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Im Ringen um eine Zypern-Lösung gerät nun die EZB ins Kreuzfeuer der Kritik. Deutsche Finanzpolitiker machen die Zentralbank verantwortlich für die Zuspitzung der Krise und wollen ihre Aufgaben beschneiden.

Kommentare

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  • POLIZEI bei der EZB (5. udn 1. revier Frankfurt) begünstig offline und online EINBRÜCHE in Redaktions-Computer-Systeme und zwar unter dem Vorwand angeblich zu löschender Bewerber-Daten.

  • Wer hat denn mit der Taktik der Insolvenzverschleppung angefangen? Es waren die Politiker. Allen voran Merkel und Schäuble mit der unseligen Rettungspolitik, mit EFSF und ESM; aber auch die übrigen Finanzminister der EWS-Region und die EU. Sie haben allesamt auch das Verhalten der EZB bereits seit über 2 Jahren indirekt beeinflußt.

    Es nützt den wahren Schuldigen nichts, wenn sie jetzt Nebelkerzen werfen und der EZB den Schwarzen Peter zuschieben möchten. Sie sind längst identifiziert.

  • Der EZB-Rat hat beschlossen, daß die Notkredite am Montag, 25. März 2013 auslaufen, wenn bis dahin kein EU/IMF Programm Gültigkeit erlangt hat:

    +++

    21 March 2013 - Governing Council decision on Emergency Liquidity Assistance requested by the Central Bank of Cyprus

    The Governing Council of the European Central Bank decided to maintain the current level of Emergency Liquidity Assistance (ELA) until Monday, 25 March 2013.

    Thereafter, Emergency Liquidity Assistance (ELA) could only be considered if an EU/IMF programme is in place that would ensure the solvency of the concerned banks.
    
    European Central Bank
    Directorate General Communications and Language Services
    Press and Information Division
    Kaiserstrasse 29, D-60311 Frankfurt am Main
    Tel.: +49 69 1344 7455, Fax: +49 69 1344 7404
    Internet: http://www.ecb.europa.eu

    Reproduction is permitted provided that the source is acknowledged.

    +++

    Damit kommt es darauf an, ob Zypern bis Montag die 5,8 Milliarden auf den Tisch legen kann damit die Eurogruppe und der IMF das grundsätzlich bereits ausgehandelte Stabilisierungsprogramm verabschieden können.

  • "Damit kommt es darauf an, ob Zypern bis Montag die 5,8 Milliarden auf den Tisch legen kann damit die Eurogruppe und der IMF das grundsätzlich bereits ausgehandelte Stabilisierungsprogramm verabschieden können"

    Sie sagen's selber Rechner: die Betonung liegt wohl auf "AUF DEN TISCH LEGEN". Da hätte Jemand wohl nur zu gerne bevorzugt seine grob fahrlässigen Kredite in solidem Buchgeld zurück? Um sie dann als "Rettung" gegen Zins wieder an denselben Schuldner zurück zu verleihen? Bareinlagen von Bank-KUNDEN werden in den Bank-Bilanzen als Aktiva verbucht, NICHT wie Anleihen, Aktien als Fremdkapital (Passiva). Ein vernachlässigbarer Unterschied?

    Wobei sich nun ein Herr Sch. auffallend bemüht, KUNDEN zu haftenden "Investoren" um zu deklarieren: "Meuer: Okay. Nur gerade, weil viele andere und ich nicht dabei waren, Herr Schäuble, haben Sie darauf gedrängt, dass Bankguthaben mit einer Abgabe belastet werden sollen? Schäuble: Ja natürlich! Das sind die Einlagen. Wissen Sie, die Einlagen der Investoren sind Guthaben bei Banken." ??? Zitat-Quelle: http://europa.deutschlandfunk.de/2013/03/19/die-verteilung-ist-eine-sache-zyperns/

    Wer also als Kunde ganz normale GUTHABEN, - für gewöhnlich kurzfristig abrufbar, Kunde hat einen Auszahlungsanspruch, daher Einlagensicherung - auf seinem Girokonto hält, wird nun als haftender INVESTOR vereinnahmt? Einfach so? Wo sehen Sie da irgendeine eine Rechtsgrundlage VOR diesem Tatversuch?

