Zuwanderung Erstmals mehr als zehn Millionen Ausländer in Deutschland

Laut Statistischem Bundesamt ist die Zahl der Ausländer in den vergangenen zwei Jahren um fast 1,9 Millionen gestiegen. Vor allem aus drei Ländern sind Menschen nach Deutschland gekommen.
Update: 30.06.2017 - 12:56 Uhr 16 Kommentare
Syrische Flüchtlinge im April 2016 in Friedland. Quelle: dpa
Geflohen nach Deutschland

Syrische Flüchtlinge im April 2016 in Friedland.

(Foto: dpa)

WiesbadenZum ersten Mal leben mehr als zehn Millionen Ausländer in Deutschland. „Das sind ungefähr so viele wie die Einwohner von Schweden“, sagte Gunter Brückner vom Statistischen Bundesamt am Freitag in Wiesbaden. Vor allem aufgrund der Zuwanderung von Flüchtlingen und aus der EU sei die Zahl der Menschen ohne deutschen Pass gestiegen; in den Jahren 2015 und 2016 zusammen um fast 1,89 Millionen oder 23 Prozent. Türkisch ist die häufigste Staatsangehörigkeit gefolgt von Polnisch, Syrisch und Italienisch.

Unterm Strich (Zuwanderung minus Fortzug) kamen 2015 deutlich mehr Menschen (rund 1,5 Millionen Menschen) als 2016 (etwa 482.000) nach Deutschland. Ein leichtes Plus im Ausländerzentralregister geht auch auf die Geburten zurück: In der ausländischen Bevölkerung wurden im Vergleichszeitraum 98.700 Babys mehr geboren als Menschen starben. Etwa 229.800 Menschen wurden in den vergangenen zwei Jahren zugleich eingebürgert und damit aus dem Register gestrichen.

Vor allem Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und dem Irak haben die ausländische Bevölkerung aus Nicht-EU-Staaten innerhalb von zwei Jahren steigen lassen, um 1,28 Millionen auf rund 5,7 Millionen. „Demgegenüber spielten die EU-Mitgliedsstaaten seit 2015 eine weniger wichtige Rolle als zuvor“, sagte Brückner.

Die Zuwanderung der vergangenen zwei Jahre hat sich auf verschiedene demografische Faktoren ausgewirkt. So war die ausländische Bevölkerung Ende 2016 im Durchschnitt 37 Jahre und sieben Monate alt, und damit 2 Jahre und vier Monate jünger als 2014. Der Anteil der Männer stieg von 51,5 auf gut 54 Prozent. Fast 43 Prozent waren ledig, ein Plus von 2,4 Prozentpunkten im Vergleichszeitraum Ende 2014 bis Ende 2016.

Ausländer leben im Durchschnitt bereits seit 15 Jahren und 5 Monaten in Deutschland. 2014 waren es noch zwei Jahre und zwei Monate mehr. Die regionale Verteilung der Menschen hat sich in den vergangenen zehn Jahren kaum geändert. Die meisten Ausländer leben in Nordrhein-Westfalen, die wenigsten in Mecklenburg-Vorpommern.

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16 Kommentare zu "Zuwanderung: Erstmals mehr als zehn Millionen Ausländer in Deutschland"

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  • @Klahrin: Empfehle Ihnen dringend einen Einführungskurs in die VWL & BWL sowie die Beschäftigung mit den Deutschland-spezifischen Tatsachen.

    Antwort auf Ihre Frage: Millionen von HARTZ-IV sind nicht arbeitlos gemeldet, ebenso nicht Mini-Jobber mit Sozialhilfeanspruch, 1-EURO-Jobber und solche, die es sich als Geburtsmaschine im Sozialstaat Deutschland (dem Land für Sozialschmarozer) prächtig gehen lassen.

    Insofern sind die, welche wir Arbeitenden an Ausländern mit durchschleppen in Summe inklusive der o.g. Personen, derer Kinder und der Rentner unter Ihnen sogar deutlichst mehr als 10 Millionen!

