Wie geht es jetzt weiter? Die wichtigsten Fragen zum Amt des Bundespräsidenten

Der Rücktritt von Christian Wulff eröffnet neue Fragen. Wie geht es jetzt weiter? Wer wählt den Nachfolger? Was bekommt Wulff nach seinem Rücktritt? Handelsblatt Online beantwortet die wichtigsten Fragen.
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Schloss Bellevue in Berlin Quelle: dpa

Schloss Bellevue in Berlin

(Foto: dpa)

Berlin/DüsseldorfWie geht es jetzt weiter?
Kurzfristig übernimmt Bundesratpräsident Horst Seehofer die Vertretung des Bundespräsidenten. Doch binnen 30 Tagen muss die Bundesversammlung einen Nachfolger wählen - das regelt das Grundgesetz. Das Gremium kommt ausschließlich zur Wahl des Bundespräsidenten zusammen - Mitglieder sind alle Abgeordneten des Bundestags sowie eine gleiche Zahl von Vertretern der Länder.

Die Mehrheitsverhältnisse in der Bundesversammlung sind denkbar knapp. Noch verfügt die schwarz-gelbe Koalition über eine hauchdünne Mehrheit, die jedoch durch die Neuwahl im Saarland am 25. März weiter schrumpfen dürfte. Union und FDP hätten nach Berechnungen des Internetportals Wahlrecht.de aktuell gegenwärtig nur eine absolute Mehrheit von maximal vier Stimmen in dem Gremium. Gehen CDU und SPD wie erwartet ungefähr gleich stark aus der Neuwahl an der Saar hervor, muss die Union in der Bundesversammlung einen Sitz an die Sozialdemokraten abgeben.

Mit der Landtagswahl in Schleswig-Holstein am 6. Mai könnte die schwarz-gelbe Mehrheit in der Bundesversammlung dann endgültig passé sein. Falls die FDP den Einzug in den Kieler Landtag verpasst, gehen ihre drei Stimmen in dem Gremium verloren. Damit wäre die für die ersten beiden Wahlgänge nötige absolute Mehrheit von Union und FDP wohl dahin - selbst wenn die von ihnen entsandten Wahlleute geschlossen abstimmen würden.

Wer hat die Mehrheit in der Bundesversammlung?
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10 Kommentare zu "Wie geht es jetzt weiter?: Die wichtigsten Fragen zum Amt des Bundespräsidenten"

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  • Ich finde, wir brauchen keinen neuen König oder eine Königin.
    Frau Merkel regelt doch eh Alles.
    Minister und Minsterinnen plus Stellvertreter
    und deren Stellvertreter gibt es auch genug.
    Die Parteivorsitzenden reisen doch auch Alle für " UNS " durch die Welt.

  • Da kann ich meinem Vorredner nur zustimmen. Liebe Handelsblatt-Redaktion: Heute ist Herr Wulff (Bundespräsident a.D.) zurückgetreten. Es muss jetzt innerhalb von 30 Tagen ein neuer BP gewählt werden. Sofern sich an dem in Deutschland gültigen Kalender nichts geändert hat, sollte also die Wahl VOR irgendwelchen Landtagswahlen stattfinden. Somit kann einzig und allein die Koalition (wenn alle mitspielen) den neuen BP bestimmen. Wieso dann die lustigen Rechenspielchen? Ist der Redakteur Mathematiker? War der Artikel noch zu kurz? Werden die Artikel nicht Korrektur gelesen? Fällt sowas nicht auf? Fragen über Fragen . . .

  • Was sollen in diesem Artikel die Hinweise auf mögliche Änderungen der Zusammensetzung der Bundesversammlung nach den Landtagswahlen im Saarland und in Schleswig-Holstein? Die Bundespräsidentenwahl wird doch in jedem Fall VOR diesen beiden Wahlen stattfinden!

  • Hallo,
    warum wird nicht von jeder im Bundestag vertretenen Partei eine geeignete Person benannt und die (wie bisher) Wahlkommission oder besser (neu) die wahlberechtigten Bürger wählen eine ihm geeignet erscheinende Person.
    Die Presse kann/soll in den ca. 30 Tagen ein neutrales(!!!) Dossier von jeder Person erstellen - mehr nicht.