    Wenn man schon so "argumentieren" muss ... sollte es da wirklich reiner, unschuldiger Zufall sein, dass ausgerechnet deutsche Banken mit zufällig 5,925 Milliarden Euro auf Zypern engagiert sind? Info-Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/03/21/sechs-milliarden-risiko-zypern-rettung-soll-deutsche-banken-retten/

    Also, sorry Rechner, mir als KUNDE einer deutschen Bank (und selbst fern jeder Börsen-Zockerei, die sich "Markt" zu nennen beliebt) gibt das Interview s. oben, dann doch schwer zu denken ...

  • Deutsche Politiker begehen doch seit Jahren Insolvenzverschleppung bei Banken und Unternehmen.Jeder
    Handwerkerbetrieb würde sich über Hilfe freuen in seiner Not
    aber hier trifft es den Unternehmer hart. Übrigends bei
    25000 -30000 Tausend Insolvenzen pro Jahr, stehen auch über
    60 0000 Tausend Menschen auf der Strasse.

    Was Zyperns Banken betrifft sollen doch die Anleger die
    Banken kaufen und damit hat es sich. Das die EZB Notkredite vergibt ist krass. Irgendwie gibt es keine Marktwirtschaft mehr in Europa. Nur Hein Mück landet in der Schufa wenn er in Not ist. Die Schufa... die Banken eingericht
    haben um Menschen entgültig an den Abgrund zu bringen.

  • ABER OHNE SOLCHE HÄTTEN DOCH KEINE SCHULDEN MACHER !!1 OHNE einen mit SCHULDEN HÄTTEN KEIN GELD !! IST SCHULDGELDSYSTEM . BRAUCHEN IMMER WIEDER NEUE , die DENKEN BEI SINGENDER KAUFKRAFT . . . sie ODER andre WIEDER ARBEITSLOS und SCHULDEN . . .

  • O-Ton Sozialdemagogen
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    Harsche Kritik äußerten auch Vertreter der Opposition. „Die EZB muss sich wieder auf ihr Mandat beschränken und darf nicht von den Regierungen zur Lösung der Probleme herangezogen werden, die nicht Aufgabe der EZB sind und wofür sie nicht legitimiert ist“, sagte der SPD-Chefhaushälter Carsten Schneider Handelsblatt Online. „Die Finanzkrise muss politisch gelöst werden
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    Und was soll das heißen?

    Zypern & Banken sofort pleite gehen lassen oder sofort die 17 Milliarden rausrücken?

    Das er verrrat er nicht, der Herr Schneider.

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    O-Ton Sozialdemagogen
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    „Die Finanzkrise muss politisch gelöst werden und nicht wie von der Bundeskanzlerin gewollt über die Notenpresse
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    Sozialdemagoge Schneider hat offensichtlich noch nicht kapiert, daß die die Einrichtung der ELA-Notkredite genau für solche Fälle da sind.

    Um Situationen in denen die von ihm erträumten Sofortlösungen nicht vorhanden sind überbrücken zu können.

    Ansonsten scheint er sich einzubilden daß der Bundeskanzler der EZB Befehle geben könnte.

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    O-Ton Sozialdemagogen
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    „Die Finanzkrise muss politisch gelöst werden und nicht wie von der Bundeskanzlerin gewollt über die Notenpresse am Bundestag vorbei
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    Unerträgliche Heuchelei!

    Der Bundestag hat seit Monaten von den ELA Krediten gewußt.

    Hat die SPD-Fraktion einen Antrag eingebracht mit dem Ziel diese zu beenden - z.B. durch Organklage der Regierung beim EGH?

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    O-Ton Sozialdemagogen
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    „Die Finanzkrise muss politisch gelöst werden und nicht wie von der Bundeskanzlerin gewollt über die Notenpresse am Bundestag vorbei und unter Täuschung der Öffentlichkeit.“
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    Der einzige der hier die Öffentlichkeit täuscht ist der Sozialdemagoge Schneider.