  • @Toni Ebert: Ihr wortmäßiges Klippschulenniveau erzeugt Augenschmerzen und Mitleid.

    Tut soviel Blödsinn eigentlich schon weg?

    Voltaren 100 mg hilft Ihnen vielleicht, zur Daueranwendung jedoch besser Arcoxia!

  • Ich verstehe eh die ganze Aufregung nicht wirklich. 1870 / 71 hat der kluge Bismarck auch die kaputte Konkurs-Bude Bayern ins Deutsche Reich geholt. Und auch wenn keiner die Bayern wirklich mag, trotzdem hat das Deutsche Reich es geschafft, sie hier zu integrieren.

    Keiner mag die Muslim, trotzdem wird man sie hier integrieren. Immerhin vermehren sie sich gut und wir brauchen eine gläubige Unterschicht, die man leiten kann und die nicht immer nur quertreibt (der typische H4-Experte).

  • Als erstes mal das Bleiberecht für alle Ausländer auslaufen lassen, die Hartz4 beziehen.
    Ohne Bleiberecht darf es keine finanzielle Unterstützung mehr geben. Solange wir einfach weiterzahlen, ohne dass sie hierbleiben dürften, gehen die nicht von selber.

    Also keine finanziellen Zuwendungen mehr an Personen, deren Identität nicht geklärt ist, die nach einer bestimmten Zeit keine Arbeit haben oder unsere Sprache nicht lernen.
    Kein Kindergeld für Kinder, die nicht in hier in D leben und nicht hier zur Schule gehen.
    Keine sozialen Leistungen für Ausländer, die hier nie gearbeitet haben. Ausnehmen möchte ich hier in den ersten Jahren die "echten" politischen Flüchtlinge, die wirklich um ihr Leben fürchten.
    Wirtschaftsflüchtlinge sind, sofern sie keinen Nutzen für unsere Wirtschaft bringen, rigoros abzuschieben.
    Straffällige ausländische Täter sind sofort nach der Gerichtsverhandlung abzuschieben, statt in unseren Gefängnissen für viel Geld unterzubringen. Reisen sie ein, sofortige Haftstrafe mit sofortiger Abschiebung.
    Nicht nur die Unterbringung kostet Geld, wir tragen auch die Gesundheitskosten, zahnärztliche Kosten sind hier auch nicht zu unterschätzen. Denen wird zum Teil ihr Gebiss saniert, das sie jahrelang vernachlässigt haben. Diese Kosten werden übrigens aus dem gleichen Topf bezahlt, aus dem auch das Geld für z.B. Kindergärten kommt.
    Merkt ihr was?
    Wir werden von vorne bis hinten beschissen und die Kosten werden, wo es nur geht, verschleiert.


  • @riesener
    Das wäre mal eine lustige Frage. Ich glaube auch, dass es genug "Deutsche" gibt, die sich nicht gescheit verständigen können. Vermutlich auch Migranten, die das richtig gut machen.

  • Viel wichtiger als die Frage nach dem Pass ist doch die Frage nach den Sprachkenntnissen. Wie viele Menschen in Deutschland (älter als 3 Jahre) sprechen so gut deutsch, dass man mit Ihnen reden kann, dass sie für den Arbeitsmarkt geeignet sind usw.

  • Hoffen wir, dass die 1,5 Mio Syrer die hier leben und die Millionen in der Tuerkei,
    Jordanien etc bald in ihre Heimat zurueckkehren koennen. Das gleiche natuerlich
    fuer alle anderen Kriegsfluechtlinge, wobei ich im Fall Afghanistan nicht weiss, warum
    unbescholtene deutsche Buerger in Uniform dorthin geschickt werden, und straffaellige
    Afghanen hier bleiben muessen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Herr Hans Klahrin, 30.06.2017
    zB Aufstocker, Kindergeld

  • Es wird langsam richtig teuer.

    Und D wird für diejenigen, die "schon länger hier leben" zusehends unattraktiver.

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