Wirtschaft lobt Koalitionsbeschlüsse „Sprache ist das A und O“

Die Koalitionspläne, mehr Geld in die Flüchtlingsarbeit stecken zu wollen, kommen bei der Wirtschaft gut an. Sie seien ein wichtiger Schritt für eine bessere Integration der Betroffenen in den Jobmarkt.
„Vor allem der schnellere Zugang zu Integrationskursen und berufsbezogenen Sprachkursen ist eine entscheidende Voraussetzung für eine anschließende erfolgreiche Ausbildung“, sagt Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer. Quelle: dpa
Deutschkurs für Asylbewerber

„Vor allem der schnellere Zugang zu Integrationskursen und berufsbezogenen Sprachkursen ist eine entscheidende Voraussetzung für eine anschließende erfolgreiche Ausbildung“, sagt Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer.

(Foto: dpa)

BerlinDie Wirtschaft hat die Koalitionspläne in der Flüchtlingskrise als wichtigen Schritt für eine verstärkte Integration der Betroffenen auf dem Jobmarkt begrüßt. „Vor allem der schnellere Zugang zu Integrationskursen und berufsbezogenen Sprachkursen ist eine entscheidende Voraussetzung für eine anschließende erfolgreiche Ausbildung“, sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Die Beschlüsse seien eine gute Basis, das Engagement des Handwerks bei der Ausbildung von Flüchtlingen auszubauen.

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, sagte: „Für Flüchtlinge mit Bleibeperspektive ist die deutsche Sprache das A und O.“ Die geplante Aufstockung der Mittel für die Deutschförderung sei ein entscheidender Baustein. „Auch die Erleichterungen beim Arbeitsmarktzugang durch Öffnung der Zeitarbeit können helfen beim Einstieg in Beschäftigung.“

Auf der Reise nach Westen
Das Warten auf die Abfahrt
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Rund 4000 Flüchtlinge, die in Ungarn auf ihrem Weg nach Westeuropa gestrandet waren, sind am Samstagmorgen mit Bussen nach Österreich gebracht worden. Diese Zahl gab Polizeisprecher Helmut Marban vor Reportern bekannt.

Zu Fuß gen Westen
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Am Freitag hatten sich etwa 2000 verzweifelte Flüchtlinge, die nicht in Ungarn registriert werden wollten, vom Budapester Bahnhof Keleti zu Fuß Richtung Westen aufgemacht.

Zu Fuß gen Westen
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Die Flüchtlinge hatten am Freitag bis zum Einbruch der Nacht rund 25 Kilometer des 171 Kilometer langen Weges zur österreichischen Grenze geschafft.

Ungarn schickt Flüchtlinge in Bussen zur Grenze
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Ungarn stellte in der Nacht Busse bereit, um sie und andere gestrandete Flüchtlinge nach Österreich zu bringen. Deutschland und Österreich hatten sich zuvor darauf verständigt, die Menschen einreisen zu lassen. Österreich stellte ihnen in Aussicht, Asyl zu gewähren. Doch die meisten wollen nach Deutschland weiterreisen.

Ankunft in Nickelsdorf
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Am Samstagmorgen erreichten rund 4000 Flüchtlinge die ungarisch-österreichische Grenze mit dem Bus. Das letzte Stück nach Nickelsdorf aber mussten sie zu Fuß zurücklegen.

Ankunft in Nickelsdorf
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Auf der österreichischen Seite der Grenze bereiteten Helfer des Roten Kreuzes den ankommenden Flüchtlingen am Samstagmorgen mit Tee und anderen Hilfsgütern einen herzlichem Empfang. In einer Notunterkunft im Grenzort Nickelsdorf standen Betten bereit.

Flüchtlinge auf dem Weg nach Salzburg
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Ein Sonderzug mit etwa 450 Flüchtlingen ist am Samstag in Salzburg angekommen. Der aus Ungarn kommende Zug sei gegen 10.50 Uhr eingetroffen, wie ein Polizeisprecher vor Ort der Deutschen Presse-Agentur sagte. Salzburg liegt direkt an der Grenze zu Deutschland. Der Zug sollte nur kurze Zeit am Bahnhof halten und dann nach München weiterfahren.

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer begrüßte das beschlossene Paket, mahnte aber weitere Rechtsänderungen an. Zu restriktiv sei etwa die Vorrangprüfung, nach der während 15 Monaten geprüft wird, ob ein Deutscher für einen Job zur Verfügung steht. „Die deutsche Wirtschaft wird alle Anstrengungen unternehmen, damit wir die bestmögliche Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beschäftigung gemeinsam meistern“, sagte Kramer.

Flüchtlinge müssten aber während der gesamten Ausbildung vor Abschiebung geschützt sein.

  • dpa
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