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Zoff in der SPD Steinbrück grätscht Schulz dazwischen

Martin Schulz wollte die SPD am Wochenende wieder in die Offensive bringen. Stattdessen hat Peer Steinbrück einen neuen Streit vom Zaun gebrochen. Doch das war nicht die einzige schlechte Nachricht für die Partei.
28.05.2017 - 16:45 Uhr
„Das Publikum hat sich gewundert: Steht da jetzt Erich Schulz-Honecker?“ Quelle: dpa
Ex-Kanzlerkandidat Steinbrück (l.), aktueller Kanzlerkandidat Schulz (2012)

„Das Publikum hat sich gewundert: Steht da jetzt Erich Schulz-Honecker?“

(Foto: dpa)

Berlin Wer Parteifreunde hat, der braucht keine Feinde mehr. An diese Politik-Weisheit werden sich seit dem Wochenende viele in der SPD erinnern, wenn sie an ihren früheren Parteivize und Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück denken. Vor allem einer wird grollen: Martin Schulz, SPD-Chef und Nachfolger Steinbrücks als Herausforderer von Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Gleich zwei Sonntagszeitungen, „Bild“ und „Frankfurter Allgemeine“, gab Steinbrück Interviews. Darin warb er nicht nur für sein Bühnenprogramm mit dem Kabarettisten Florian Schroeder, sondern zog auch gegen die eigene Partei vom Leder: „Heulsusen“-Image, zu starke Verengung des Wahlkampfs auf das Thema Gerechtigkeit, „Realitätsverlust“. Nach der Inthronisierung des neuen Parteichefs mit 100 Prozent habe sich das Publikum gewundert, ob da jetzt „Erich Schulz-Honecker“ steht, stichelte der einstige Bundesfinanzminister und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.

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