Wulffs Versprechen 400 Fragen, aber keine 400 Antworten

Bundespräsident Wulff versprach in seinem TV-Interview Transparenz und Antworten auf "400 Fragen" - doch diese sollen nun doch nicht veröffentlicht werden. Die Gründe sind juristischer Natur.  
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Bundespräsident Christian Wulff steht vor einer Flagge. Quelle: Reuters

Bundespräsident Christian Wulff steht vor einer Flagge.

(Foto: Reuters)

Berlin„Der im Mandantenauftrag geführte Schriftverkehr zwischen Anwälten und Dritten fällt unter die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht“, sagte Lehr dem Berliner „Tagesspiegel“. „Aus diesem Grund sowie aus Gründen der praktischen Handhabbarkeit für alle Beteiligten ist eine zusammenfassende Stellungnahme erfolgt“, sagte der Rechtsanwalt.

In seinem Interview mit ARD und ZDF hatte Wulff dagegen gesagt: „Ich geb' Ihnen gern die 400 Fragen, 400 Antworten.“

Wulffs Anwalt wies erneut die Darstellung der „Bild“-Zeitung zurück, der Präsident habe die Berichterstattung über die Affäre verhindern wollen. Mit seinem Anruf beim Chefredakteur des Blattes habe Wulff lediglich versucht, die Berichterstattung zu verschieben, versicherte Lehr.

Der Anwalt betonte zugleich, es sei die Entscheidung der „Bild“-Zeitung, ob sie die Mailboxnachricht veröffentlichen wolle oder nicht. Bislang hält das Blatt an der Linie fest, ohne Zustimmung des Bundespräsidenten diese Nachricht nicht zu veröffentlichen. Wulff hatte abgelehnt.

  • dapd
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15 Kommentare zu "Wulffs Versprechen: 400 Fragen, aber keine 400 Antworten"

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  • Weil die Fragen teilweise auch so schwachsinnig zu sein scheinen, findet man keine Auflistung dieser Fragen.
    Das würde doch auch einmal interessieren, weil daraus hervorzugehen scheint, wes Geistes Kind die Fragesteller sind! Etwa wie Frau Schausten mit den 150 €uro an ihre Freunde???

  • Ich möchte keinen Bundespräsidenten, der lernen muss, sich anständig zu verhalten. Jeder abhängig Beschäftigte wäre -bei gleicher Sachlage -rausgeschmissen worden. Es hat etwas mit Charakter und Anstand zu tun, seine "Bürger" nicht zu belügen.

    Halbwahrheiten bleiben Halbwahrheiten. Selbst das Versprechen in ARD/ZDF hat er gebrochen. "Morgen früh werden meine Anwälte alles ins Internet einstellen. Dann kann jede Bürgerin, jeder Bürger, jedes Detail zu den Abläufen sehen (...!!!)" - Auch dieses Versprechen hat er nicht eingelöst.

    Einen Bundespräsidenten, dem man nicht (mehr) glauben kann, entehrt das Amt. Hier muss das Amt vor dem Bundespräsidenten geschützt werden.

    Herr Wulff muss zurücktreten und Platz machen für einen vorbildlichen Kandidaten den das Volk wählen sollte.

  • Ich möchte keinen Bundespräsidenten, der lernen muss, sich anständig zu verhalten. Jeder abhängig Beschäftigte wäre -bei gleicher Sachlage -rausgeschmissen worden. Es hat etwas mit Charakter und Anstand zu tun, seine "Bürger" nicht zu belügen.

    Halbwahrheiten bleiben Halbwahrheiten. Selbst das Versprechen in ARD/ZDF hat er gebrochen. "Morgen früh werden meine Anwälte alles ins Internet einstellen. Dann kann jede Bürgerin, jeder Bürger, jedes Detail zu den Abläufen sehen (...!!!)" - Auch dieses Versprechen hat er nicht eingelöst.

    Einen Bundespräsidenten, dem man nicht (mehr) glauben kann, entehrt das Amt. Hier muss das Amt vor dem Bundespräsidenten geschützt werden.

    Herr Wulff muss zurücktreten und Platz machen für einen vorbildlichen Kandidaten den das Volk wählen sollte.

  • 400 Fragen, aber keine 400 Antworten!
    Es benötigt auch keine Antworten mehr- wer sollte auch 400 Antworten über sich ergehen lassen müssen ? Es interessiert nur eine Frage, tritt Assad oder Wulff früher zurück? Aber auch diese Frage ist unbeantwortbar – alle beide bleiben „sitzen“ dort - wo sie gerade sind.

  • Präzisierung!
    Das Wulff'sche Frage-Antwort Spiel (Spiel des Jahres 2012?):
    "Stellt mir zwischen 120 über 250 bis zu 400 Fragen, und ich beantworte Euch keine einzige klar und eindeutig."

  • Ich habe euer Geld lieb, stimmt wohl eher. Und sind wir doch mal ehrlich, was sollte er denn sonst auch machen? Der kann doch nichts anderes als den lieben Schwiegersohn spielen.

  • die Kehrtwende kann auch ein Indiz sein, daß er von seiner baldigen Ablösung ausgeht

  • 400 - die Zahl des Jahres 2012.
    Die 400 könnte man sicherlich inhaltlich auf 25+- zusammenfassen, aber dann müßte er ja antworten.

    Der BP ist wahrscheinlich zu rücksichtsvoll, dem Bürger die Wahrheit zuzumuten.

  • Die Überschrift stimmt nicht! Korrekt müsste es lauten "Wulffs Versprecher".
    Herr Wulff ist mißverstanden worden, von uns allen, wir köönen nicht mehr richtig zuhören.

  • Jetzt bin ich aber wirklich überrascht.

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