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Zugriffe in Niedersachen und NRW Polizei verhaftet „Nummer 1 des IS in Deutschland“

In Niedersachsen und NRW sind fünf IS-Verdächtige verhaftet worden. Unter ihnen soll der „Prediger ohne Gesicht“ sein – eine zentrale Figur der Islamisten-Szene. Der entscheidende Tipp kam von einem Syrien-Rückkehrer.
08.11.2016 Update: 08.11.2016 - 14:53 Uhr

Fünf IS-Anwerber in Deutschland verhaftet

Berlin Schlag gegen Top-Islamisten: Die Sicherheitsbehörden haben bei Einsätzen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen einen der mutmaßlich wichtigsten Unterstützer der Terrormiliz IS in Deutschland festgenommen. Der 32 Jahre alte Iraker Abu Walaa gilt als prägende Figur der bundesweit einflussreichen Islamisten-Szene in Hildesheim.

Nach monatelangen Ermittlungen wurden am Dienstagmorgen insgesamt fünf IS-Verdächtige verhaftet. Die Männer ausländischer Herkunft sollen nach Angaben der Bundesanwaltschaft Freiwillige für den Islamischen Staat (IS) rekrutiert haben. Hinweise auf Anschlagspläne in Deutschland gibt es demnach nicht.

Über den Einsatz der Sicherheitsbehörden hatten zuerst NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“ berichtet. Einer der Terrorverdächtigen traf am Dienstagmittag beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe ein. Abu Walaa sollte nach dpa-Informationen erst am Mittwoch dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Die Haftbefehle waren bereits am 26. Oktober ausgestellt worden.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat die Verhaftungen als „wichtigen Erfolg“ gewertet. Diese gute Nachricht zeige, dass die Sicherheitsbehörden „aktiv, entschlossen und wachsam sind“, sagte er am Dienstag in Berlin. „Wir wollen nicht, dass Terrorismus in Deutschland stattfindet, und wir wollen nicht, dass Terrorismus aus Deutschland exportiert wird“, sagte de Maizière. Die Terrorbedrohung in Deutschland sei aber nach wie vor groß. „Die Situation bleibt ernst“, sagte der Minister. Auch der militärische Kampf gegen den IS bleibe wichtig.

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    Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat die Festnahmen ebenfalls als Erfolg für die Ermittlungsbehörden bezeichnet. „Das ist ein wichtiger Schlag gegen die extremistische Szene in Deutschland. Der Generalbundesanwalt ermittelt, weil der Verdacht besteht, dass es Verbindungen zum Islamischen Staat gibt“, sagte Maas am Dienstag. Die Festnahmen würden zeigen, dass Ermittlungsbehörden wachsam seien und „sehr konsequent gegen Terrorverdächtige“ vorgehen.

    Folter, Massenerschießungen und menschliche Schutzschilde

    Der Iraker und vier weitere Männer wurden nach Behördenangaben am frühen Morgen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen verhaftet. Es handelt sich laut Bundesanwaltschaft um den 32-jährigen irakischen Staatsangehörigen Ahmad Abdulaziz Abdullah A. (Szenename Abu Walaa), den 50-jährigen Türken Hasan C., den 36-jährigen deutschen und serbischen Staatsangehörigen Boban S., den 27-jährigen deutschen Staatsangehörigen Mahmoud O. und den den 26-jährigen Ahmed F. Y. aus Kamerun.

    Rückkehrer gab entscheidenden Tipp
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