„Charlie Hebdo“-Satire „Auch Propheten dürfen beleidigt werden“

Der türkische Premier Davutoglu hat mit seiner Kritik an der neuen Mohammed-Karikatur aus „Charlie Hebdo“ harsche Reaktionen provoziert. Für deutsche Politiker gehört die Beleidigung des Propheten zur Pressefreiheit.
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Die umstrittene Mohammed-Satire auf dem Cover von "Charlie Hebdo": Für die Türkei hat das Motiv mit Pressefreiheit nichts mehr zu tun. Quelle: dpa

Die umstrittene Mohammed-Satire auf dem Cover von "Charlie Hebdo": Für die Türkei hat das Motiv mit Pressefreiheit nichts mehr zu tun.

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BerlinDie Mohammed-Karikatur auf dem Cover der neuen Ausgabe der französischen Satire-Zeitung „Charlie Hebdo“ sorgt in zahlreichen muslimischen Ländern für Ärger. Dass die Türkei deshalb die Pressefreiheit infrage stellt, sorgt für großen Unmut in Deutschland. Politiker von Koalition und Opposition kritisierten die Haltung des türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu zur Pressefreiheit im Zusammenhang mit dem Abdruck der Satire scharf.

„Das Verhalten des türkischen Regierungschefs spaltet womöglich Völker und Gesellschaften und schürt auch bei uns Vorbehalte gegenüber dem Islam in denjenigen Gruppen, die sich zur sogenannten Pegida zählen“, sagte der Obmann der Unions-Bundestagsfraktion im Auswärtigen Ausschuss, Roderich Kiesewetter (CDU), dem Handelsblatt (Online-Ausgabe). „Hier müssen wir mit Aufklärung und Mut zur Freiheit den Demagogen entgegenwirken.“

Der türkische Ministerpräsident hatte die Veröffentlichung der Mohammed-Karikatur auf der Titelseite der französischen Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo“ am Donnerstag als „schwere Provokation“ bezeichnet. Der islamisch-konservative Politiker fügte hinzu: „Die Pressefreiheit bedeutet nicht die Freiheit zu beleidigen.“ Die Beleidigung des Propheten könne nicht akzeptiert werden.

Kiesewetter betonte, dass die Presse- und Meinungsfreiheit als universelles Menschenrecht seit 1948 in der Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen niedergelegt sei. Sie ist sei Grundrecht aller Menschen unabhängig von Religion und Region. „Dazu gehört auch das Recht, Propheten beleidigen zu dürfen“, sagte der CDU-Politiker. „Was ist das für ein Staat, der, wie die Türkei, in dieses Freiheitsrecht eingreift?“ Deutschland sei hingegen ein weltoffenes Land, das großen Wert auf die Trennung von Politik und Religion lege. „Religion ist Privatsache und muss Privatangelegenheit aller Mitbürgerinnen und Mitbürger in Deutschland bleiben“, so Kiesewetter.

Auch der Europa-Staatsminister im Auswärtigen Amt, Michael Roth (SPD), forderte die Türkei im Handelsblatt zur Achtung der Pressefreiheit auf. „Wer frei leben möchte, muss die Freiheit des Anderen aushalten können - auch wenn sie manchmal schwer erträglich scheint.“

„Davutoglu muss die Karikaturen zulassen“
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  • @ Alexander Knoll „Warum soll ich denn auswandern.“
    Weshalb empfehlen Sie es anderen?

    „...... wir rechnen heute noch mit ARABISCHEN Zahlen, auch viele Grundlagen der Medizin und Astronomie haben wir arabischen Wissenschaftlern zu verdanken.“

    Diese Antwort habe ich erwartet, in ihr offenbaren Sie Ihre Unwissenheit.
    Die Araber eroberten nach der Hidshra weite Teile der arabischen Halbinsel, Mittelasiens und Nordafrikas.
    Zitat:
    Dadurch ist damals ein großer Kulturraum entstanden, in dem das vorhandene Wissen der Antike in arabischer Sprache verbreitet, mathematisches Wissen aus Indien importiert und neue Erkenntnisse generiert wurden. Europa baute auf dieser scheinbar arabischen Kunst auf. Doch es war weder eine arabische noch eine muslimische Kultur. Vielmehr waren es arabisch sprechende Künstler und Gelehrte aus den unterworfenen Ländern. Keiner stammte aus Arabien, keiner war ein indigener Araber und keiner ein korangläubiger Moslem.
    Die Eroberung erfolgte zwar rasch, doch der dogmatische, wissensfeindliche und intolerante Geist des Koran entfaltete sich erst langsam, erstickte dann aber alles freie Denken, jede unabhängige Wissenschaft und letztlich den Fortschritt. Wie hätte von außen eine arabische Kultur vernichtet werden können? Kein Eroberer ist schließlich bis Arabien gekommen. Wahr ist: Eine arabisch-muslimische Kultur hat es nie gegeben, bis heute nicht. In der gesamten islamischen Welt kommen deshalb jährlich weniger neue Bücher auf den Markt als im kleinen Dänemark.

