18. Mitglied im Währungsclub Lettland führt den Euro ein

Während es in der Euro-Zone an vielen Stellen brennt, traut sich ein neues Land in die Währungsgemeinschaft: Die EU lässt Lettland zum 1. Januar beitreten. Ein Entschluss, der im Land selbst nur jeden Fünften begeistert.
Update: 09.07.2013 - 12:24 Uhr 9 Kommentare
Auch wenn die Währungsunion momentan ein wenig wie ein Stern ohne Glanz anmutet – für einige Länder scheint die Euro-Zone weiter attraktiv zu sein. Quelle: dpa

Auch wenn die Währungsunion momentan ein wenig wie ein Stern ohne Glanz anmutet – für einige Länder scheint die Euro-Zone weiter attraktiv zu sein.

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BrüsselDas Eurogebiet wird größer: Lettland kann zum 1. Januar kommenden Jahres den Euro einführen. Die EU-Finanzminister billigten am Dienstag in Brüssel mehrere Rechtsakte, die die Aufnahme ins gemeinsame Währungsgebiet ermöglichen, berichteten Diplomaten.

Das Land mit rund zwei Millionen Bürgern erfüllt alle Maastrichter Beitrittskriterien und wird das 18. Mitglied in dem Währungsclub. Der Umrechnungskurs wird 0,702804 Lats für 1 Euro sein. Der lettische Ressortchef Andris Vilks sprach zum Auftakt des Treffens von einem symbolischen Datum. „Wir gehen voran, weil wir wissen, wie wichtig dieses Ziel ist.“ Der Euro sei ein wichtiger Anker, gerade für kleine Volkswirtschaften in Europa.

Die EU-Kommission und die Europäische Zentralbank (EZB) hatten dem Land im Nordosten des Kontinents im Juni die Euro-Reife bescheinigt. So lag etwa die Staatsverschuldung 2012 bei 40,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), erlaubt sind 60 Prozent. Das Defizit betrug 1,2 Prozent vom BIP, erlaubt sind 3 Prozent.

Drei Jahre Eurokrise – ein Rückblick

Im Land selbst ist die Begeisterung noch nicht so groß wie beim Finanzminister. Mehr als die Hälfte der Letten ist einer Umfrage zufolge gegen die für 2014 geplante Einführung des Euros. Bei einer Befragung des Marktforschungsunternehmen SKDS sprachen sich 53 Prozent der Befragten gegen den Währungswechsel aus, sagte Meinungsforscher Arnis Kaktins am Dienstag im lettischen Radio. Nur 22 Prozent unterstützten die Übernahme der Gemeinschaftswährung.

  • dpa
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9 Kommentare zu "18. Mitglied im Währungsclub: Lettland führt den Euro ein"

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  • > Die Welt wird nicht bedroht von Menschen, die BÖSE sind, sondern von MENSCHEN, die das BÖSE zulassen <

    Warum sind wir in D so still ?

  • Zitat : Lettland führt den Euro ein

    - Zypern war ein Kindergartensteueroase im Vergleich zu Lettland !

    Warum erzählt man denn nicht, wie dieser Lettische Staat seine Aufnahmebedingungen erfüllt ? Wo kommt denn das Geld her, von 2 Mio. Bauern, die hauptsächlich Zuckerrüben anbauen ?

    Das Land hat nämlich 30 Banken ( !!!!! ), die proppenvoll sind mit Oligarchen-Einlagen der Russen und sonstigen Gaunern der Früheren SU !

    Wenn die wieder abziehen müßen ( EU Vorgaben ) werden diese Banken genau so wackel wie die Zypriotischen !

    Was glaubt man denn, wer diese Banken retten wird..........na logisch, die Mutter Theresa ! Und wie schnell die Letten dann bei einem Defizit von 100% und mehr sind ? So schnell kann Sich das "Sparschweinchen im Wägelchen" erst gar nicht umdrehen....??!!!

    Und wer letztendlich den Mist bezahlen wird....?

    Abwahl der Gauner im September !!!!

  • Wieso kann einem Volk eine derartig einschneidende Maßnahme aufgezwungen werden? Wieso wird die Dekomkratie ausgesetzt, sobald es ums Geld geht? Eine Riesensauerei! Hoffentlich demonstrieren die armen Leute wenigstens.

  • Dachte nur bei uns gäbe es die Diktatur, daß in den Wahlperioden gemacht wird was die Politelite will und nur kurz vor Wahlen der Anschein entsteht, als handele man nach dem Willen des Volkes.

  • "Nur 22 Prozent unterstützten die Übernahme der Gemeinschaftswährung."

    Na klappt doch.
    Wozu brachts da noch Demokratie oder gar das böse Volk !

  • Ist der Euroeintritt bei den Letten so eine Art Mutprobe?
    Wissen die auch,dass der Euro mit einer Tretmine vergleichbar ist? Man kann nur reintreten aber nicht raus.

  • freiwillig ?

  • Die Letten tun mir jetzt schon Leid.

  • Arme Letten...Die sparen und leben auf niedrigem Niveau, um Staatswirtschaft und Kommunismus im Süden Europas zu bezahlen. Ob die Letten das wirklich wollen oder ob man der Politikkaste nicht ein paar Millionen überwiesen hat, damit das Projekt Euro fortgeführt werden kann?

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