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18. Bundesstaat Maryland schafft Todesstrafe ab

Maryland hat nun per Gesetz als 18. US-Bundesstaat die Todesstrafe abgeschafft. Bereits seit 2005 wurde sie in Maryland nicht mehr vollstreckt. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch begrüßte den Schritt.
03.05.2013 - 07:45 Uhr Kommentieren
Marylands Gouverneur Martin O'Malley (dritte Person v.r.) unterschreibt das Gesetz zur Abschaffung der Todesstrafe. Maryland ist der erste Südstaat der Mason-Dixon Line, der gesetzlich die Todesstrafe aufhebt. Quelle: ap

Marylands Gouverneur Martin O'Malley (dritte Person v.r.) unterschreibt das Gesetz zur Abschaffung der Todesstrafe. Maryland ist der erste Südstaat der Mason-Dixon Line, der gesetzlich die Todesstrafe aufhebt.

(Foto: ap)

Washington Als 18. US-Bundesstaat hat Maryland die Todesstrafe abgeschafft. Ein entsprechendes Gesetz habe Gouverneur Martin O'Malley am Donnerstag unterzeichnet, teilte sein Büro in Annapolis mit. Die Todesstrafe wird damit in dem Ostküstenstaat ab dem 1. Oktober durch lebenslange Haft ohne Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung als Sanktion für die schwersten Verbrechen ersetzt. Das Abgeordnetenhaus des Bundesstaates hatte das Gesetz im März beschlossen. Die Todesstrafe wird in Maryland bereits seit 2005 nicht mehr vollstreckt.

„Mit dem heute unterzeichneten Gesetz hat Maryland eine Politik wirksam beseitigt, die nachgewiesener Maßen nicht funktioniert hat“, heißt es in der Mitteilung des Gouverneursbüros weiter. „Es ist belegt, dass die Todesstrafe nicht abschreckend wirkt, nicht ohne Voreingenommenheit hinsichtlich der Hautfarbe angewandt werden kann und dass sie dreimal soviel kostet wie lebenslange Haft ohne vorzeitige Entlassung.“ Außerdem könne eine an einem Unschuldigen vollstreckte Todesstrafe nicht wieder gutgemacht werden.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) begrüßte den Schritt. „Mit der Aufhebung der Todesstrafe tritt Maryland einer größer werdenden Gruppe von Staaten bei, die eine grausame und von Natur aus ungerechte Praxis ablehnt“, sagte HWR-Strafjustizexpertin Alba Morales. Zugleich forderte sie Gouverneur O'Malley auf, die Regelung auch rückwirkend auf die fünf noch in Maryland einsitzenden Todeskandidaten anzuwenden.

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