Widerstand bröckelt Mehrheit in Baden-Württemberg für Stuttgart 21

So schnell ändert sich die öffentliche Meinung: Die Mehrheit der Baden-Württemberger spricht sich inzwischen für das Bahnprojekt Stuttgart 21 aus. Das ergab eine repräsentative SWR-Umfrage, die am Tag nach Heiner Geißlers Schlichterspruch durchgeführt wurde.
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HB STUTTGART. Das Meinungsforschungsinstitut Infratest Dimap hatte im Auftrag des SWR und der "Stuttgarter Zeitung" über 1000 Wahlberechtigte befragt. Demnach sprachen sich 54 Prozent der Befragten für das Projekt Stuttgart 21 und den damit zusammenhängenden Ausbau der Bahnstrecke Wendlingen-Ulm aus. Unter den CDU-Anhängern befürworteten 83 Prozent das Bahnprojekt, bei den Grünen-Anhängern fiel die Zustimmung zu Stuttgart 21 mit 25 Prozent deutlich geringer aus. Gegen Stuttgart 21 sprachen sich 38 Prozent aller Befragten aus.

Grund für die mehrheitliche Zustimmung könnte der Schlichterspruch von Heiner Geißler sein. Dieser hatte sich am Dienstag für einen Weiterbau des unterirdischen Durchgangsbahnhofs ausgesprochen, verlangte aber Nachbesserungen. 68 Prozent der Befragten beurteilten den Schiedsspruch "eher gut", 24 Prozent fanden ihn "eher schlecht".

Anfang September hatte noch eine knappe Mehrheit der Baden-Württemberger das Milliardenprojekt abgelehnt. Laut einer Erhebung des Forsa-Instituts im Auftrag des Magazins "Stern" sprachen sich damals 51 Prozent der Befragten gegen das Bahnprojekt aus, 26 Prozent mit Ja. 23 Prozent waren unentschieden. Unter den befragten Stuttgartern sagten sogar 67 Prozent, dass sie gegen den Umbau des Bahnhofs seien, 30 Prozent waren dafür und drei Prozent unentschieden.

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5 Kommentare zu "Widerstand bröckelt: Mehrheit in Baden-Württemberg für Stuttgart 21"

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  • Die STUTTGARTER ZEiTUNG und SWR gehören seit Jahren zu den befürwortern von Stuttgart 21 und ihre berichterstattung war nie kritisch gegenüber dem bahnprojekt, um keine bürger auf zu schrecken. Würde mich schon interessieren, wo die Umfrage stattgefunden hat.

  • Und die Umfragewerte der Grünen sind auch schon wieder rückläufig! Und das ist gut so!

  • Wie hohl muss man sein, dass man S21-Plus als bessere Lösung ansieht. Oh, der weise Schlichter hat die Schwachstellen aufgezeigt. So so, vielleicht hat er den Projektplanern aber einfach nur den Weg geebnet, um die Kosten noch weiter in die Höhe treiben zu können. Wenn jetzt etwas teuerer wird, dann wird es auf das geforderte "Plus" geschoben. Es ist nichts weiter als ein blankoscheck für Mappus und Grube. Der Schlichter hat jetzt einfach den Spieß umgedreht. Schuld an den höheren Kosten sind jetzt die S21-Gegner. Und plötzlich sind alle dafür. "Ja ich will Steuererhöhungen zur Finanzierung von Prestigeprojekten. Nein, ich möchte nicht, dass Politiker für Fehlplanungen haften müssen. ich bin einverstanden, dass die baukosten ungewiss bleiben. ich bin dafür, dass baufirmen sich am Projekt S21 auf Kosten des Steuerzahlers eine goldenene Nase verdienen dürfen. ich bin sogar für Fahrpreiserhöhungen und für die Ausdünnung des Nahverkehrs. ich bin für Politiker-Diätenerhöhung trotz meiner ständig steigenden Steuern und Abgaben; nur mein Gehalt steigt nicht." ich frag mich, wie weit sich die Volksverdummung in Deutschland noch weiterentwickeln kann? Wie einfach lassen sich die Massen manipulieren? irgendwann steht Merkel vor dem Volk und ruft: "Wollt ihr die totale Verblödung?" Und alle schreien der Führerin zu. Kauft euch eure Flachbildfernseher in HD und 3D und lasst euch weiter von Wirtschaftsbossen und Politikern über den Tisch ziehen. Deutschland ist verloren.

  • Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälschst hast! Wo wurden die 1000 Leute befragt? Vor den Werkstoren der mit dem bau beauftragten Firmen? Diese Zahlen stimmen genauso wie unsere "offiziell" 3 Mio Arbeitslosen, wobei wir doch über 8 Mio Hartz 4-Empfänger haben... ALLES WAHLPROPAGANDA!

  • Na ja, 54% pro Stuttgart 21 ist alles andere als eine überwältigende Mehrheit.
    Wenn bei der Überprüfung der Leistungsfähigkeit herauskommt, dass zusätzliche Gleise nötig sind, dann darf das Projekt auch mehr kosten. Der bahnhof soll ja für die nächsten 50-100 Jahre halten und ein Wachstum beim Schienenverkehr ermöglichen.
    Und die Sicherheit der bahnreisenden hat oberste Priorität.
    Die Schlichtung hat die Schwachstellen des jetzigen Planes offen gelegt. Wenn schon Stuttgart 21 dann nur mit dem Plus...

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