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Wolfgang Herrmann Akademiker im Streit: Privathochschule ESMT ließ Präsidenten der TU München abblitzen

TUM-Präsident Wolfgang Hermann wollte die private Hochschule gerne übernehmen – daraus wurde nichts. Jetzt übt er Kritik, einige empfinden das als Nachtreten.
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Herrmann hatte die ESMT in einem Handelsblatt-Interview zuvor als „überflüssig“ bezeichnet. Quelle: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH
European School of Management and Technology

Herrmann hatte die ESMT in einem Handelsblatt-Interview zuvor als „überflüssig“ bezeichnet.

(Foto: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH)

Berlin Die European School of Management and Technology (ESMT) wehrt sich gegen Kritik des Präsidenten der Technischen Universität München (TUM), Wolfgang Herrmann. „Ich erachte Ihre Vorgehensweise, derartige Bewertungen anderer Universitäten über die Medien zu verteilen, unter Kollegen als ungewöhnlich. Ihre Aussagen sind zudem falsch“, schreibt Jörg Rocholl, Präsident der privaten Hochschule in einem Brief an Hermann, der dem Handelsblatt vorliegt.

Hermann hatte zuvor in einem Interview mit dem Handelsblatt die von der deutschen Wirtschaft gegründete Business School als „überflüssig“ bezeichnet und gesagt, dass mit der Schaffung der ESMT „große Unternehmen für ein vermeintliches Renommierprojekt Unmengen Geld verbrannt hätten, statt es der Spitzenforschung zu geben“. Indirekt bezeichnete der TUM-Präsident die Hochschule als „verlängerte Werkbank der Industrie“.

In dem Antwortbrief an Hermann verweist die Hochschule nicht nur darauf, dass „die wissenschaftlichen Artikel unserer Forscherinnen und Forscher regelmäßig in den einflussreichsten internationalen Journals veröffentlicht werden“. Es wird auch der einflussreiche Wissenschaftsrat zitiert, der im Oktober 2018 über die ESMT feststellte: „Die bisherigen Forschungsleistungen zeigen, dass es der ESMT damit bereits gelungen ist, sich als forschungsorientierte Hochschule international sichtbar zu positionieren. Dies zeugt von der hohen Reputation der Hochschule in der Forschung“.

Eine Entwicklung, die sich offenbar schon vorher bis nach München herumgesprochen hatte. Nach Informationen des Handelsblatts hätte Herrmann in seiner Eigenschaft als TUM-Präsident die ESMT nämlich gerne selbst übernommen. Dazu fanden auch mehrere Gespräche statt.

Von der Seite der ESMT habe es aber nie Interesse gegeben, wie eine mit der Sache vertraute Person sagte. Die ESMT habe sich immer internationaler aufgestellt gesehen als die TUM. Diesen Weg wollte man nicht verlassen, auch um die hauptsächliche Fokussierung der TUM auf Deutschland zu vermeiden. Der Erfolg der ESMT habe gezeigt, dass diese Entscheidung richtig gewesen sei.

ESMT-Präsident Rocholl schreibt in dem Brief weiter: „Lassen Sie uns die ESMT und die TUM School of Management in sportlich fairem Wettbewerb vergleichen.“ lm Europa-Gesamtranking der ,,Financial Times“, deren Ranglisten international die größte Bedeutung erfahren würden, habe die ESMT Platz24 erreicht. Die TUM School of Management hingegen rangiere auf Platz79. Wolfgang Hermann war für eine Stellungnahme auf Anfrage des Handelsblatts nicht zu erreichen.

Mehr: Start-up-Kultur – Wie Unis zur Keimzelle für Unternehmen werden.

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