50 Jahre Anwerbeabkommen Erdogan: Merkel soll bei EU-Beitritt unterstützen

Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan erwartet von der Bundesrepublik eine starke Förderung beim Bemühen um einen EU-Beitritt. In einer Rede verwies er auf Bündnisse beider Länder seit dem Ersten Weltkrieg.
21 Kommentare
Auf den Unterstützungs-Wunsch ihres türkischen Kollegen Erdogan ging Bundeskanzlerin Merkel nicht ein. Quelle: Reuters

Auf den Unterstützungs-Wunsch ihres türkischen Kollegen Erdogan ging Bundeskanzlerin Merkel nicht ein.

(Foto: Reuters)

BerlinDer türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan hat die Bundesregierung aufgefordert, sich stärker als andere Staaten für die EU-Mitgliedschaft seines Landes einzusetzen. „Deutschland ist das Land, das wir uns an erster Stelle erhoffen, wenn um die Unterstützung der Türkei geht“, sagte Erdogan am Mittwoch in Berlin zum 50. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens. Bundeskanzlerin Angela Merkel ging danach in ihrer Rede nicht auf den türkischen Wunsch ein. Merkel strebt anstelle einer Vollmitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Union eine sogenannte privilegierte Partnerschaft an.

Erdogan lehnte die Assimilation der aus der Türkei eingewanderten Menschen in Deutschland scharf ab. „Ich weiß vom Herzen, dass in Deutschland Antisemitismus verurteilt wird, dass es genauso ein Vergehen an der Menschheit ist wie Assimilation“, erklärte er laut der Übersetzung seiner Rede. Anders sei es bei der Integration, die er unterstütze. Er danke deswegen den deutschen Behörden für die Bemühungen um die Eingliederung der aus der Türkei stammenden Menschen.

Erdogan beschwor eine deutsch-türkische Schicksalsgemeinschaft, die älter als das Anwerbeabkommen sei und verwies unter anderem auf das Bündnis beider Länder während des Ersten Weltkriegs. In der Gegenwart seien die Türken besonders stolz auf prominente deutsche Filmemacher, Künstler oder Fußballer, die eine türkischen Hintergrund hätten. Um die gemeinsamen Bande zu unterstreichen, sagte der Ministerpräsident auf deutsch: „Wir sind zusammen.“

Merkel betonte wie zuvor Erdogan die großen wirtschaftlichen Leistungen der türkischstämmigen Gemeinde, schränkte aber ein, dass es noch Probleme gebe wie beispielsweise Bildungsdefizite bei Jugendlichen aus Zuwanderer-Familien. Die Kinder müssten bereits im Elternhaus erfahren, dass Lernen und Schule einen hohen Stellenwert hätten. „Die deutsche Sprache zu lernen und zu beherrschen ist für eine gelungene Integration zwingend“, erklärte die CDU-Chefin.

Die Frage der Integration sei angesichts eines Bevölkerungsanteils mit Migrationshintergrund von 20 Prozent entscheidend für die Zukunft Deutschlands, sagte Merkel. An die Alteingesessenen gewandt sagte sie: „Wir müssen endlich verstehen, das Vielfalt auch Bereicherung bedeutet.“ Basis des Zusammenlebens sei das Grundgesetz. Vor dem Hintergrund, dass Erdogan sich wiederholt zum Anwalt der Menschen aus der Türkei gemacht hatte, sagte die Kanzlerin: „Alle, die über viele Generationen schon hier bei uns leben (...) sollen wissen, ich bin auch ihre Bundeskanzlerin, die Bundesregierung ist auch ihre Bundesregierung.“

  • rtr
Startseite

Mehr zu: 50 Jahre Anwerbeabkommen - Erdogan: Merkel soll bei EU-Beitritt unterstützen

21 Kommentare zu "50 Jahre Anwerbeabkommen: Erdogan: Merkel soll bei EU-Beitritt unterstützen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Vielen Dank
    an die vielen islamfreundlichen Politiker
    in Deutschland & der EU…
    .
    Die Auswüchse des Islam in der EU…
    ====================================================
    Welt online 07:39h, 31.10.2011Autor: Henryk M. Broder
    .
    Dänemark
    Islamische Moralpolizisten fordern "Scharia-Zonen"
    Vertreter europäischer Muslime stellen absurde Forderungen: In Dänemark wird bereits diskutiert, ob in Teilen des Landes die Scharia gelten soll.
    ===================================================
    .
    Gute Nacht Deutschland, EU…
    .
    Wer & Was will uns noch retten?

  • .
    "Imperator Erdokan"


    das heißt

    "Imperator Erdogan"
    .

