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Abrüstung Uno ruft zu Welt ohne Atomwaffen auf

US-Präsident Barack Obama will den Schrecken eines Atomschlages in der Welt verhindern: Deshalb präsentierte er dem Uno-Sicherheitsrat eine Initiative, die auf die Abschaffung aller nuklearen Massenvernichtungswaffen abzielt. Am Donnerstag nahm das Gremium den Obama-Plan einstimmig als Resolution an - auch die Atommächte Russland, China, Frankreich und Großbritannien votierten mit Ja.
Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon und U(S-Präsident Barack Obama beim Anstoßen. Quelle: Reuters

Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon und U(S-Präsident Barack Obama beim Anstoßen.

(Foto: Reuters)

jdh/HB NEW YORK. "Die Gefahr der Weiterverbreitung wächst im Ausmaß und in ihrer Komplexität", warnte Obama. "Falls wir nicht handeln, werden wir nukleares Wettrüsten in allen Regionen verursachen." Krieg und Terrorattacken in einem Ausmaß, das wir "uns kaum vorstellen können" wären die Folge. Eine Bombe könnte Hunderttausende Menschen in Städten wie Paris, Moskau oder Peking töten.

„Dies ist ein historischer Moment“, sagte Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon. Der russische Präsident Dimitri Medwedew sagte, jetzt müssten die Problemknoten unter den Staaten gelöst werden.

Um die Dringlichkeit des Kampfes gegen die Weiterverbreitung zu unterstreichen, leitete Obama die Sitzung des Uno-Sicherheitsrates persönlich. Kein US-Präsident hatte das zuvor getan. Das geschlossene Auftreten des Sicherheitsrat gilt auch als eindeutiges Warnsignal an den Iran und Nordkorea: Die USA beschuldigen Iran den Besitz von Atomwaffen anzustreben, Nordkorea zündete bereits zwei Atombomben.

Großbritanniens Premierminister Gordon Brown forderte den Sicherheitsrat nach der Verabschiedung auf, „weitaus stärkere Sanktionen“ gegenüber der Islamischen Republik in Erwägung zu ziehen.

Der Obama-Plan soll als Leitfaden dienen, um die Vision einer nuklearwaffenfreien Welt des US-Präsidenten zu verwirklichen. Der Nuklearexperte John Burroughs betonte: Washington fordere jetzt andere Staaten auf, sich dem Kampf gegen die Proliferation anzuschließen. Das US-Motto laute: "Wir meinen es ernst damit, kommt an Bord." Aber, über die juristischen Auswirkungen der angenommenen Resolution, sagte er: "Es gibt keine verpflichtenden Beschlüsse über substanzielle Angelegenheiten." Anders ausgedrückt: Ob die Länder den Plan jemals voll umsetzen ist offen.

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