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Winfried Kretschmann Der Grünen-Politiker – ein Dorn im Auge der Umwelthilfe

Die Deutsche Umwelthilfe will mit einer Beugehaft gegen den Stuttgarter Regierungschef Fahrverbote für den Euro-5-Diesel erreichen.
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„Ich halt’ von dieser Moralisiererei wenig“. Quelle: imago images / Emmanuele Contini
Winfried Kretschmann

„Ich halt’ von dieser Moralisiererei wenig“.

(Foto: imago images / Emmanuele Contini)

Berlin Den baden-württembergischen Regierungschef fasziniert die Innovationskraft im Ländle. Dinge zu verbieten ist seine Sache nicht. Mit Fahrverboten tut sich der Grüne Winfried Kretschmann schwer – zum Ärger der Deutschen Umwelthilfe, die wegen angeblich zu geringer Bemühungen für saubere Luft in Stuttgart Beugehaft gegen den 71-Jährigen beantragt hat.

Die Staatsregierung will den Antrag nicht kommentieren, aber sie vermutet das Recht auf ihrer Seite. Die Luftwerte entwickelten sich positiv, hieß es auf Nachfrage. Womöglich wird es auf einzelnen Strecken Fahrverbote für den Euro-5-Diesel geben – flächendeckend nicht. Die geforderte Fortschreibung des Luftreinhalteplans mit konkreten Maßnahmen soll bald vorgelegt werden. Bislang gelten nur Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge in der Landeshauptstadt.

Kretschmann ist Pragmatiker durch und durch. Sein Motto: mit grünen Ideen schwarze Zahlen schreiben – und die Wirtschaft als „natürlichen Verbündeten“ begreifen. Von Populismus hält er nichts. „Ich halt’ von dieser Moralisiererei wenig“, sagte der Grünen-Politiker der dpa mit Blick auf die Klimadebatte und die mögliche Einführung eines CO2-Preises.

„Rumzumoralisieren ist Aufgabe von Eltern, von Erziehern, von Kirchen, von Philosophen, von der Gesellschaft überhaupt – aber nicht von der Politik.“ Die Frage, was die Menschen essen und wie sie sich fortbewegen, „ist Bestandteil der persönlichen Lebensführung“.

Er selbst übrigens fährt privat einen Mercedes-Diesel der Euro-6-Norm. Dass er einst gesagt hatte, in der S-Klasse von Daimler fühle er sich „wie eine Sardine in der Büchse“, hat seiner Treue zu dem Stuttgarter Unternehmen keinen Abbruch getan.

Für seine Dienstfahrten in der Stadt nutzt der 1,93 Meter große Regierungschef mit dem sogenannten GLC F-Cell heute aber ein kompakteres und umweltfreundlicheres Modell, das nicht nur über eine Brennstoffzelle zur Stromgewinnung aus Wasserstoff verfügt, sondern auch über eine große Batterie, die an der Steckdose geladen werden kann.

Mehr: Umwelthilfe beantragt Beugehaft gegen Ministerpräsident Kretschmann – Die Deutsche Umwelthilfe will ein flächendeckendes Fahrverbot für Euro-5-Diesel in Stuttgart durchsetzen. Daher geht sie nun juristisch gegen Mitglieder der Landesregierung vor.

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1 Kommentar zu "Winfried Kretschmann: Der Grünen-Politiker – ein Dorn im Auge der Umwelthilfe"

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  • Ein, wie ich finde, interessanter Artikel in der Zeitschrift "Capital" über das Geschäftsmodell der Umwelthilfe...

    https://www.capital.de/wirtschaft-politik/das-fragwuerdige-geschaeftsmodell-der-umwelthilfe

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