    Viel Kundschaft wird er mit seinen billigen Tricks aber nicht locken können.

  • O-Tin Willsch
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    „Die EZB begünstigt Insolvenzverschleppung und setzt damit die Politik unter Druck“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch Handelsblatt Online. „Sie unterstellt nämlich mit der Gewährung der Hilfsliquidität, dass dies nur für kurze Zeit notwendig sei, nämlich bis zur schon als zwangsläufig angenommenen Intervention der Euroretter mittels ESM, EFSF oder wie auch immer die jeweiligen Schuldenvergemeinschaftungs-Instrumente heißen.“
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    Diese Unterstellung trifft inzwischen kaum noch zu, weshalb es richtig ist daß die EZB den Zypern klargemacht gat daß die ELS-Kredite fällig gestellt werden wenn sie nicht zu Potte kommen. Und zwar Pronto.

    Weshalb Willschs Vorwurf ("begünstigt Insolvenzverschleppung") stark überzogen ist.

    Er würde nur dann zutreffen, wenn die EZB die ELA-Kredite bis zum Sanktnimmerleinsrag verlängern würde.

    Tatsächlich hat sie aber - durch die von ihr erzwungene Bankenschließung - den bisherigen Umfang der ELA-Kredite eingefroren und den Zyprioten einen letzten Termin gesetzt.

    Das ist vernünftig.

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    O-Ton Schäffler
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    Der FDP-Finanzpolitiker Frank Schäffler forderte die EZB auf, den maroden Kreditinstituten in Zypern sofort den Geldhahn zuzudrehen. ----------------

    Sofort oder Montag - was für einen Unterschied soll das machen?

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    O-Ton Schäffler
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    „Insolvente Banken auf Zypern dürfen nicht weiter über die EZB am Leben gehalten werden“, sagte Schäffler Handelsblatt Online. Dieser Rechtsbruch habe die zypriotische Krise verursacht.
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    Hier redet unser Strukturvertriebsdrücker 'mal wieder vollkommenen Unsinn:

    Erstens ist eine Gewährung von ELA-Krediten KEIN Rechtsbruch, solange eine begründete Aussicht auf eine Sanierung der Banken per Staat und ESM besteht.

    Und zweites hat nicht die EZB die Krise verursacht, sondern das zu hohe Engagement der z. Banken in gr. Staatsanleihen.

  • die Insolvenzverschleppung funktioniert überall wunderbar.

  • Finanzexperte der Grünen im Europäischen Parlament, Sven Giegold: "Die Verantwortung für den Vertrauensbruch bei der Sicherung der Einlagen bis 100.000 Euro trügen aber die Finanzminister Wolfgang Schäuble, Pierre Moscovici und Jeroen Dijsselbloem."

    "Die Verantwortung für den Vertrauensbruch bei der Sicherung der Einlagen bis 100.000 Euro trügen aber die Finanzminister Wolfgang Schäuble, Pierre Moscovici und Jeroen Dijsselbloem."

    Auch wenn es der Mann, der noch etwas grün (hinter den Ohren zu sein scheint) anders möchte: Tatsache ist, dass der zypriotische Ministerpräsident darauf bestand die Kleinsparer < 100.000EUR mit zu belasten. Wenn das grüne Männchen etwas nachdenken würde, könnte ihm auch klar werden warum: Das angewendete Prinzip Zivilisten als "menschliche Schutzschilde" in Geiselhaft zu nehmen, kennt man doch auch aus bewaffneten Konflikten. Warum sollte es in Finanz"kriegen" anders sein? Hat ja auch bestens funktioniert indem es den Gegenspieler Europa diskreditierte und eine Welle der Entrüstung entfachte. So spannt man den kleinen Mann ein, um sein betrügerisches Geschäftsmodell und russisches Schwarzgeld zu retten. Wer solche Freunde hat wie wir (und solche "Experten" im eigenen Land, braucht keine Feinde mehr.

Mehr zu: Zypern-Krise - „EZB begünstigt Insolvenzverschleppung“