Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Wirtschaftskrise Deutsche Außenpolitiker bieten Russland Hilfe an

Die Sanktionen des Westens entfalten ihre verheerende Wirkung: Die russische Wirtschaftskrise verschärft sich zusehends. EU und Bundesregierung sind besorgt. Erste Politiker denken über Hilfen für Moskau nach.
81 Kommentare
Kreml-Chef Wladimir Putin kämpft um die Zukunft seines Riesenreichs. Quelle: dpa

Kreml-Chef Wladimir Putin kämpft um die Zukunft seines Riesenreichs.

(Foto: dpa)

Berlin Der Verfall des Rubels und die Wirtschaftskrise in Russland bringen Bewegung in den Konflikt zwischen Moskau und dem Westen wegen der Ukraine. „Wenn Russland uns um Hilfe bitten sollte, sollten wir das ernsthaft prüfen“, sagte der außenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Omid Nouripour, dem Handelsblatt (Online-Ausgabe). „Allerdings gelten dafür dann die üblichen Bedingungen des IWF und der EU.“ Dazu gehörten auch kritische Fragen nach den milliardenschweren Militärausgaben des Landes in der Ukraine.

Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende der deutsch-ukrainischen Parlamentariergruppe, Karl-Georg Wellmann (CDU). „Wir haben kein Interesse an einer ökonomischen Desintegration Russlands. Die Sanktionen können sehr schnell zurück gefahren werden“, sagte Wellmann dem Handelsblatt. Es sei aber an Russland, dafür die Voraussetzungen zu schaffen. „Allerdings sind die Sanktionen nur ein kleiner Teil der Ursachen für den wirtschaftlichen Niedergang Russlands“, fügte Wellmann hinzu. „Es ist unbedingt notwendig, endlich umfassende Strukturreformen in Wirtschaft und Gesellschaft anzugehen.“

Auch die Bundesregierung äußerte sich besorgt. „Die Lage ist tatsächlich ernst“, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Martin Schäfer. Regierungssprecher Steffen Seibert ergänzte, die Bundesregierung beobachte die Entwicklung in Russland aufmerksam. Er betonte, dass die Krise nicht vorrangig auf die von EU und USA im Zuge des Ukraine-Konflikts gegen Russland verhängten Wirtschaftssanktionen zurückgehe. Die Krise habe verschiedene Ursachen, von denen die meisten schon vor dem Ukraine-Konflikt angelegt gewesen seien, sagte Seibert, ohne konkreter zu werden.

Auch in Brüssel ist die sich verschärfende Krise ein Thema. Unmittelbar vor dem EU-Gipfel hieß es aus EU-Kommissionskreisen in Berlin: „Niemand hat Interesse daran, dass die russische Wirtschaft in eine tiefe Depression stürzt.“

Die Staats- und Regierungschefs der 28 EU-Länder werden sich am Donnerstag und Freitag auch mit der Lage in der Ukraine und dem Konflikt mit Russland beschäftigen. Russland müsse zu den Verpflichtungen aus dem Minsker Abkommen zurückfinden, betonte ein Kommissionsvertreter in Berlin. Im September hatten die Konfliktparteien in der weißrussischen Hauptstadt eine Waffenruhe vereinbart.

Moskau reagiert mit Verkauf von Devisenreserven
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Wirtschaftskrise - Deutsche Außenpolitiker bieten Russland Hilfe an

81 Kommentare zu "Wirtschaftskrise: Deutsche Außenpolitiker bieten Russland Hilfe an"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • unsere Außenpolitiker bieten RUS ihre Hilfe an und täglich gibt es neue Sanktionen? mal ernsthaft gefragt: kommt der bestellte krieg noch vor Weihnachten, verarscht ihr uns weiter, oder nehmt ihr uns vorher wegen der Finanzkrise noch schnell das Geld ab, bevor ihr uns in den Krieg schickt?

  • >> Die Sanktionen des Westens entfalten ihre verheerende Wirkung >>

    Insbesondere kommen WESTLICHEN INVESTOREN in Mitleidenschaft !

    Durch die RUBELABWERTUNG verlieren die Investoren enorme Summen an Geld !
    Einfaches Beispiel :

    Ein Investor kommt nach Russland und kauft auf der Börse in Moskau Aktien Russischer Firmen für sagen wir mal 1 Mrd. € .

    Beim Kauf der Aktie hat dieser Investor die 1 Mrd. € in 44 Mrd. Rbl. umgetauscht ! Mit der Aktion hat der Investor zweierlei bewirkt. Er hat den Rbl. gestärkt, weil er Rubel gekauft hat und hat die Aktien mit seiner Nachfrage in die Höhe getrieben.

