CSU-Generalsekretär Griechland soll über EU-Austritt nachdenken

Griechenland tut sich schwer damit, nötige Reformen umzusetzen. Deshalb ist der CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt dagegen, dem Land weitere Finanzhilfen zu geben. Stattdessen gibt er einen guten Rat.
13 Kommentare
Soll Griechenland der EU den Rücken kehren? Quelle: dapd

Soll Griechenland der EU den Rücken kehren?

(Foto: dapd)

Düsseldorf/BerlinCSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt rät Griechenland angesichts der Schwierigkeiten des Landes bei der Umsetzung der Reformmaßnahmen zu einem freiwilligen Austritt aus der Eurozone. „Wenn Griechenland nicht den nötigen Umsetzungswillen für die unumgängliche Sanierung des Landes aufbringt, dann sollte man dort ernstlich über einen Neuanfang außerhalb der Eurozone nachdenken“, sagte Dobrindt der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“.

Weitere finanzielle Hilfen für Griechenland lehnt der CSU-Politiker derzeit ab. „Ohne echte und wirkende Sparmaßnahmen kann es kein Geld für Griechenland geben. So ist die klare Vereinbarung, und da gibt es keinen Spielraum.“

Laut „Bild“-Zeitung wächst in der schwarz-gelben Koalition der Widerstand gegen das geplante zweite Rettungspaket für Griechenland. Union und FDP müssten um eine eigene Mehrheit im Bundestag bangen. Vor allem bei CDU und CSU gebe es viel Unmut, schreibt die Zeitung.

  • dpa
  • dapd
Startseite

13 Kommentare zu " CSU-Generalsekretär: Griechland soll über EU-Austritt nachdenken"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @Gaishirtle

    Und nach derzeitigem EU-Recht ist es ausgeschlossen, daß Staaten für Schulden anderer Staaten haften, ......

  • Nach der derzeitigen EU-Rechtslage ist ein Austritt aus der Eurozone nicht möglich. Folglich müsste Griechenland vorbereitend aus der EU austreten; damit der Austritt aus der Eurozone dann zwangsläufig folgt.

    Andererseits ist Ihr Einwand insofern berechtigt, dass EU-Recht sowieso nach Belieben gebogen und gebrochen wird, wenn es politisch von Vorteil scheint; man denke nur an die Maastricht-Kriterien.

  • Man muss sich fragen, ob Griechenland schon jemals in Europa gewesen ist. Wenn ein Grieche zum Arbeiten nach Amsterdam oder München geht, sagt er :" Ich gehe nach EUROPA arbeiten." Wie kompliziert das Verhältnis zwischen Byzanz (Ost-Rom) und Westrom ist sah man in dem blutigen Krieg zwischen Kroaten und Serben. Es hätte viel Einfühlungsvermögen bedurft um die Griechen im Abendland heimisch werden zu lassen. Unser Tagtraum ist, dass Griechenland noch die Wiege eines Gesamteuropas ist.
    Die Griechen leiden offenbar nocht unter dem Trauma, dass ein fränkisches Heer Konstantinopel belagert um es auszuplündern. Das obwohl sie wissen, dass das schon über tausen Jahre her ist, Konstantinopel Istanbul heißt und die byzantinischen Schätze bei schweizer Banken lagert. Hört auf zu träumen. Schaut auf die Realitäten!

  • Ich kann mit diesem Ansinnen Herrn Dobrindt nur unterstützen. Aber das ist mir schon seit 2 Jahren klar, dass Griechenland die Eurozone verlassen muss. Das Land hätte nie in die Eurozone aufgenommen werden dürfen, nun muss man endlich dafür sorgen, dass GR die Eurozone wieder verlässt. Kein Geld mehr für Griechenland!