  • Nachdem ich das Ergebnis des Gesprächs Merkel/Erdogan nun gelesen habe muss ich sagen, Frau Merkel hat's gemerkt und mich für "die dümmste Merkel" bitte entschuldigen.

  • Mit Verlaub,
    für mich sind die deutschen Politiker unsere Staatsfeinde!
    .
    Der wahre Grund dieser „Invasion“
    ist vielmehr,
    sie wollen ein besseres Leben führen,
    und das geht ohne Arbeit nur in Deutschland auf unsere Kosten!
    .
    Diese Menschen kommen nicht zu uns weil sie uns mögen, NEIN,
    auch nicht um hier zu arbeiten,
    NEIN,
    sondern wegen den sozialen Leistungen unseres Volkes.
    .
    Kindergeld,
    Sozialhilfe,
    Krankenkassen,
    Hartz 4,
    Rente
    .
    Wer hat´s verbrochen?
    .
    Die deutschen Politiker!
    .
    >>>Dem deutschen Volk zuliebe?<<<

  • Alle Hoffnung umsonst?
    Das Diktat der Deckfarbensozialisten "Grün" und linken Faschisten in der SPD zur Unterwanderung der Deutschen Bevölkerung durch maßlosen Zuzug aus der uns fremden osmanischen / türkischen Kultur war ein gesellschaftspolitisches Verbrechen gegen unser Volk / unsere Nation.
    Özdemir,sinngemäß:Was unsere Väter am Kahlenberg mit Waffengewalt nicht geschafft haben, schaffen wir jetzt ohne Waffen!
    Erdogan, sinngemäß: Auf den Zug der Demokratie springen wir gere auf, bis wir (unser Islam-) Ziel erreichr haben.
    Unser jetzige Bundespräsident erklärte die uns fremde Kultur des Islam offiziell als Bestandteil unserer abendländischen Kultur, gegen den Willen der Deutschen!
    Was kann uns noch vor dem Joch dieser islamistischen Gefahr schützen?
    Werden wir Deutsche in absehbarer Zeit als Angehörige der ehemaligen Deutschen Nation eine Minderheit in der osmanisch / türkischen Provinz "Deitschtürkland" bilden?
    Widerlich, dieser überaus arrogante Islame, Herr Erdogan.

  • ZU
    margrit117888
    02.11.2011, 17:38 Uhr
    .
    Sie Schreiben einem sehr großen Teil der Deutschen
    aus dem Herzen!
    .
    Leider nicht allen…
    .
    Aber wie überall,
    so gibt es auch in Deutschland viele Menschen,
    und nicht nur Politiker,
    die resistent gegen die Wirklichkeit sind!

  • Gott hilf uns, dass DIE niemals in die EU kommen. Es sei denn, wir treten vorher endlich aus...

  • Das Erdokan immer breitbeinig nach Deutschland kommt, liegt daran das er sehr viel nahen Besuch aus Berlin hatte.
    Ein Beitritt der Türkei liegt so fern wie der Pluto und ist nicht notwendig. Schliesslich sind die 7 millionen Türken in Deutschland mit uns schon in der EU. Das die hier alle
    stramme Türken sind und die Kinder erst türkisch lernen
    und danach auch türkisch sprechen muss den Imperator Erdokan doch gefallen. Wenn er jetzt noch die Kurdengebiete
    an die Kurden zurück gibt, dann wird er der Größte in seinen Reich der begrenzten Möglichkeiten. Er sollte mal
    bei uns ein Vogelschiessen besuchen.

  • Spätestens nach dessen Rede Februar 2008 in der Kölnarena müsste doch nun auch die dümmste Merkel germerkt haben, welche Ziele dieser Obertürke und Moslem verfolgt.

  • Nach dem ungehörigen Benehmen von Ergdogan in Deutschland, rückt ein EU-Beitritt der Türkei in immer weitere Ferne. So gewinnt man keine Partner.

    Erdogans absurde Forderungen und populistische Aufwiegelung der hier lebenden türkisch-stämmigen Bürger könnte auch darauf hindeuten, dass von türkischer Seite wohl ebenfalls kein ernsthaftes Interesse mehr an einem EU Beitritt besteht.

    Und man sich folglich auch keine Mühe mehr gibt, konstruktiv politisch mit Deutschland umzugehen.

    Erdogans „Forderungen“ zum EU-Beitritt kann getrost als hohle Rhetorik angesehen werden.

    So gesehen kann politisch nun auch nicht viel mehr Porzellan zerschlagen werden, denn vieles deutet nach Erdogans Besuch darauf hin, dass das deutsch-türkische Verhältnis ohnehin völlig zerrüttet ist.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%