Wohnraum für Flüchtlinge Attacke auf das Eigentum

Immer mehr Kommunen beschlagnahmen Immobilien, um Flüchtlinge unterzubringen. Fachleute warnen bereits vor Eingriffen in Grundrechte. Einige Städte greifen zu noch drastischeren Mitteln.
Ein Viertel der 160 Unterkünfte befindet sich in städtischem Besitz. Quelle: Reuters
Flüchtlinge in Mülheim an der Ruhr

Ein Viertel der 160 Unterkünfte befindet sich in städtischem Besitz.

(Foto: Reuters)

Berlin, Düsseldorf Es ist eine brachiale Aktion, die Deutschland bislang nur in Extremsituationen erlebt hat: Der Staat beschlagnahmt leer stehenden Wohnraum – im aktuellen Fall, um Flüchtlinge unterzubringen.

Die entsprechenden Gesetze dafür wurden bereits nach Kriegsende 1945 verabschiedet. Damals sollte den vielen Heimatvertriebenen schnell ein Dach über dem Kopf beschafft werden. Nun geht es um eine ähnlich chaotische und schon jetzt historische Entwicklung: Angesichts immer neuer Prognosen über den Zustrom von Flüchtlingen greift in einigen Kommunen die Panik um sich, wie die Asylsuchenden bis zum Einbruch des Winters untergebracht werden sollen.

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