Attentat ist Mitgefühl. Die überwältigende Mehrheit der Europäer leidet mit den Opfern und ihren Familien. Ein ganzer Kontinent fühlt sich getroffen, und das kollektive „Je suis Charlie“ ist - jenseits von politischen Haltungen - ein Aufschrei der emotionalen Verbundenheit. Europa hat kein steinernes Herz, Europa weint und trauert.

Die zweite Lektion des Terror-Akts ist die bewusste Vermeidung von Hass, Rache und jeder Form von Vergeltung. Europa zeigt mit dieser Haltung im Moment der mörderischen Brutalität moralische und zivilisatorische Größe.

Der dritte Reflex zielt auf den Zusammenhalt der Gesellschaft. Millionenfach versucht Europa, nicht in die Falle vorschneller Ressentiments zu tappen. Muslime werden vor Generalbeschuldigungen in Schutz genommen - vom Kirchgänger bis zur Kanzlerin beschwören alle, dass man sich nicht in vermeintlich Gute und Böse teilen lassen wolle.

Die vierte Reaktion liegt in der Freiheitsbehauptung. Das Attentat wird als Angriff auf Meinungs- und Pressefreiheit empfunden, aber mehr noch auf die offene Gesellschaft insgesamt. Dagegen wehrt sich ein kollektiver Reflex, man werde sich die Räume dessen, was man kritisieren und worüber man lachen darf, nicht klein bomben lassen, „Jetzt erst Recht“ lautet die Formel des Freiheitswillens, die im klein gezeichneten Witz wie in der großen Weltoffenheit viele Formen findet.

Die fünfte Lektion liegt in der Besinnung auf Demokratie und Recht. Europa reagiert auf den Islamismus mit rechtsstaatlichen Mitteln. Es gibt weder Lynchjustiz noch pöbelnde Mobs noch Schnellverfahren. Täter werden vor Gerichte gestellt. Der Macht der Faust wird die Macht des Rechts entgegen gesetzt.

Die fünf unangenehmen Lektionen
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8 Kommentare zu "What's right?: Die zehn Lektionen von Paris"

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  • Die Europäer haben die Muselmannen schon einmal aus Europa entfernt und sie werden es wieder tun. Die Sache dauerte über 1000 Jahre. Jetzt gehts wieder los, Dank verblödeten
    Regierungen und Gutmenschen.

  • religionen waren immer schon das übel der menschheit. sie dienten immer schon dazu menschen gefügig zu machen oder sie zu unterwerfen oder gar zu massakrieren. da tun sich die einzelnen weltreligionen untereinander gar nichts.der fall in paris ist jetzt in den schlagzeilen. mord ist ein verbrechen. die gründe, warum diese mörder derart ausrasteten bleiben im dunkeln. da ist es weniger aufregend und meistens nur eine randnotiz in den einschlägigen gazetten, wenn man über die beinahe täglich passierenden drohnenmorde informiert wird. wo ist da eigentlich der unterschied. in paris töteten religiöse fanatiker unschuldige, deren arbeit ihnen nicht passte. auf der anderen seite werden ohne rechtsstaaliche mittel wahllos menschen ermordet. die einen rächen einen propheten, die anderen rufen "god bless america". das ergebnis ist eigentlich immer das gleiche. es werden menschen umgebracht. ich glaube, die arroganz des weswtens hat eine saat gesät die keine gute ernte verspricht. immer nur andere länder ausbeuten und nie dafür die rechnung zu bezahlen wird sich nicht ausgehen. aktuelles beispiel nigeria. was shell dort anrichtet und der einheimischen bevölkerung zumutet ist der kapitalismus in seiner hässlichsten form. man stelle sich mal vor, wir hätten hier derartige zustände. nicht auszudenken wie unsere umweltpolitiker rotieren würden. wenn wir die augen permanent davor verschließen welche katatstrophen wir (mit wir meine ich die industriestaaten) in anderen ländern anrichten (egal ob militärisch, ökonomisch oder ökologisch)wird die quittung gigantisch sein.

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  • Merkel´s Bilanz bisher:

    Finanzielle Sicherheit von Millionen Deutschen abgeschafft (Stichwort: "EUR-u. Banken-Rettung"); die Sparguthaben und Renten werden brutal verwässert zu einem Almosen, nicht mehr.
    Innere Sicherheit abgeschafft; durch eine viel zu tolerante Politik ggü. Gewalttätern insb. aus religiösen und linksextremen Milieus (Stichwort ANTIFA; wie gestern ggü. Polizeistation in Leipzig, niemand beklagt sich, alle Etablierten und auch Frau C. Roth schweigt!)
    Die völlig umgesteuerte Zuwanderung riskiert das Tausendfache Einsickern von anti-westlichen Gedankenguts
    Gerechtigkeitssinn abgeschafft: nicht die Leistungsträger werden belohnt, sondern die Drückeberger, Faulenzer, nicht Integrierbaren und eine ganze Mende anderer Unfug im Ausland werden mit satten Mrd Beträgen versorgt, Bsp. die durch und durch korrupte Ukraine.

    Merkel hört eher auf dubiose Leute wie Soros statt ihre Wählerschaft.

    Die Zeiten hier werden definitiv härter, ungemütlicher und unsicherer. Danke Angie und CDUSPDGrüne!

    Nur eine starke AfD kann einen Gegenpunkt setzen. Wähler, egal welcher Couleur, wacht endlich auf!

  • So klang es gestern -----------------------

    Zentralrat der Juden nimmt Muslime gegen «Pegida» in Schutz
    20.12.2014 - 13:55 Uhr
    Berlin (dpa) - Angesichts islamfeindlicher Proteste der umstrittenen «Pegida»-Bewegung nimmt der Zentralrat der Juden die Muslime in Deutschland in Schutz.

    Die Angst vor islamistischem Terror werde instrumentalisiert, um eine ganze Religion zu verunglimpfen, sagte der Zentralratsvorsitzende Josef Schuster. «Das ist absolut inakzeptabel.» Die Vorstellung, Deutschland drohe ein islamischer Staat zu werden, sei «absurd».

    Seit Wochen folgen Tausende Menschen in Dresden Demonstrationsaufrufen einer islamfeindlichen Bewegung namens «Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes» - kurz «Pegida». Sie protestieren gegen eine angebliche Islamisierung des Abendlandes und fordern eine schärfere Asylpolitik. «Pegida» hat mittlerweile Ableger in mehreren Städten.

    Der Zentralrat der Muslime in Deutschland rief dazu auf, sich intensiver mit den «Pegida»-Anhängern auseinanderzusetzen. «Die Ängste, die sie umtreiben, ist die Schere zwischen arm und reich, die größer wird», sagte der Zentralratsvorsitzende Aiman Mazyek am Samstag im rbb-Inforadio.
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    heute lese ich von einem erneuten Anschlag inm jüdischen Vietel.

  • Im August 2001 (noch vor „Nine-Eleven“) fand die 10. internat. islamische Konferenz in Bagdad statt. Daran nahmen muslimische Führer aus 56 islamischen Ländern teil, um eine gemeinsame politische Linie auszuarbeiten. Der Generalsekretär dieser Konferenz Scheich Dr. Abdel Razak Al-Saadi hielt ein Referat über Al-Jihad. Er führte aus, daß Nicht-Muslime zur Gefolgschaft des Islam kommen müssen, entweder aus eigenem freiem Willen, Weisheit und guten Rat, oder durch Gewalt und Mord. Alle Teilnehmer der Konferenz bekannten sich einstimmig (!) zu dem Entwurf dieses politischen Konzepts:
    1. Nach gültigem Islamrecht ist es verboten, den bewaffneten Kampf aufzugeben und Frieden zu schließen, außer die Muslime seien noch zu schwach und die Feinde des Islam wären ihnen zur Zeit überlegen.
    2. Krieg ist das wesentliche Element in der Beziehung zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen
    3. Frieden gibt es nur für diejenigen, die sich der Scharia unterwerfen.
    4. Muslime haben jederzeit das Recht, einen Frieden zu beenden.

    Noch Fragen?

  • Verzichten wir doch einfach auf die Presse. Das meiste ist doch sowieso nur copy+paste. Und wenn einer mal einen guten Kommentar abgibt wird er wahrscheinlich vom Chefredakteur verändert oder nach Anruf aus dem Kanzleramt nicht veröffentlicht. Anders kann ich mir nicht erklären wie die Zonenwachtel 10 Jahre lang das deutsche Volk schon so verarschen kann.

  • diese maljunkte und boesartige medienente glaubt eh keiner mehr. man fraegt sich was das noch alles soll.

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