  • Traumtänzer auf Brüsseler Parkett

    Geben ist seliger als Nehmen dachte die deutsche Kanzlerin, als sie am 31.1. 2012 um 22 Uhr dem "Fiskalpakt" zustimmte, den sogar der Deutsche Bundestagspräsident Lammert mit der Attitüde "zu weich" vorab bezeichnet hatte. Vor dem EuGH ausschließlich eine "Schuldenbremse" verhandeln zu dürfen- nicht in Deutschland funktioniert sie- ohne Obligo des Klagerechts gegen die Maastrichter Werte und den Lissanbonvertrag, ist so glaubwürdig, wie der Papstbesuch der Cosa Nostra.. Avanti, avanati,heute drei Schritte vor und morgen vier zurück, dachte Mario Monti, der mit seiner technokratischen Politik angeblich binnen zweier Jahre insbesondere die italienischen Unternehmer überzeugen will. Dass deutsche Handelskaufleute das Schmunzeln der italienischen Bevölkerung kennen und ein Mentalitätswandel, so er den überhaupt gewünscht wird, binnen zwei Jahren die ESM- Aufstockung in Anspruch nehmen wird,ist so wahrscheinlich, wie der andere italienische Superheld M1 M2 M3 in Kürze nutzen wird. Während die Finanzmärkte das Morphin bereitz antzipieren und die Trippelschritte der Traumtänzer beschleunigen, sehen seriöse Volkswirte auf die geldaggregate wie das Kaninchen auf die Schlange. Indem die ECB die Zahlungsbilanzströme an Kapitalexporte südländischer Nichtbanken umleitet- der Anteil Italiens beträgt schon heute 32% am Drei-Jahres-Tender- meint sie, es entstünde größere Flexibilität auf den Märkten für Güter, Dienstleistungen und Arbeit.Jedoch wie die Oliven und der Portwein zeigen wird Wirtschaftsfähigkeit von Menschen gemacht. Die unlimitierte Flutung wird zur deflationären Ebbe auf dem Brüsseler Parkett, das ohne rechtliche Grundlage des Ausschlusses einer endlosoper im Zuschauerraum sitzt, und die vorderen Reihen, allen voran das untätige BVerfG ohne Text klatschen Beifall. CSU dei Name sei Hasenfuss.

  • Griechenland wird nicht austreten, denn dann müsste die griechische Politikerkaste aktiv werden und Einschnitte hinnehmen.

    Vielmer soltle sich Dutschland überlegen auszutreten. Das ist der einzig sinnvolle Weg. Sogar so mancher Franzose sieht das so:
    http://www.n-tv.de/leute/buecher/Das-Ende-des-Euro-als-Neuanfang-article5273666.html

  • Ein Geschäftspartner, der sich mein Vertrauen durch Lügen und Fälschungen erschlichen hat, der mich überdies jahrelang ausnimmt wie eine Weihnachtsgans und der, nachdem er erwischt wurde, nicht mal daran denkt, seinen Stil zu ändern, hat kräftig eins in die Fr...e verdient. Der sollte lieber heute als morgen rausgeschmissen werden.

    Allerdings müßte man sich selbst mal psychologisch untersuchen lassen, weil es ja schließlich nicht normal sein kann, sich so ein Verhalten so lange Zeit untätig gefallen zu lassen.

  • Hurra !
    Und ich bin dafür, Dunkel-Ossiland wieder an die Russen zurückzugeben - am besten noch mit den Hungerleider-Bundesländern wie Berlin, NRW, SHS, etc. Selbstverständlich incl. aller auf meine Steuerkosten schmarotzenden Hartzer in Deutschland !

  • Warum sollte GR freiwillig austreten wollen? Da gibt es doch gar keinen Anreiz für. Wenn die EU keine weiteren Kredite gewährt, wird man sich via griechische Notenbank schon was einfallen lassen. Hauptsache das Zahlungsverkehrssystem Target II bleibt für Griechenland offen - dann kann gar Nichts passieren.

    Nee, nee, da kann man als Europäer nur über einen Rausschmiss nachdenken. Aber da die öffentliche Meinung immer noch so ist, dass man als guter Europäer gilt, wenn man möglichst viel an möglichst Alle verteilt statt auf Qualität im eigenen Haus zu achten wird da wohl Nichts draus. Schade eigentlich.

    Auch wenn am Ende der "Prozesskette" selbst Deutschland pleite sein wird - nach dem Regen folgte noch immer der Sonnenschein; zum Glück.

  • Überschrift "Griechland soll über EU-Austritt nachdenken"
    Zitat aus dem Artikel: "CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt rät Griechenland ....zu einem freiwilligen Austritt aus der Eurozone"
    Was nun?
    Austritt aus der "EU" oder Austritt aus der "Eurozone"?
    Man scheint entweder bei der CSU oder bei dem HB den Unterschied nicht zu kennen!!!
    Dazu kommt dass der CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt nur Stammtischparole posaunt ohne sich konkret über die einzelne Schritte fest zu legen.
    Das "WIE" ist das Problem, Herr Schlaumeier, nicht das "WAS"

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%