Zweitstimmen-Kampagne Rösler setzt in Niedersachsen auf CDU-Wähler

Ohne die Liberalen gibt es keine Regierungsmehrheit für die CDU in Niedersachsen. Auf diese Erkenntnis bei der CDU-Wählerschaft hofft Philipp Rösler. Die Stimmen wären bitter nötig, denn die Umfragewerte sind schlecht.
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Die FDP will in Niedersachsen CDU-Wähler abwerben. Quelle: dpa

Die FDP will in Niedersachsen CDU-Wähler abwerben.

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BerlinDie FDP will das Werben um CDU-Wähler in der letzten Woche des niedersächsischen Landtagswahlkampfs nochmals verstärken. „Wir werden die Zweitstimmen-Kampagne noch zuspitzen“, sagte Parteichef Philipp Rösler der „Nordwest-Zeitung“ in Oldenburg. Unions-Sympathisanten müssten erkennen, dass es ohne die Liberalen keine Fortsetzung der schwarz-gelben Koalition gebe. „Ohne die FDP mit Stefan Birkner kann Ministerpräsident David McAllister nicht weiterregieren.“

Rösler ließ erneut offen, ob er sein politisches Schicksal an den Ausgang der Landtagswahl am 20. Januar knüpft: „Wir konzentrieren uns ganz auf den Wahlkampf. Es geht um Niedersachsen, es geht um meine Heimat.“ Im Bremer „Weser-Kurier“ erklärte er die monatelange Führungsdebatte für beendet.

Eine Woche vor der Landtagswahl in Niedersachsen kann nach einer Umfrage nicht nur die FDP auf den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde hoffen, sondern auch die von vielen bereits abgeschriebene Linkspartei. Das Meinungsforschungsinstitut Info GmbH ermittelte in der vom Magazin „Focus“ veröffentlichten Erhebung für die Freidemokraten 4,5 Prozent und für die seit Monaten klar unter der Fünf-Prozent-Marke liegenden Linken 6 Prozent. In der Sonntagsfrage kommen die Christdemokraten demnach auf 38 Prozent, die Sozialdemokraten auf 31,5 und die Grünen auf 14,5.

Bei diesen Werten mit einem Einzug der Linken hätte Rot-Grün nur eine Mehrheit, wenn die FDP tatsächlich scheitert. Anderenfalls entstünde zwischen Rot-Grün und Schwarz-Gelb eine Pattsituation, die keinem der beiden Lager eine Regierungsbildung ermöglichen würde.

Röslers Stellvertreter, der sächsische Landesvorsitzende Holger Zastrow, forderte Geschlossenheit. „Die Bundespartei soll aufhören, die erfolgreiche Arbeit in den Ländern zu torpedieren“, verlangte er im Magazin „Focus“. „Einfach mal die Klappe halten!“

Außenminister Guido Westerwelle ermahnte die FDP, sich auf ihre Kernanliegen zu besinnen. Wenn die Liberalen europäische Weltoffenheit, aktive Toleranz und verantwortungsvolle Leistungsbereitschaft verträten, würden sie wieder erfolgreich sein, sagte der frühere FDP-Chef der „Augsburger Allgemeinen“. „Ich appelliere aber, nicht jetzt schon mit einem Dauerwahlkampf zu beginnen.“ Stattdessen sprach er sich für eine kurze Kampagne aus.

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28 Kommentare zu "Zweitstimmen-Kampagne: Rösler setzt in Niedersachsen auf CDU-Wähler"

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  • @ Magrit117888

    wie wäre es, Dumpfbäckchen Magrit, wenn du einfach mal die Schnauze halten würdest. Jeder von uns kennt dich als ausgewiesene intellektuelle Legasthenikerin. Das zeigst du inhaltlich und auch mit deiner katastrophalen Rechtschreibung. Du bist, gemeinsam mit Vicario das Peinlichste was sich in den Forem herumtreibt. Blond und doof bis zum geht nicht mehr.

  • Es gibt eine Alternative zu CDU, FDP, SPD, Grüne, - eine sachliche Alternative bieten: www.wa2013.de Nur wenn sich neue Gruppen im Parlament finden, wird sich etwas an den politischen europäischen Sackgassen verändern.

  • Hier_laufen_se_rum_wah
    Da stimme ich Ihnen zu.
    In eine der etablierten Parteien eintreten, hilft gar nicht.
    Mit irgendwelchen neuen Ideen dürfen sie denen gar nicht kommen. Man hat sich anzupassen und die Schnauze zu halten

  • CDU-Sympasant
    nur leider ist die vermerkelte CDU nicht merh konservativ.
    Haben Sie das noch nicht bemerkt?

  • seit Jahren geht vor jeder Wahl das Theater um die 4% Partei los, in den vielen Landtagen, in denen die FDP nicht mehr vertreten ist, wird eher mehr bürgernahe Politik gemacht und weniger Lobbyismus

  • Ganz schwach. Kein eigenes Profil mehr vorhanden. Zur Lobbyklientelpartei degenriert.

    Jetzt zu sagen "Wählt FDP, denn ohne uns kann die CDU nicht regieren", ist mehr etwas zwischen "Weinen und Lachen"

  • Was soll hier alternativ sein? Ein Herr Steibrück, der heute schon ankündigt Deutschland weiter zu verarmen indem er zusätzliche Hilfen für die Südstaaten geben will. Die SPD, die uns noch mehr unter die Knute der EU - Bürokratie zwingen will. Waren es nicht Schröder und Konsorten die Griechenland in der Eurozone aufgenommen haben - ohne dies genau zu prüfen? War es nicht Herr Steinbrück, der den Baankstern die Kriminalität in der Finanzwirtschaft ermöglichte? Waren es nicht die Grünen, die uns den Ökoenergiemist eingebrockt haben? Aber der dumme Deutsche liebt es ja für seine unfähigen Politiker zu zahlen.

  • Positiv an der FDP ist, daß man sich als Bürger ziemlich intelligent vorkommen darf. Wenn Rösler nun meint, sein Programm sei geeignet, der CDU Stimmen abluchsen zu können, was bedeutet das dann eigentlich?



  • @arminharald

    Sie glauben auch an den Weihnachtsmann oder? In der Politik kann man nichts bewegen oder verändern. Da muss man sich anpassen, sonst wird man kalt gestellt und abgeschoben. Haben sie die ganzen Leichen vergessen, die Merkels Weg pflastern? Wie naiv hier in Deutschland doch manche denken. Kein Wunder, dass hier soviele mit Merkels Politik einverstanden sind. Ihnen fehlt einfach der Durchblick. Diese Art Mitläufer hat damals Hitler und auch Erich Honecker die Macht garantiert. Wäre ich so ein Rückgratloser Mitläufer, dann würde ich mich nicht auch noch damit brüsten. Aber es soll ja auch Menschen geben, die schon heut kaum ihren Strom bezahlen können und trotzdem Merkels CDU wählen. Es gibt einfach zuviel dumme Menschen in Deutschland.

  • Also eine Splitterpartei zu wählen um die etablierten Parteien abzuwählen, bringt garnichts!
    Man muß schon die CDU wählen um Rot / Grün zu verhindern.
    Wer etwas bewegen will, muß selber aktiv werden und in die Politik eintreten!

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