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USA Der große Profiteur des Weltkriegs

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„Geld befehligt alles andere“
Das Leben und Leiden der Soldaten
Erster Weltkrieg - Mobilmachung
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Mobilmachung im August 1914 in Deutschland: Die Menschen Unter den Linden in Berlin greifen nach den Extrablättern, die den Ausbruch des Krieges bekanntgeben. Vor allem in den Gesichtern der Damen ist eher Sorge als Freude zu erkennen ...

(Foto: dpa)
Deutsche Soldaten ziehen in den Ersten Weltkrieg
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... was sich kurz darauf zumindest scheinbar ändert: Die deutschen Soldaten ziehen in den Krieg und verabschieden sich voller patriotischem Pathos von ihren Liebsten.

(Foto: dpa)
Erster Weltkrieg - Mobilmachung
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Ob jung oder alt – die Kriegsbegeisterung in Deutschland war groß. Auch dieser nicht mehr ganz so junge Freiwillige ließ sich offenbar davon anstecken. Der festlich geschmückte Zug brachte die Truppen an die Westfront. Das Bild stammt aus dem August 1914 und wurde in Leipzig geschossen.

(Foto: dpa)
Erster Weltkrieg - Mobilmachung
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Über Metz nach Paris: Viele lachende Gesichter sind zum Abschied in München zu sehen. Ein großer Teil der Soldaten sollte nicht von der Front zurückkommen. Die traurige Bilanz nach vier Jahren Krieg: rund 8,5 Millionen Gefallene, über 21 Millionen Verwundete und fast 8 Millionen Kriegsgefangene und Vermisste.

(Foto: dpa)
huGO-BildID: 37546298 FOUR OF ONE HUNDRED PHOTOS WORLD WAR ONE CENTENARY TIMELINE - In this undated file photo, Prussian soldiers leaving Berlin for
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Abschied in Berlin: Hier bekommt ein Soldat Blumen, die ihm Glück bringen sollen.

(Foto: ap)
huGO-BildID: 37546517 FORTY FOUR OF ONE HUNDRED PHOTOS WORLD WAR ONE CENTENARY TIMELINE-In this undated file photo, a British recruiting poster displ
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Die Briten mussten zu Beginn des Krieges Freiwillige mobilisieren, da die allgemeine Wehrpflicht erst 1916 eingeführt wurde. Hier wirbt Feldmarschall Herbert Kitchener für die Sache.

(Foto: ap)
Österreich im ersten Weltkrieg
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Für viele Soldaten hieß es zunächst einmal: marschieren. Hier ziehen österreichische Soldaten mit Pferden durch ein Tal im Grenzgebiet zwischen Österreich und Italien.

(Foto: dpa)

Die Aktie des Unternehmens Dupont kletterte zwischen 1914 und 1918 von 20 auf 1000 Dollar. Der US-Konzern, spezialisiert auf Chemieerzeugnisse, lieferte 45 Prozent des Munitionsbedarfs der Alliierten. Wenn noch Lagerraum auf den Schiffen gen Europa frei war, wurde dieser eilig gefüllt mit Eisenerz, Zink, Wolle, Holz, Öl, Chemikalien, Farbstoffen oder Medikamenten. Rohstoffe waren knapp in Europa, besonders Lebensmittel. An der Rohstoffbörse in Chicago verdoppelte sich der Weizenpreis im Laufe des Weltkrieges Vier Millionen Tonnen wurden pro Jahr über den Atlantik verschifft.

Besonders heikel war die Frage, ob die US-Banken den europäischen Ländern Kredite gewähren sollten. Zwei Tage nach Kriegsausbruch fragte die französische Regierung beim Geldhaus JP Morgan nach einem Kredit in Höhe von 2,3 Milliarden Dollar (nach heutigem Geldwert). Der Staat mag sich noch so neutral geben, beim Geschäft hört das auf.

Wer Frankreich einen Kredit gibt, will, dass das Land den Krieg gewinnt, um das Geld auch zurückzubekommen. JP Morgan fragte beim US-Außenminister William Jennings Bryan nach, und der schrieb an Präsident Woodrow Wilson: „Geld ist die schlimmste aller Konterbande. Es befehligt alles andere.“

Wilson, seit 1913 im Amt, hatte bei seiner Entscheidung im Hinterkopf, dass jeder dritte Amerikaner Wurzeln in Europa hat. Die Hälfte dieser Auswandererfamilien stammte ursprünglich aus Deutschland, Österreich und Irland und hielt es laut renommierten Historikern mit den Mittelmächten. Und so entschied die Regierung, dass Anleihen an Kriegsparteien zwar legal seien, aber dem Geist der Neutralität widersprächen.

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Warum die USA in den Krieg eintraten
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2 Kommentare zu "USA: Der große Profiteur des Weltkriegs"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • LUSITANIA-AFFÄRE
    Schmutziges Geschäft

    Ein Täuschungsmanöver brachte Amerika in den Ersten Weltkrieg: Der Untergang des britischen Passagierschiffes "Lusitania" war von Winston Churchill vorgeplant, behaupten britische Autoren.
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42787456.html

  • interessant zu erwähnen wäre, dass die Lusitania kein Kreuzfahrtschiff war, sondern im Auftrag der englischen Marine als Kriegsschiff gebaut wurde und auch als solches registriert war. Die Lusitania wurde zur Tarnung der Cunard-Linie als Kreuzfahrtschiff übergeben, brachte aber reichlich Munition und Kriegsgerät von den "neutralen" USA nach England. Auf ihrer letzten Fahrt packte man reichlich zahlende Gäste auf das Schiff, fuhr es den deutschen U-Booten direkt vor die Rohre. Seltsam auch, dass es trotz nur einem Torpedo-Treffer binnen Minuten sank. So konnte man die US-Öffentlichkeit zum Kriegseintritt bewegen. Hört sich sehr nach Tonkin-Zwischenfall an, mit dem die USA im August 1964 den Krieg gegen Nordvietnam provozierten.
    Erwähnen würde ich auch den Staatsstreich der int. Hochfinanz, der im Dezember 1913 mit dem Federal Reserve Act überhaupt erst die finanz. Basis für diesen (und andere) Kriege schuf.
    Sehr empfehlenswert das Buch
    "Die_Kreatur_von_Jekyll_Island_-_Die_US-Notenbank_Federal_Reserve" von G._Edward_Griffin

    "Es wird Krieg gegen Deutschland geben, spätestens im Herbst 1914"
    Marineminister Winston Churchill zum Chef der Cunard-Linie im Frühjahr 1913

    "Falls das amerikanische Volk jemals die Kontrolle über die Herausgabe ihrer Währung auf Banken übertragen sollte, werden diese und die Firmen, die sich um sie bilden, unter dem Einsatz von Inflation und Deflation, dem Volk solange ihr Eigentum wegnehmen, bis die Kinder obdachlos auf dem Kontinent, den ihre Väter einst in Besitz nahmen, aufwachen.
    Die Herausgabe von Geld soll von den Banken weggenommen werden, und zurück auf den Kongress und das Volk übertragen werden.
    Ich glaube aufrichtig, dass Banken, mit dem Recht Geld herauszugeben, gefährlicher für die individuellen Freiheitsrechte sind als eine stehende Armee."

    Thomas Jefferson, dritter Präsident der USA, 1776