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Zu hohe Feinstaubbelastung Umwelthilfe will Feuerwerke aus deutschen Innenstädten verbannen

Kurz nach ihrem Aufruf für ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen fordert die Umwelthilfe das nächste Verbot: Feuerwerke in deutschen Innenstädten.
3 Kommentare
Die Deutsche Umwelthilfe will Feuerwerke in belasteten Großstädten verbieten lassen. Quelle: dpa
Feuerwerk am Brandenburger Tor

Die Deutsche Umwelthilfe will Feuerwerke in belasteten Großstädten verbieten lassen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will erneut für Diskussionen sorgen und dürfte mit ihrer neuen Forderung viele Bürger gegen sich aufbringen: Sie will nicht nur Feuerwerke aus manchen Stadtzonen verbannen, sondern auch ein Verbot für Silvesterböller und Schwarzpulverraketen durchsetzen.

Die Begründung: Allein durch das Silvesterfeuerwerk werden laut der Umweltorganisation innerhalb weniger Stunden 5000 Tonnen Feinstaub freigesetzt, was etwa 17 Prozent der jährlich im Straßenverkehr entstehenden Feinstaubmenge entspreche. Der Grenzwert für Feinstaub für das Tagesmittel von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter dürfte an insgesamt 35 Tagen im Jahr nicht überschritten werden.

Für erschreckend hält die Umwelthilfe die Höhe der Belastung in der Silvesternacht: „Das Umweltbundesamt dokumentierte in den vergangenen Jahren in Leipzig um 1 Uhr nachts einen PM10-Stundenwert von mehr als 1.800 µg/m³, in München und anderen Städten sind an Neujahr Stundenwerte über 1.000 µg/m³ üblich“, heißt es in einer Mitteilung der DUH.

Aus diesem Grund fordern die Umweltschützer die Kommunen auf, Feuerwerke in sensiblen Zonen belasteter Städte, wie etwa Innenstädten, zu verbieten. Stattdessen empfiehlt sie Feuerwerke außerhalb dieser Bereiche, zum Beispiel am Stadtrand. Und weil Silvesterböller und Raketen mit Schwarzpulver nicht nur für eine hohe Luftbelastung sorgten, sondern auch viele Brände und Verletzungen verursachten, sollten diese nach Ansicht der Umwelthilfe gar nicht mehr verkauft werden.

Einige Kommunen – darunter Hannover, Bielefeld, Bremen, Ravensburg, Goslar und Straubing – halten Feuerwerkskörper bereits aus bestimmten Bereichen in den Städten fern. An anderen Orten gibt es spezifische Auflagen.

Es ist nicht das erste Mal in dieser Woche, dass die Organisation die Gemüter der Deutschen erhitzen dürfte: Erst Anfang dieser Woche gaben die Umweltschützer bekannt, juristische Chancen für eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 120 km/h auf deutschen Autobahnen zu prüfen. Damit lasse sich Klimaschutz im Verkehr auch bei denjenigen Autos erreichen, die schon auf der Straße seien, sagte DUH-Chef Jürgen Resch am Dienstag in Berlin.

Seitdem die Umwelthilfe eine Vielzahl von Klagen für Diesel-Fahrverbote in Deutschlands Großstädten eingereicht hat, dürften ihre Sympathiewerte in der Bevölkerung drastisch gesunken sein. In Hamburg gelten bereits seit dem 31. Mai Fahrverbote. Andere Kommunen wie Berlin oder Bonn müssen sie ab 2019 einführen.

In Essen ist sogar ein Teilabschnitt der A40 betroffen, einer Hauptverkehrsader des Ruhrgebiets. Aachen und Frankfurt haben Fahrverbote vorerst abgewendet, in Wiesbaden steht das Urteil noch aus.

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3 Kommentare zu "Zu hohe Feinstaubbelastung: Umwelthilfe will Feuerwerke aus deutschen Innenstädten verbannen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Meine Frage ist, haben wir noch eine Demokratie oder bereits eine Diktatur der NGOs, der DUH usw.?????

    Entweder entscheiden Parlamente mit gewählten Politikern oder dubiose NGOs, die DUH usw., die uns ihre politische Zielsetzung und ihre Finanzierung verschweigen.
    Es werden Werte von Messstellen vor Gericht herangezogen, die wie man jetzt erfahren durfte, nicht der EU-Vorgabe für Messstellen entsprechen sollen. Wenn die Messstelle also nicht korrekt betrieben wird ist selbstverständlich auch das Ergebnis nicht zulässig und somit falsch.

    Politische Parteien müssen sich periodisch der Wahl stellen, NGOs, die DUH usw. können sich vom Acker machen ohne sich einer Verantwortung stellen zu müssen.
    So wie Volksentscheide nur in bestimmten Bereichen (nicht bundesweit) oder Themen annehmen dürfen, so ist auch die nicht legitimierte Macht der NGOs oder der DUH einzuschränken.

    Die Rechnung werden wir alle noch präsentiert bekommen, dann aber bitte nicht auf die Politiker schimpfen, sondern sich an die wenden die dafür verantwortlich sind.

  • Meine Frage ist, haben wir noch eine Demokratie oder bereits eine Diktatur der NGOs, der DUH usw.?????

    Entweder entscheiden Parlamente mit gewählten Politikern oder dubiose NGOs, die DUH usw., die uns ihre politische Zielsetzung und ihre Finanzierung verschweigen.
    Es werden Werte von Messstellen vor Gericht herangezogen, die wie man jetzt erfahren durfte, nicht der EU-Vorgabe für Messstellen entsprechen sollen. Wenn die Messstelle also nicht korrekt betrieben wird ist selbstverständlich auch das Ergebnis nicht zulässig und somit falsch.

    Politische Parteien müssen sich periodisch der Wahl stellen, NGOs, die DUH usw. können sich vom Acker machen ohne sich einer Verantwortung stellen zu müssen.
    So wie Volksentscheide nur in bestimmten Bereichen (nicht bundesweit) oder Themen annehmen dürfen, so ist auch die nicht legitimierte Macht der NGOs oder der DUH einzuschränken.

    Die Rechnung werden wir alle noch präsentiert bekommen, dann aber bitte nicht auf die Politiker schimpfen, sondern sich an die wenden die dafür verantwortlich sind.

  • Super, endlich, aber warum nur in den Städten?!

    Feuerwerkskörper auf dem Lande gezündet, verursachen die gleiche Umweltverschmutzung wie in den Städten.

    Die in den Städten verursachte Luftverschmutzung um den Jahreswechsel herum, verteilt sich ja leider in kürzester Zeit auf die umliegenden kleineren Orte.

    Ich vermisse einen Hinweis auf die Tonnen von Plastikmüll, die um den Jahreswechsel herum ebenfalls in die Umwelt gefeuert/geworfen werden.

    Schöne Festtage...

    Gruß
    Uwe Tiede

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