    Prof. Dr. Dr. Hans E. Müller, Braunschweig
    Zitiert aus JF Nr. 3/15, 9. Januar 2015, Seite 23, Leserforum

    Zu Ihrer Kenntnis: Die arabischen Zahlen werden im arabischen Raum indische Zahlen genannt, denn von dort kommen sie. Wir können uns darauf verständigen, daß die Araber Wissen transportiert haben, generiert haben sie keines, denn sie waren Nomaden.

    „...dass wir unsere Werte aufgeben,..“
    Sie sind feste dabei und tolerieren die Intoleranten. Merken Sie das nicht?

  • Hallo Herr Müller, das muss ich ja noch kurz vor dem Wochenende abhandeln:

    Also, ja, gegenüber Gläubigen (nicht Andersgläubigen) fühle ich mich insofern überlegen, als dass ich nicht versuchen muss, eine Fantasiefigur in mein Weltbild zu pressen, daraus Regeln abzuleiten und andere für dieses Hirngespinst zu gewinnen (Konvertieren Sie jetzt zu Mickey Maus und Sie bekommen einen freien Tag im Disney-Paradies...).
    Für mich ist es völlig ok, wenn Homosexuelle Menschen heiraten, Frauen im Bikini auf der Straße herumlaufen oder jemand ein leckeres Stück Iberico isst. Und wenn er lügt, ist das zwar ggf. blöd, aber keine Todsünde.

    Der Punkt, auf den ich geantwortet habe, war eigentlich: Ja, Deutschland und Frankreich verbieten es nicht, rufen aber zur Mäßigung auf. Das ist eine Vorstufe des Verbots und mir absolut nicht recht. Meine Regierung sagt, wir sollten hier, in unseren Zeitungen, auf unseren Internetseiten, uns doch ein wenig von dem Zurückhalten, was völlig rechtmäßig ist und wenn mir danach ist, will ich das verdammt nochmal machen dürfen. Und wenn dann in irgendwelchen Wüstenstaaten Krawalle ausbrechen, weil hier in einer lokalen Zeitung, an die die Leute da unten wer weiß wie gekommen sind, Proteste ausbrechen und die dabei Fahnen und wer weiß was noch verbrennen...

    Dafür darf es keine Toleranz geben. Nicht das kleinste bißchen. Wenn dumme A******* auf einem anderen Kontinent einen imaginären Vaterersatz als Vorwand nehmen, um mir hier Verhaltensvorschriften zu machen... Naja, wenn Sie das gut finden, bitte. Ich nicht.

  • Warum soll ich denn auswandern. Ich habe weder ein Problem mit Muslimen noch eins mit Menschen Ihres Schlages. Solange Sie und die Muslime sich anständig benehmen ist doch alles in Ordnung.

    Und was die Kulturzerstörung angeht: Die Ostasiatischen Staaten hatten eine tolerante Hochkultur mit wissenschaftlichen Einrichtungen und kulturellen Höhepunkte als wir noch im Tierfell um die Feuer getanzt haben. Falls Sie es noch nicht bemerkt haben, wir rechnen heute noch mit ARABISCHEN Zahlen, auch viele Grundlagen der Medizin und Astronomie haben wir arabischen Wissenschaftlern zu verdanken. Natürlich kann nicht geleugnet werden, dass auch eine Blutspur in die Tiefen der Jahrhunderte zurückführt, aber herrje welche Religion hat diese nicht. Der Umgang mit Muslimen heute, und da haben Sie vollkommen recht, sollte auf der Basis gegenseitigen Respektes erfolgen. Das bedeutet aber auch, dass wir mit ihnen respektvoll umgehen. Das bedeutet nicht, dass wir unsere Werte aufgeben, sondern dass wir versuchen aus beiden Werkgemeinschaften für alle das beste zu extrahieren. Verbrechen, Intoleranz einiger weniger dürfen nicht das Zusammenleben der Mehrheiten gefährden, von keiner Seite.

  • @ Hikmet Özdemir „....jede Religion habe eine „Würde, über die man sich nicht lustig machen kann...“

    Auch für den Papst, wie für jeden anderen Gläubigen, gilt: Religion ist Privatsache und hat keinen Anspruch auf irgendwelche Sonderrechte oder besondere öffentliche Beachtung. Wenn der Religiöse glaubt die Regeln seiner Religion einhalten zu müssen, dann soll er das tun. Er hat aber nichtzu verlangen, daß andere dies ebenfalls tun. Dies fordern Muslime in den Ländern, in die sie eingewandert sind. Für diese Forderung gibt es keinen Grund, sie ist unverschämt. Und wenn es Menschen gibt, die sich über Figuren eines Glaubens lustig machen, so haben die Gläubigen dieser Religion es hinzunehmen. Sollte dies für sie nicht möglich sein und ihnen „Schmerzen“ bereiten, gibt es nur einen Weg; das Land dieser Menschen in Richtung des Landes, indem dies nicht geschieht, zu verlassen.
    Was Davutoglu und Erdogan fordern, können sie in der TR ausleben, alle anderen Länder haben mit diesen Forderungen nichts zu tun. Das sollten die „Herren“ endlich begreifen, sie haben Menschen in anderen Ländern keine Anweisungen im Umgang mit ihrem Islam zu erteilen.

