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Wirtschaft lobt SPD-Abgeordnete Ypsilantis Scheitern beflügelt Börse

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Offiziell äußerte sich Fraport am Montag nicht zu der Entwicklung. In Branchenkreisen hieß es allerdings, Fraport bleibe zurückhaltend, um die hessische SPD nicht zu düpieren. Denn tatsächlich hatte die Landtagsfraktion den Flughafenausbau stets unterstützt. Allerdings mussten die Sozialdemokraten ihre Position in den Koalitionsverhandlungen mit den Grünen aufgeben.

Auch die Papiere von K+S legten nach dem Rückschlag für Ypsilanti zu und notierten zeitweise sieben Prozent im Plus. Der Düngemittel-Hersteller stand wegen Salzeinleitungen in die Werra bei SPD und Grünen besonders stark in der Kritik. Die beiden Parteien hatten vereinbart, die Werra bis 2020 wieder zu einem "naturnahen Gewässer" zu machen. Auf K + S wären enorme Belastungen zugekommen.

Großes Lob der Wirtschaft ernteten die vier SPD-Abgeordneten, die den Stein am Montag ins Rollen brachten: "Es ist ein gutes Zeichen für die parlamentarische Demokratie, wenn Abgeordnete ihrem Gewissen folgen. Für den Standort Hessen ist es erfreulich, dass der beschäftigungsfeindliche Koalitionsvertrag jetzt nicht Realität wird", sagte DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun, dessen Unternehmen, der Medizintechnikhersteller B. Braun, seinen Sitz im hessischen Melsungen hat. Braun sprach sich für Neuwahlen in Hessen aus und schlug als Termin die Europawahlen im Juni kommenden Jahres vor.

Die Vereinigung hessischer Unternehmerverbände (VhU) äußerte sich erleichtert über die Entwicklung. Die Verschleppung des Flughafenausbaus und die Verzögerung oder Verhinderung weiterer Infrastrukturprojekte sowie der Umbau der Energieversorgung hätten für Hessen überaus negative Konsequenzen gehabt. Man müsse daher nun genau das Gegenteil von dem tun, was Rot-Grün gewollt habe: "Wir müssen jede Chance zur Beschleunigung der Infrastrukturprojekte und insbesondere des Jobmotors Flughafen nutzen", sagte VhU-Chef Volker Fasbender.

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