    Jetzt verläßt der Investor Russland, weil die Sanktionen es so wollen. Für seine investierten 44 Mrd. Rubel bekommt er beim Rücktausch ( Kurs 88 ) nur noch 500 Mio. € zurück ( die Rubels kann er ja nicht mitnehmen, was SOLL ER MIT DENEN MACHEN ? ).

    Und mit dem Verkauf seiner Russischen Aktien wird er schon Verluste gemacht haben, zumal die viel billiger geworden sind.

    Summasummarum : der Westliche Investor hat in Russland aus 1 Mrd. € dank Sanktionen höchstwahrscheinlich nur noch ca. 300 Mio. € übrig.

    Jetzt kann man sehen , wem der Rubelverfall mehr Schaden angerichtet hat !

  • Woher haben Sie dann dieses Wissen? Aus der Bildzeitung?

  • Wahrscheinlich haben die Russen Tunnels so wie die Palästinenser in der Israel an der Grenze zur Ukraine gebaut. Und dadurch werden die Panzer und Waffen in die Ukraine geschafft. :-)

  • Herr Klein. Wer hier der bessere Warloard ist sei dahingestellt. Zumindest haben die USA mehrere und viel bessere Warloards im Angebot.

  • Solange wir eine Kanzlerin haben die von den USA gesteuert Politik macht wird sich nicht ändern.
    Russland wird sich wieder erholen und wir Europäer werden alt aussehen. Wenn bis dahin nicht schon ein Krieg Europa zerstört hat.

  • Mir fällt in diesem Zusammenhang eigentlich eine Frage ein:
    Was haben die USA eigentlich in der Ukraine zu suchen. Ist es nicht in erster Linie eine Sache zwischen der EU, der Ukraine und Russland wenn ein Abkommen mit der EU abgeschlossen wird?
    Müssen sich die USA überall einmischen?
    Was jetzt abläuft ist ganz klar ein Wirtschaftkrieg gegen Russland. Ich glaube den Hauptschaden werden die Europäer davon tragen. Russland wird sich wieder erholen und gestärkt daraus hervorgehen. Sobald Russland seine Rohstoffe in Rubel handeln wird, wird die Nachfrage nach dem Dollar zurückgehen.

  • Unsere fremdgesteuerten Medien müssen enttarnt und abgeschaltet werden, wirklich freie und ehrliche Berichterstattung mussen wieder tagesreale Nachrichten senden

  • ja, definitiv, dieses verlogene Dreckspack in Amiland rührt wieder die Giftmischung an!!
    Wie üssen uns von diesem aufdringlichen, kriegstreibenden und heuchlerisch verlogenen Amis frei machen !!!

  • Man gewinnt schon den Eindruck, dass es nicht die intelligentesten Deutschen Außenpolitiker sind – sofern wir überhaupt welche besitzen – die sich hier zur Wirtschaftsentwicklung in Russland äußern.

    Nehmen wir doch als Beispiel Wellmann von der CDU, den Vorsitzenden der “Deutsch-Ukrainischen Parlamentariergruppe“. Noch vor 5-6 Monaten waren ihm die Sanktionen gegen Russland viel zu lasch und man hatte in den Talkshows, in denen er herum saß, den Eindruck, dass er am liebsten selbst mit dem Stahlhelm in die Ostukraine gefahren wäre. Nur seine wichtige Tätigkeit in dieser Spezialgruppe hinderte ihn daran.

    Was hatte er denn geglaubt was passiert? Russland gibt nach 3 Monaten auf und die Sanktionen haben keine Auswirkung auf die deutsche Wirtschaft? OK, von verschiedenen Wirtschaftsexperten wurde es so suggeriert. Aber konnte oder kann er nicht eigenständig denken?

    Das Gleiche gilt auch für sein Pendant Michelbach von der CSU – Ehrendoktor der Uni Kiew. Was ist er nicht alles?

    Michelbach gehört dem Präsidium der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels an. Außerdem seit 2000 Landesvorsitzender der Mittelstands-Union und stellvertretender Bundesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU.

    Dieser Chefstratege forderte im Frühsommer eine schnelle Verschärfung der Sanktionen um Russland in die Knie zu zwingen. Ich hatte mir damals schon gedacht, wenn er Beamter im höheren Dienst wäre na ja,ohne Wirtschaftsbezug – er weiß es einfach nicht besser. Aber bei den Ämtern die er ausübt?

    Was ich nicht vergessen wollte, neben seiner Abgeordnetendiät verdient er noch € 250.000 jährlich.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote