Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Wirtschaftskriminalität Schäden in Deutschland erreichen Milliardenhöhe

80 Prozent der bekannten Schäden durch organisierte Kriminalität in Deutschland entsteht durch Wirtschaftsdelikte. Diese Zahlen stellte das Bundeskriminalamt vor. Einen Großteil macht die Geldwäsche aus. Doch wird es in Zeiten elektronischer Zahlungsströme immer schwieriger, den schmutzigen Geschäften beizukommen. Das Verbrechen hat sich globalisiert.
5 Kommentare
Selten sind Geldströme im Zeitalter elektronischer Zahlungswegs leicht aufzuspüren. Quelle: dpa

Selten sind Geldströme im Zeitalter elektronischer Zahlungswegs leicht aufzuspüren.

(Foto: dpa)

rks/HB BERLIN. Wirtschaftskriminalität macht in Deutschland mittlerweile 80 Prozent des bekannten Schadens durch organisierte Kriminalität aus. Der Chef des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, hob bei der Vorstellung dieser Zahlen den illegalen Handel und Umsatzsteuerbetrug mit Emissionsrechten übers Internet hervor. Insgesamt, so weist das BKA -"Bundeslagebild" für 2009 eine Schadenshöhe von 1,08 Milliarden Euro (2008: 467 Millionen) aus. Anlage- und Kreditbetrug sowie Insolvenzdelikte, Computerbetrug und Kontoeröffnungsbetrug sind die beliebtesten Varianten dieser Form organisierter Kirminalität.

In fast 90 Prozent aller Verfahren wegen organisierter Kriminalität erfolgten Finanzermittlungen, bei einem Drittel stießen die Ermittler auf Geldwäsche. Die deutschen Behörden haben aber zunehmende Probleme bei der Vermögenssicherung. Wie Ziercke sagte, transferieren die international agierenden Straftäter illegal erlangte Vermögenswerte umgehend ins Ausland und entziehen sie somit dem deutschen Zugriff. Auch die Beweissicherung wird immer schwieriger. Ziercke: "Die Bekämpfung der Geldwäsche wird zudem durch neue elektronische Zahlungssysteme im Internet konterkariert." Bundesinnenminister Thomas de Maiziere kommentierte die Statistik: "Der Internationalität der organisierten Kriminalität müssen wir die Internationalität unserer Strafverfolgungsbehörden entgegensetzen."

Tatsächlich ermöglichen es die globalisierten Handels- und Kommunikationswege den internationalen Netzwerken, nationale Strukturen immer schneller und leichter zu unterminieren. Vor dieser nur schwer kontrollierbaren "Globalisierung des Verbrechens" warnt auch das Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung der Vereinten Nationen (UNODOC): "Transnationale Kriminalität ist eine Bedrohung für Frieden und Entwicklung und sogar für die Souveränität von Nationen". Die OK habe sich zu einer der "weltweit führenden wirtschaftlichen Kräfte" entwickelt. Experten schätzten den jährlichen Gewinn der Untergrund-Wirtschaft auf hunderte von Milliarden Euro.

De Maizière bekräftigte seine Forderung nach einem neuen Gesetz für die so genannte Vorratsdatenspeicherung. Die Ermittler bräuchten die Möglichkeit, die Kommunikationswege der Täter aufzuklären. Anfang März hatte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe die bisherige gesetzliche Regelung gekippt. Damit können Telefon- und Internetdaten nicht mehr ohne Anlass für sechs Monate gespeichert werden. Das neue Gesetz müsste aus dem Haus von Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) kommen, die jedoch keine Eile sieht.

Im vergangenen Jahr wurden 579 Ermittlungsverfahren in Deutschland zur organisierten Kriminalität geführt. Das waren vier mehr als 2008. De Maizière wertete dies positiv: "Wir rechnen damit, dass mehr Ermittlungsverfahren mehr Aufklärung bedeutet." Zugleich sank die Zahl der Tatverdächtigen, gegen die sich die Ermittlungen richteten. Mit 9294 Verdächtigen wurde der niedrigste Stand seit 2000 erreicht.

