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Zeitarbeitsbranche kritisiert Vergabepraxis PSA leiden an einem «Geburtsfehler»

Personal Service Agenturen sind ungeeignet, Arbeitslose in dauerhafte Stellen zu vermitteln: Die Entleihbetriebe haben gar kein Interesse, Mitarbeiter über eine PSA zu rekrutieren, sagt der Chef von Adecco Deutschland.

HB BERLIN. Die von der Bundesanstalt für Arbeit (BA) eingerichteten Personal Service Agenturen (PSA) sind von Beginn an falsch aufgezogen worden: «Die Arbeitsämter haben bei der Auftragsvergabe zu sehr aufs Geld geschaut», sagte der Geschäftsführer von Adecco Deutschland, Elmar Hoff im Gespräch mit der «Berliner Zeitung» von Samstag. Dieser «Geburtsfehler» sei auch der Grund, warum die PSA bisher keine nennenswerte Zahl an Arbeitslosen in feste Stellen vermitteln konnten, sagte Hoff weiter. Es hätten jene Unternehmen den Zuschlag zum Betrieb einer PSA bekommen, welche die niedrigsten Zeitarbeitshonorare verlangt hätten, kritisierte Hoff. Viele der Betreiber lebten deshalb nicht von den Geldern, die die Entleihbetriebe für Zeitarbeiter zahlten, sondern von den BA-Prämien. Diese seien aber tatsächlich für die Weiterbildung von Erwerbslosen gedacht, sagte Hoff weiter.

Die Arbeitsämter hätten bei der Vergabe vielmehr darauf achten sollen, dass die PSA-Betreiber genügend Firmen als Kunden nachweisen könnten, sagte Hoff. Außerdem müsste die BA auf marktgerechte Preise für das Entleihen von Zeitarbeitern drängen: «Wer sich PSA-Leute für ein, zwei oder drei Euro pro Stunde in den Betrieb holt, sucht in der Regel doch nur billige Aushilfskräfte.» Solche Entleiher seien gar nicht daran interessiert, potenzielle Mitarbeiter als Leiharbeiter zu testen und zu übernehmen. Dies sei aber der eigentliche Zweck der PSA, so Hoff weiter.

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