  • @ Alexander Knoll „Dann wandern Sie doch aus.“

    Ein echter Knoll, Sie haben sich schon der bereichernden Kultur des Islam unterworfen und merken es noch nicht einmal.
    Weshalb sollte jemand das Land seiner Väter verlassen, nur weil zugewanderte, sich religiös gebenden Menschen, die Regeln ihrer Gesellschaftsordnung über die Regeln des Landes, in das sie eingewandert sind, höher stellen und sich nicht anpassen wollen? Der Islam verbietet die Darstellung von Personen, weil sie, in Mohammeds Zeit, als Götzen verehrt wurden. Er ließ diese in der Kaaba zerstören und durch einen Stein ersetzen. Seitdem beten Muslime dort einen Stein an. Diese Regeln gelten für Muslime, für niemanden sonst und das haben Muslime gefälligst zur Kenntnis zur nehmen und sich entsprechend zu verhalten. Es ist billig ständig für sich Respekt von anderen einzuforden ohne diesen Respekt anderen entgegenzubringen. Es wäre besser für alle hier in Europa lebenden Menschen, wenn Muslime in einem der 57 islamischen Länder der Erde leben würden, es gäbe weniger Probleme und sie könnten diese in ihren Ländern selbst lösen, wozu sie seit über 1600 Jahren nicht in der Lage sind.
    Der Islam ist eine kulturzerstörende Gesellschaftsordnung und hat den Menschen in Afrika, Asien, Europa nichts positives gebracht außer einer sich vom 7ten bis zum 21ten Jahrhundert reichenden breiten Blutspur.
    Frage, weshalb wandern Sie nicht aus in ein Land, indem es nicht so viele Kritiker des Islam gibt? Sie haben Bassam Tibi immer noch nicht gelesen.

  • Herr Gesswein,
    Sie wollen das wesentliche nicht begreifen, oder fühlen
    sich gegenüber Andersgläubigen als der Überlegenere.

    Der Punkt ist: weder Frankreich noch Deutschland verbietet diese Beleidigungen des Propheten, weil es denen politisch in den Kram passt.

    Die EU/D Provokation geht weiter gegen die Orthodoxen
    und Muslimen. KRIEG gegen diese Länder??
    Das hatten wir schon z.Z. der Kreuzritter.

    Herr Samke - wenn Sie Ihre Mtmenschen nicht respektieren
    sagen Sie mir dann nur ein Grund, warum man Sie akzeptieren soll? Sie sollten Ihr Hirn überprüfen lassen.

  • Sie haben, zumindest was die reinen Fakten angeht, recht - also dass es auch hier Grenzen der Meinungs- und Pressefreiheit gibt.

    Aber mit Religion, nicht nur dem Islam, ist es trotzdem etwas ganz anderes. Denn es hört ja nach dem Verbot von Mohammed-Karikaturen nicht auf. Im nächsten Schritt fühlt sich jeder angegriffen, wenn überhaupt etwas gegen Allah oder den Stuss in Koran (oder auch Bibel, um es allgemein zu halten) gesagt wird, selbst wenn es belegbare Fakten sind. Danach fühlt sich jeder angegriffen, wenn unverschleierte Frauen herumlaufen und dann jeder, der sie dafür nicht straffrei steinigen darf. Bevor Sie das für absurd erklären, googlen Sie mal bitte "Iran".

    Der Islam ist ein rückständiges Relikt - das Christentum wäre hier genauso schlimm, wenn "im Westen" nicht so breite Aufklärung stattgefunden hätte. Hat sie aber. Deswegen haben Christenführer kaum macht und Leute, die ihren Glauben so bitterernst nehmen, dass sie bereit sind, für Vergehen von Ungläubigen in anderen Ländern zu sterben und zu töten.. das sind einfach weniger.

    Also, wo ist für Sie der Punkt, wo Sie aufhören, dem Unsinn nachzugeben?

  • @Samke
    Mal langsam: natürlich lehne ich -wie jeder andere wohl auch- radikale Glaubenseiferer ab. Die gibt es aber -da werden Sie wohl zustimmen- nicht nur unter Muslime. Christen verhalten sich -und verhielten sich in der Vergangenheit- auch nicht immer "vorbildlich". Hier geht es doch um die Frage von Karikaturen, die offensichtlich von anderen als Beleidigung empfunden werden. Und da sage ich: wir müssen andere Religionen nicht vorsätzlich beleidigen, nur weil wir meinen, dies mit der Pressefreiheit begründet zu haben. Anstand und Respekt sollten im Zusammenleben nicht verloren gehen. Ich beleidige meinen Nachbarn auch nicht, nur weil ich das ggf. dürfte....

  • Tja dann wird Ihnen wohl nichts übrig bleiben als mit uns allen hier vorlieb nehmen zu müssen. Aber vielleicht ändern Sie ja auch Ihre Einstellung.

  • @Knoll: Nein, ich wandere nicht aus! Das können doch dann bitte diese kulturfremden "Bereicherer" und Schönredner tun.

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