Startseite

5 Kommentare zu "Wirtschaftskriminalität: Schäden in Deutschland erreichen Milliardenhöhe"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Richtig ich habe auch ein Projekt und was haben unser akademischen Eliten Karlsruhe getan?

    Das Dokument zerissen.

    Doc hwas genau hat ihnen nicht gepasst, den Eliten?

    Die Aussage das bahnsicherheit in Leiharbeit erledigt wird, ist eines der Themen.

    Für das Projekt wurde ein eigener Verein gegründet es wurden 1 Millarde Forschungsgeld bereitgestellt.

    Lasst und das Thema doch mal so angehen wie ich es definiert habe?

  • Eben die Schiffsfonds, die zahlreiche nbauprojekte und sowweiter ,alles legale Projekte. Der Staat und Steuerzahler finanziert dies, und die die legal handelnden Wirtschaftsträger kassieren ab.

    Na und wer hat diese ganzen Projekte definiert?

    Unsere akademischen Hochschulabsolventen!

  • Globalisierung ist Schuld? Nein, nur unsere Politiker und Juristen. Sie haben Deutschland zum Täterschutzstaat gemacht. Die Täter werden bei uns mit allen Mitteln geschützt und die Opfer lächerlich gemacht. Wir wollen nur Täter und unsere sozialstaatverachtende Personen haben. Deutsche dürfen Sie wunschgemäß nicht beherrschen. Wir bedeutet natürlich nur unsere Politiker und Juristen!

  • Mit Schiffsfonds wurden die Anleger in der bRD auch um 20 Milliarden Euro betrogenund müssen noch nachschiesen, jetzt wird mit Flugzeugfonds das Spiel wiederholt. Filmfond u. geshlossene imobilienfonds sind auch nichts mehr wert. Gerichte und Staat schauen nur zu. im Endeffekt zahlt nur der Kleine

  • Deutschland ist ein Paradies für die OK!!! bei den Strafen was denen hier blühen und bei den Mitteln die sie einsetzen, wird so einem Kommissar kurz mal das bild seiner Kinder gezeigt, schon werden die Ermittlungen eingestellt. Genauso beim Staatsanwalt etc. Die OK ist immer 10 Schritte voraus und muss sich an keine Gesetze halten. Die beamten sind entweder korrupt oder ihnen ist ihr Leben und dass ihrer Familie wichtiger als ein paar Mafiosi, die es Mittlerweile in jeder kleinen Stadt gibt. Die Verteilernetze und Netzwerke sind so gut aufgebaut, dass man mit Drogen, Waffen, Prostitution, betrug, illegales Glücksspiel ein Vermögen machen kann.
    Die Justitz kann oder will nichts machen, ähnlich wie in italien! Hier sind mittlerweile alle Mafiaorganisationen der Chinesen, italiener, der Russen, Polen, Rumänen, der deutschen und türkischen, Albanischen, Kurdischen Mafia vetreten und dass Geld wird gewaschen durch immobilienkäufe, Autokäufe, Geldverleih an Landsleute, Gstronomie, etc. Der Kommissar meint, dass es sogar vom Staat gedeckt wird, denn Geld stinkt nicht auch nicht dass aus kriminellen Straftaten. Es wird ja teilweise wieder investiert und hat somit aber auch die Gesellschft unterhöhlt.
    Es ist natürlich mittlerweile normal, wenn ein Pizzabäcker innerhalb von 5 Jahren 3 Häuser gekauft hat, einen Porsche fährt und gleichzeitig noch ein 4 köpfige Familie ernährt. Aber sind wir doch mal ehrlich, dass was die banken und Konzerne machen ist doch nichts anderes, bloß dass sie sittenwidrige Geschäftspraktikebn betreiben und die Summen der Schäden durch Korruption, Untreue, betrug, Wirtschaftsspionage um ein vielfaches höher sind.

Serviceangebote