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Yougov-Umfrage So sehr fürchten sich die Deutschen vor Altersarmut – und so groß ist die Gefahr wirklich

Jeder fünfte Rentner könnte 2039 altersarm sein. Die Angst, im Alter zu wenig Geld zu haben, ist noch größer: Mehr als jeder dritte Deutsche fürchtet das laut Handelsblatt-Umfrage.
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„Rente muss zum Leben reichen“ fordern die Gewerkschaften. Doch das ist oftmals nicht der fall – und die Lage droht sich in den nächsten 20 Jahren zu verschlimmern. Quelle: dpa
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„Rente muss zum Leben reichen“ fordern die Gewerkschaften. Doch das ist oftmals nicht der fall – und die Lage droht sich in den nächsten 20 Jahren zu verschlimmern.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Sorge, im Alter arm zu sein, ist in Deutschland weit verbreitet: Deutlich mehr als jeder dritte Deutsche fürchtet, im Alter von Armut betroffen zu sein. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die das Meinungsforschungsinstitut Yougov im Auftrag des Handelsblatts durchgeführt hat.

Demnach halten es 37 Prozent der 572 repräsentativ Befragten für sehr wahrscheinlich, im Alter arm zu sein. Fünf Prozent gaben an, sich bereits im Rentenalter zu befinden und von Altersarmut betroffen zu sein. Ein gutes Viertel der Befragten (26 Prozent) halten es der Umfrage zufolge zwar für wenig wahrscheinlich, im Alter in die Armut abzurutschen, schließen das aber nicht gänzlich aus.

Nur zehn Prozent der Befragten gaben an, diesen Fall für überhaupt nicht wahrscheinlich zu halten. 17 Prozent erklärten, im Rentenalter zu sein, aber keine Geldsorgen zu haben. Sechs Prozent machten keine Angabe oder wählten die Antwortkategorie „Weiß nicht“.

Das Armutsrisiko im Alter könnte einer neuen Studie zufolge in den kommenden Jahren tatsächlich spürbar steigen – selbst bei weiter positiver Konjunktur. Allerdings ist die Gefahr nicht ganz so groß, wie die Deutschen befürchten: Der Anteil der von Armut bedrohten Rentnern könnte bis 2039 von 16,8 auf 21,6 Prozent wachsen, wie aus an diesem Donnerstag veröffentlichten Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung hervorgeht. Besonders betroffen seien Geringqualifizierte, Alleinstehende sowie Menschen mit längerer Arbeitslosigkeit.

Als von Armut bedroht gelten Menschen mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens. Laut der Studie sind das Personen, deren monatliches Nettoeinkommen unter 905 Euro liegt.

Bereits frühere Studien hatten einen Anstieg der drohenden Altersarmut vorhergesagt. Als Gründe wurden unter anderem prekäre Beschäftigung, verbreitete Teilzeitarbeit, befristete Verträge und Unterbrechungen des Berufslebens bei bei Müttern ausgemacht. Auch die Rente ist unter Druck.

Die aktuelle Erhebung zitiert Angaben, nach denen 2018 auf 100 Personen im Erwerbsalter 31 Menschen ab 67 Jahre kamen – und dies nach dem Übertritt der Babyboomer in die Rente 2038 statt 31 Prozent bereits 47 Prozent sein könnten.

Mehr: Ist die Riester-Rente noch zu retten?

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  • deli
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2 Kommentare zu "Yougov-Umfrage: So sehr fürchten sich die Deutschen vor Altersarmut – und so groß ist die Gefahr wirklich"

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  • Die Rentenversicherung verschickt jedes Jahr die Renteninformation.
    Sie enthält eine Hochrechnung auf die erwartbare Rente.
    Jeder Empfänger sollte sehr rechtzeitig darüber nachdenken, wie er von der voraussichtlichen Rente leben kann.
    Ich sehe die Renteninformation mittlerweile als Warnung.
    Der bisherige Lebensstandard kann von der Rente allein bei Weitem nicht gehalten werden.

  • Wenn bereits abgelieferte Kommentare löscht, wird die Geschichte
    auch nicht besser. Gilt für A L L E bisherigen Kommentare.