  • hihi, Sie meinen die "enge Vertraute" von Herrn Schröder???

    Dem Mann, der gerade als Gladiator quer durch die CITY gefeiert wird



  • wenn man nachfolgenden Artikel liest, muss man sich net wundern, dass sogar die SPD inzwischen auf einen eigenen Kandidaten verzichtet,

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    Da können wir ja alle von Glück reden, das dieser gewendete Gauck nicht Bundespräsident geworden ist.

    Nicht auszudenken, wenn der erste Mann im Staate, als offizieller Vertreter der Bundesrepublik, den Demonstrierenden dieser Welt offiziell erklärt hätte, wie “unsäglich albern” er sie findet.


    . Ob er wohl gegenüber seinem Führungsoffizier Hauptmann Terpe als IM “Larve” auch über die ersten Montagsdemontrationen 1989 in leipzig berichtet hat, wie “unsäglich albern” er diese fand? So schnell kann es gehen, da geht ein Volk friedlich auf die Straße und schon verliert ein Pseudobürgerrechtler seine ganzen Privilegien, die er mit den DDR-Oberen ausgehandelt hatte. Aber einen Wendehals kann halt so schnell nichts erschüttern. Schnell war er wieder auf der “richtigen” Seite und dabei ist ihm ganz egal, Welche. Erst war er Bundespräsidentenkandidat für die CDU, später dann für die SPD. Völlig egal, Hauptsache man darf weiterhin mit an die Tröge der Mächtigen.


    Gauck ist alles, vor allen Dingen ein Ich-Mensch, ganz selten ein Vertreter des christlichen Glaubens, auch von menschlicher Nächstenliebe ist er weit entfernt und schon gar kein Vorbild für Demokratie und Freiheit.

  • Letzlich ist Christian Wulff selber schuld und nicht die Medien. Offenheit, Transparenz und Uneigennützigkeit predigen und selber verheimlichen und alles mitnehmen, das passt nunmal nicht zusammen. Der Dieb kann den Kaufhausdetektiv ja auch nicht für seinen Diebstahl verantwortlich machen.

    Ich hoffe, dass unser neuer Bundespräsident nicht ein alteingessener Politiker wird, dem man damit nochmals Ehre zukommen lassen will.

    Mir würde Margot Käßmann sehr gefallen. Leider wird sie es aus unterschiedlichen Gründen (ebenfalls Hannover, Alkoholfahrt, Frau mit eigener Meinung,...) wohl nicht werden.

  • Stimmt, was mich stutzig macht ist, dass unter Gauck viele Stasi-IM in seiner Behörde gearbeitet hatten, die man angeblich nicht loswerden kann mit Kündigung. Also Stasi-IM waren für die Aufarbeitung der Gauck-Behörde zuständig. Eigentlich ein Treppenwitz.

  • hihi, der Abschaum fühlt sich wohl erwischt: 12.03 Uhr:



    Der Deutsche Journalisten-Verband weist den Vorwurf einer Kampagne im Fall des zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff zurück.

    „Es ist die Pflicht der Journalistinnen und Journalisten, über politische Affären und Skandale im Sinne der Auftraggeber zu berichten“, sagt DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Er fügt hinzu: „Davon ist auch das deutsche Staatsoberhaupt nicht ausgenommen.“

    Die Intensität der Berichterstattung in den letzten Monaten sei die Folge von „zahllosen Ungereimtheiten und möglicherweise auch strafrechtlich relevanten Vorgängen“, so Konken weiter.

    Für die politischen Folgen von einseitigen Enthüllungen seien nicht die Journalisten verantwortlich, sondern die zahlenden Auftraggeber.

  • Bitte Herr schöder, der ist sehr geschätzt bei der CITY oder der FED, den Notenbaken.

    Bitte nicht Herrn Gauck, denn der mit seiner STASI-Vergangenheit wird der nächste Rohrkrepierer.

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