5+1-Gespräche Enttäuschung über Iran bei Atomverhandlungen

Die internationale 5+1-Gruppe und der Iran ringen auf diplomatischem Parkett um eine Annäherung im Atomstreit. Zum zweiten Mal binnen Wochen verhandeln die Lager. Doch Teherans Verhalten passt der Gegenseite nicht.
Update: 06.04.2013 - 04:51 Uhr 5 Kommentare
Irans Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad bei der Inspektion der Atomanlage Natans im Zentraliran. Quelle: dpa

Irans Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad bei der Inspektion der Atomanlage Natans im Zentraliran.

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AlmatyDie internationalen Verhandlungen über das iranische Atomprogramm werden am Samstag fortgesetzt. Der erste Tag der Gespräche im kasachischen Almaty brachte keine Annäherung. Die Chancen auf einen Durchbruch werden auch am zweiten wie letzten Verhandlungstag als gering eingestuft, auch wegen der im Juni anstehenden Präsidentenwahl im Iran. Die Islamische Republik hat mit eigenen Vorschlägen auf das im Februar vorgelegte Angebot der Sechsergruppe aus den USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien und Deutschland reagiert. Vize-Unterhändler Ali Bagheri deutete an, dass der Iran genau wissen wolle, welche Sanktionen wann und wie fallengelassen würden, wenn sich das Land auf weitere Zwischenschritte einlasse.

Die internationale Gemeinschaft hat sich zuvor von den Verhandlungen mit dem Iran über Teherans Atomprogramm enttäuscht gezeigt. Der Iran habe „noch keine klare und konkrete Antwort“ auf das jüngste Angebot der sogenannten 5+1-Gruppe gegeben, sagte ein westlicher Diplomat am Freitag bei den Verhandlungen in der kasachischen Großstadt Almaty. Zur 5+1-Gruppe gehören die fünf UN-Vetomächte USA, China, Russland, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland.

„Wir sind einigermaßen verblüfft“, sagte der Diplomat mit Blick auf die iranische Stellungnahme. Zuvor hatte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton als Chefunterhändlerin der internationalen Gemeinschaft von Teheran eine „durchdachte, ausgewogene und wohl überlegte“ Antwort gefordert. Die 5+1-Gruppe verzichtet nun angeblich auf ihre bisherige Forderung an den Iran, die Uran-Anreicherungsanlage in Fordo zu schließen. Stattdessen solle lediglich die Leistung reduziert werden.

Ziel des iranischen Angebotes sei ein Neubeginn der Zusammenarbeit, sagte Vize-Verhandlungsführer Ali Bagheri, ohne Details zu nennen. Diplomaten rechneten nicht mit einem Durchbruch.

Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Kernenergie ein Atomwaffenprogramm zu betreiben. Die iranische Führung bestreitet das. Teheran fordert seinerseits, das Recht auf ein ziviles Atomprogramm anzuerkennen und die Sanktionen gegen das Land aufzuheben. Zuletzt hatten sich beide Seiten Ende Februar getroffen, ebenfalls in Almaty.

„Der Iran sollte der internationalen Gemeinschaft versichern, dass er nur an friedlicher Atomnutzung interessiert ist, ohne militärische Hintergedanken“, forderte Ashtons Sprecher Michael Mann. Zunächst war unklar, ob die Verhandlungen am Samstag fortgesetzt würden.

Kurz vor dem Treffen in Almaty telefonierte Bundesaußenminister Guido Westerwelle mit seinem iranischen Kollegen Ali-Akbar Salehi. Das Auswärtige Amt in Berlin nannte das Gespräch anschließend „konstruktiv“. Westerwelle habe die Notwendigkeit unterstrichen, nun endlich zu einem „substanziellen Gesprächsprozess“ zu kommen. Wie die iranische Nachrichtenagentur Fars meldete, äußerte auch Salehi die Hoffnung auf einen „Start zu einem Schritt vorwärts“.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte positive Ergebnisse angemahnt. „Ich hoffe auf konkrete Fortschritte bei dem Treffen“, sagte Ban der iranischen Agentur Irna zufolge.

  • dpa
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5 Kommentare zu "5+1-Gespräche: Enttäuschung über Iran bei Atomverhandlungen"

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  • @Santos

    Nach Ihrer Logik kommen Sie ja bei einem Präventionskrieg seitens Israel ,(unter Umständen mit dem Einsatz von vorhandenen Atomwaffen) noch zum Zeitung lesen...?

    http://www.atomwaffena-z.info/atomwaffen-heute/atomwaffenstaaten/index.html

    Ausserdem kann nur etwas weggenommen werden, was man besizt.(siehe Geheimdienstberichte)Bitte selber `mal googeln......

    Und als was sich Perser oder Iraner fühlen sollten wir schon Ihnen selbst überlassen.(Oder haben wir nicht selbst genug Probleme mit Schwachmaten und Ganoven???).

    Einfach `mal Scholl-Latour und Michael Lüders lesen, dass hilft weiter.(Bild u.ä. dagegen weniger.)

    PS: wWer immer gleich mit "Antisemitismus" kommt bohrt von hause aus dünne Bretter!!!! Wahrscheinlich fehlts an Argumenten. BR

  • bin ganz deiner meinung, die menschen sind immer weniger in der lage selbst und kritisch zu denken. Ist ja einfacher andere das denken zu überlassen und ach ja gleich fängt ja wieder irrgendeine bess.... sendung an ist wichtiger.

  • Ich befürchtete schon, dass es hier nur noch Irre gibt. Zum Glück hat mich "pro-d" eines Besseren belehrt!!!!!
    An Santos die Frage, wieviel "Frieden schaffende Atombomben"
    besitzen denn die USA bzw. Israel??? Bitte nicht googeln!
    Wär der Frieden nicht noch sicherer wenn auch der Iran welche bekämen? Nach deiner "Denkweise"(IRONIE)...
    Wer sorgt denn, natürlich in bester Absicht, überall in der Welt für "Stimmung".........? Ehrlich gesagt Perser sind weniger reisefreudig ..!!

  • Wie blöd , nicht mitmenschlich und unmitfühlend kann man sein , wenn man die eklatanten und katastrophischen Menschenrechtsverletzungen , Folter , Morde , Verfolgungen in der sog IRI nicht sehen will - schon allein aus diedem Grunde gehören diese gefährlichen Mullahs und Muchtahs weg .
    Egal wie .
    Punkt

  • Nun höre man sich mal diesen Quatsch an.

    Beim friedliebenden Persien (seit 300 Jahren hat es keinen Krieg begonnen), will man denen die Atomforschung verbieten.

    Beim Kriegstreiber Israel fördert man noch den A-Bomben Bau

    Und beim nicht so friedliebenden Nordkorea siehr man stillschweigend zu, wenn die in alle Ruhe (angeblich) A-Bomben bauen.

    Sorry, ist der dt. Leser denn echt schonb so ge BILDet, dsass man ihm so etwas anbinden will?

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