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Zu wenig Geld Hunderttausende können sich keine Altenpflege leisten

Sozialverband schlägt Alarm: Hunderttausende Senioren in Deutschland haben noch nicht einmal das Geld für ein Altenheim - und die Zahl der Bedürftigen steigt.
28.10.2012 - 12:14 Uhr 21 Kommentare
Selbst für ein Altenheim haben viele Senioren kein Geld. Quelle: dpa

Selbst für ein Altenheim haben viele Senioren kein Geld.

(Foto: dpa)

Berlin Hunderttausende Senioren in Deutschland können sich aus eigener Kraft kein Altenheim mehr leisten. Das geht aus noch unveröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die der "Welt am Sonntag" nach eigenen Angaben vorliegen. Danach ist die Zahl der Empfänger von Hilfe zur Pflege im Jahr 2010 um rund fünf Prozent gestiegen, auf etwa 411.000 Bedürftige. Im Laufe des Jahres 2009 hätten rund 392.000 Senioren die Leistung bezogen.

Der Sozialverband VdK wertet dies als Alarmsignal: "Das Risiko, durch Pflegebedürftigkeit in Armut abzurutschen, steigt seit Jahren", warnte Präsidentin Ulrike Mascher in der Zeitung. Drei Viertel der Empfänger leben in Heimen.

Die Ausgaben für Hilfe zur Pflege seien 2010 auf mehr als 3,4 Milliarden Euro gestiegen. Ein wichtiger Grund für die höhere Zahl an Betroffenen sei, dass die Heimkosten kontinuierlich steigen - zuletzt lagen sie in Pflegestufe 3 bei durchschnittlich knapp 2900 Euro pro Monat - während das Rentenniveau stagniert, kritisierte Mascher.

Die Statistiker beobachten seit rund 15 Jahren eine Zunahme, wenn auch nicht so deutlich wie in diesem Jahr. Eine weitere Erklärung dafür ist laut Statistischem Bundesamt, dass immer mehr Bundesbürger ein Alter erreichen, in dem Pflegebedürftigkeit wahrscheinlich wird. Schon jetzt leben zahlreiche deutsche Senioren aus Kostengründen in Altenheimen in Osteuropa, Spanien oder Thailand.

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    21 Kommentare zu "Zu wenig Geld: Hunderttausende können sich keine Altenpflege leisten"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Entschuldigung-habe mich bei...eleonore

    • hae mich ei :"Volksprotest.de" angemeldet. Besten Dank fuer diese Information. eleanore

    • Contra geben!

      Der mafiöse Gesundheitssektor

      http://www.volksprotest.de/index.php?templateid=news&id=152

      Ketzerbriefe kritische Medizin

      http://www.ahriman.com/ketzerbriefe/kbmedizinliste.htm

      Der Raubstaat in Aktion: Ein Hausarzt berichtet

      http://www.ahriman.com/ketzerbriefe/raubstaat_hausarzt.htm

      Als 1945 das ganze Ausmaß der Verbrechen der Nationalsozialisten deutlich wurde, äußerte sich das Entsetzen in der ganzen Welt und in Deutschland in dem Satz, der zugleich eine heilige Verpflichtung sein sollte: Nie wieder Euthanasie! Nur 65 Jahre später sind wir heute wieder mit einer potentiell gleichen Politik konfrontiert, die von einer klammheimlichen Rationierung bei der medizinischen Versorgung zu einer offenen „Regelung" übergeht, bestimmte Kategorien von Patienten schon lange nicht mehr gut und nun nicht einmal mehr ausreichend zu versorgen.

      http://www.bueso.de/gesundheit



      Mörderische Troika-Politik zerstört Gesundheitsversorgung in Portugal, Spanien, Griechenland
      26. Oktober 2012 • 10:50 Uhr

      http://www.bueso.de/node/6110

      Die wahren Zahlen

      http://www.volksprotest.de

      Lösungen...siehe Forum...

    • bedanke mich fuer Ihre ausfuehrliche Erklaerung, wie die Sache laueft. Habe, durch Sie, eine Menge , dazu gelernt.Nochmals besten Dank fuer Ihre Hilfe. eleonore

    • Aha, wenn Sie also in Urlaub fahren müssen Sie also keine Miete zahlen. Oder besitzen Sie ein Eigenheim? Dann können Sie ja im Urlaub die übliche Tilgung+Zins für schöne Ausflüge verballern.
      Auf die Fertigmenüs gehe ich erst gar nicht ein.

    • Völlig daneben, ihr Kommentar. Sie haben noch niemanden gepflegt im hohen Alter, so sieht es aus.
      Eine wirklich pflegebedürftige Person zu pflegen, verlangt sehr viel von einem Menschen, kann ihn sogar ziemlich kaputt machen. Es ist nämlich 7 auf 7 und 24 Stunden, also Non-Stop. Das mit der Spritze, die Mutter sich nicht mehr selbst setzen kann, was für ein Unsinn. Ein 10 jähriges Kind kann in der Regel so etwas im Falle von Diabetes, also muss die Person schon in einem ziemlich abgetakelten Zustand sein, wo sehr viel mehr Pflege anfällt.
      Das Schlimme ist jedoch (und ich rede jetzt aus der Praxis), dass man den Leuten, die pflegebedürftig ist, die adäquate Hilfe verweigert. So muss dann der eben gebrechliche Ehepartner für den anderen die Pflege übernehmen oder die Kinder bis wirklich nichts mehr geht. Pflegestufe drei wird beinahe nicht erteilt und so darf man schauen, wo man bleibt. Äusserst unsozial. Erst wenn man nicht mehr weiss, wie man dem Pflegefall noch die Windel anziehen soll oder beinahe das Essen vorkauen muss, dann darf man vielleicht mal in's Altersheim.
      Somit, liebe Margit, ist ihr Beitrag ein Schlag in's Gesicht von vielen Leuten, die mit so einer Situation konfrontiert sind und dementsprechend mit ihrem Latein am Ende, weil es nämlich an die Substanz geht. Und da spreche ich noch nicht über Demenz.

    • Stimme voll zu. Altenheime sind Verwahrungsanstalten. Kommt jemand nicht zum Frühstück oder Mittagessen - wird abgeräumt - Pech gehabt. Kann jemand die Wasserflasche nicht selbt öffen - Pech gehabt - es gibt nichts zu trinken. Klingelt jemand nach der Schwester / dem Pfelger - dauert es mindestens 30 Minuten - unglaublich.

    • vielen Dank fuer Ihre Auskunft. eleonore.

    • Das Problem ist, das sich in Seniorenheimen NIEMAND um die Bewohner kümmert. Ist jemand krank, wird nicht mal ein Arzt gerufen. Muss der Patient dann ins Krankenhaus werden 75% der Kosten "für die Freihaltung des Zimmers" in Rechnung gestellt. Geht´s noch ? .Man zahlt mindestens 2500 Euro im Monat für ein kleines, schlichtes Zimmer + Fertigmenü. Wir haben katastrophale Zustände erlebt.

    • Voraussetzung für Pflegegeld ist eine enerkannte Pflegestufe. Pflegestufe 1 = ca. 230 Euro im Monat, Pflegestufe 2 = 440 Euro. Alternativ Sachleistung oder Zuschuss bei der vollstationären Pflege im ALtenheim.
      Allerdings ist alles nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
      Am Besten ist, eine osteuropäische Pflegekraft nach Deutschland zu holen, die kostet ca. 55 - 65 Euro pro Kalendertag ist hochmotiviert, und kümmert sich 24 Stunden.

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