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Yair Lapid Israelischer Spitzenpolitiker kritisiert Zentralratspräsidenten - rät zu „Kippa und Knüppel“

Nach einem antisemitischen Angriff rät Zentralratschef Schuster, sich nicht offen mit Kippa zu zeigen. Für den Politiker aus Israel ist das eine Fehlentscheidung.
26.04.2018 Update: 26.04.2018 - 02:14 Uhr 6 Kommentare
Zeichen gegen Antisemitismus: In mehreren Deutschen Städten sind am Mittwochen Menschen mit Kippa auf die Straßen gegen. Quelle: Reuters
Solidaritätsbekundungen

Zeichen gegen Antisemitismus: In mehreren Deutschen Städten sind am Mittwochen Menschen mit Kippa auf die Straßen gegen.

(Foto: Reuters)

Berlin Der führende israelische Oppositionspolitiker Yair Lapid hat den Präsidenten des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, scharf für seine Aussage kritisiert, Juden sollten keine Kippa auf offener Straße tragen. Schuster Warnung sei „sehr alarmierend“, sagte Lapid in einem Interview mit der „Welt“. Sie sei zudem eine „Beleidigung für Deutschland! Juden hier und anderswo sollten diesen Appell, sich zu verstecken, nicht hinnehmen.“

Schusters Äußerungen folgten auf eine Attacke eines syrischen Flüchtlings auf zwei junge Männer, die im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg offen Kippas trugen. „Ein solcher Aufruf ist eine bedauernswerte Fehlentscheidung, und ich rufe Josef Schuster auf, sich davon zu distanzieren.“, sagte Lapid weiter.

Mit Blick auf antisemitische Angriffe in Deutschland generell sagte Lapid der Deutschen-Presseagentur am Rande einer Veranstaltung des Nahost-Friedensforums in Berlin: „Wenn ein Jude in Deutschland Angst hat, mit einer Kippa durch die Straßen Berlins zu laufen, läuft etwas grundlegend falsch.“

Er richtete sich anschließend mit einen eigenen Rat an Juden: „Ich sage zu ihnen, sie sollten mit einer Kippa und einem großen Knüppel in ihren Händen laufen und sich selbst schützen. Weil das nicht toleriert werden kann.“ Lapid ist Sohn eines Holocaust-Überlebenden. Er war von 2013 bis 2014 israelischer Finanzminister.

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    Als Zeichen gegen Antisemitismus waren am Mittwoch in mehreren deutschen Städten Menschen mit der traditionellen jüdischen Kopfbedeckung, der Kippa, auf die Straße gegangen. Juden und Nicht-Juden versammelten sich unter anderem in Berlin, Köln, Erfurt, Magdeburg und Potsdam zu Solidaritätskundgebungen.

    Schuster hatte Juden am Dienstag davor gewarnt, sich in Großstädten öffentlich mit einer Kippa zu ihrer Religion zu bekennen. „Trotzig bekennen wäre im Prinzip der richtige Weg“, hatte er im Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) betont. „Trotzdem würde ich Einzelpersonen tatsächlich davon abraten müssen, sich offen mit einer Kippa im großstädtischen Milieu in Deutschland zu zeigen.“

    • dsc
    • dpa
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    Mehr zu: Yair Lapid - Israelischer Spitzenpolitiker kritisiert Zentralratspräsidenten - rät zu „Kippa und Knüppel“
    6 Kommentare zu "Yair Lapid: Israelischer Spitzenpolitiker kritisiert Zentralratspräsidenten - rät zu „Kippa und Knüppel“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.


    • "Kippa und Knüppel?"

      Genau das hat zu Nazi-Deutschland mit seinen schrecklichen Folgen geführt.

      Uniformierte Kommunisten und Nazis, die sich in Straßenschlachten gegenseitig die Köpfe eingeschlagen haben.

      Und genau deshalb, haben unsere Väter jede politische Auseinandersetzung im Aufenthaltsgesetz untersagt.

      (Wenn man dem Angreifer in Berlin klarmacht, dass er deshalb unweigerlich abgeschoben wird, wird er kleinlaut gestehen, dass alles nur ein Scherz, und mit dem Angegriffenen abgesprochen war. Wer glaubt schon, dass ein unterlegener Angegriffener den Angriff in Ruhe filmen kann, und dass der überlegene Angreifer, das Beweismittel seinem Opfer überlässt?? Nur hysterische Tölpel!!)

    • Die jährlichen Bekundungen zu Israel und gegen jede Form zu Antisemitismus haben seit 12 Jahren Merkel alles verschlimmert. Wer einen Islamstaat aufbaut wie Merkel, der weiß doch, Islam und Jüdische Kultur passen nicht zusammen. Daher betreibt Merkel und Union indirekt Antisemitismus. Traurig das in Schulen wo 80 % Muslimische Schüler in den Klassen sind, Gebetsräume und Waschungen stattfinden können, aber keine Gespräche über Antisemitismus.

      Das ist aber nur ein Baustein von Merkel , die ein Staatsversagen zeigen , dass man sich
      wegen Deutscher Politiker wieder schämen muss.

    • Nach den vielen Empfehlungen , wie ;
      halten sie Abstand ,
      gehen sie nicht alleine Joggen,
      nehmen sie ein Taxi,
      tragen sie keine Kippa ,
      senken sie den Blick !
      Was sind weitere Empfehlungen ? Helm tragen und Kettenhemd mit hoher Halskrause ?.

    • Nach den vielen Empfehlungen , wie ;
      halten sie Abstand ,
      gehen sie nicht alleine Joggen,
      nehmen sie ein Taxi,
      tragen sie keine Kippa ,
      senken sie den Blick !
      Was sind weitere Empfehlungen ? Helm tragen und Kettenhemd mit hoher Halskrause ?

    • Deutschland steckt im Schwitzkasten der Zionisten. Judenfeindlichkeit kann nicht toleriert werden, genauso wenig ist die Sicherheit des Terrorstaats Israel eine Verpflichtung der Deutschen.

    • Der Mann hat recht!
      Krav Maga mit und ohne Knueppel ist die Antwort, die solche Strolche und Fanatiker richtig verstehen & zwar nachhaltig!

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