Ackermann warnt vor Pleite Hängepartie um Griechenland

Die Verhandlungen über Griechenlands Schuldenschnitt gehen dem Ende entgegen - aber die Einigung steht noch aus. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob auch die öffentlichen Gläubiger noch etwas auf den Tische legen.
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Das Warten auf den Schlussakkord zum Griechenland-Paket scheint kein Ende zu nehmen. Quelle: dpa

Das Warten auf den Schlussakkord zum Griechenland-Paket scheint kein Ende zu nehmen.

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Berlin/AthenDie Anzeichen für einen baldigen Abschluss der Verhandlungen über eine Rettung Griechenlands mehren sich - doch der letzte Federstrich fehlt noch immer. Sowohl die Gespräche über einen Forderungsverzicht der privaten Anleihen-Gläubiger wie auch die Gespräche der Troika aus IWF, EU-Kommission und EZB über ein zweites Rettungspaket stehen nach Angaben Beteiligter kurz vor dem Abschluss.

Der scheidende Chef der Deutschen Bank Josef Ackermann, der auch beim Internationalen Bankenverband IIF an der Spitze steht, sprach von einem Schuldenschnitt von 70 Prozent und mehr. Mit Blick auf den großen Griechenland-Gläubiger EZB forderte er, alle müssten sich an der Entlastung beteiligen. Auf eine nahe Einigung deutet auch ein Treffen der Finanzminister der Euro-Länder am Montag in Brüssel hin, bei dem es um das Griechenland-Paket gehen dürfte.

Damit scheint sich die wochenlange Hängepartie zur Rettung des völlig überschuldeten südeuropäischen Euro-Landes dem Ende zuzuneigen. Mit einer abschließenden Vereinbarung zum Forderungsverzicht der privaten Anleihengläubiger sei noch in dieser Woche zu rechnen, erklärte der IIF, der für die privaten Banken die Verhandlungen mit der griechischen Regierung führt. Beide Seiten seien einer Einigung sehr nahe. Dies haben sie allerdings in den vergangenen Wochen wiederholt erklärt.

Ähnlich äußerte sich Ackermann auf und am Rande seiner letzten Bilanzpressekonferenz als Chef der Deutschen Bank. Eindringlich warnte er vor einer ungeordneten Staatspleite Griechenlands, von der hohe Ansteckungsgefahren ausgehen würden. „Wenn Griechenland fallen sollte, ist nicht auszuschließen, dass Portugal der nächste Kandidat auf dieser langen Liste ist“, sagte er. Auch von einem Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone hält er nichts. „Jeder, und nicht nur die privaten (Gläubiger), muss einen Beitrag leisten“, forderte der Banker.

Von einer zweiten Verhandlungsfront kamen weitere günstige Signale. In den Gesprächen über die Voraussetzungen für ein zweites Rettungspaket von IWF und Europäern, das mit dem Forderungsverzicht der privaten Gläubiger verknüpft ist, seien nur noch drei oder vier Punkte offen, sagte ein Sprecher der griechischen Regierung.

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8 Kommentare zu "Ackermann warnt vor Pleite: Schuldenverhandlungen mit Athen im Finale"

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  • Ach Du meine Güte - NOCH eine Verpflichtungserklärung!!
    Als ob nicht inzwischen hinreichend bekannt wäre, dass solche Verpflichtungen dann doch nicht eingehalten werden. Die Troika - und mit ihr die europäischen Bürger - werden hingehalten, bis die nächste Rate fällig wird. Dann wird ein kleiner Teil davon umgesetzt, während der wichtigere Teil immer noch so bleibt, wie er vorher war.
    Das Schlimme ist, dass diese Taktik bisher funktioniert hat. Ob sie auch weiterhin funktioniert, hängt auch vom europäischen Bürger ab - also auch von UNS. Solange WIR uns nicht deutlich artikulieren, passiert vermutlich nichts und wir bürgen und zahlen bis in alle Ewigkeit. Amen.
    PS. Wer eine Aktion kennt, die nicht von Verschwörungstheoretikern und/oder Rechten vereinnahmt wurde, der melde sich bitte!

  • @mazi. "Die Anleihekäufe sind zwar vertraglich unzulässig, Ausländer bestimmen dennoch mehrheitlich über das Geld des deutschen Steuerzahler. Dem Vernehmen nach wollen unsere Politiker dem "alternativlos" zustimmen und zahlen."

    Das ist das größte Rätsel deutscher Geschichte, warum sich deutsche Politiker das alles gefallen lassen. Sicher haben unsere Staats- und Landesbanken, Sparkassen und Lebensversicherer rund 1.000 Milliarden auf ausländischen Konten "angelegt", aber durch weiteres Bezahlen bekommt man doch dieses Geld nicht zurück.

  • @gutmenschensucks: "Das, was du als soziale Wohltat gerne in Anspruch nimmst, möchtest du zugleich Stavros verwehren. Das ist nicht nur unfair, das ist arrogant. Und das finde ich zu kotzen!"

    Ich verstehe nicht, was hiermit gesagt werden soll.
    Wir Deutschen haben doch dafür gearbeitet und gespart.
    Irgenwann muss der reiche Stavros an sein eigenes Milliarden-Vermögen gehen, das er außerhalb seines Heimatlandes Griechenland gebunkert hat.

    Die Griechen sind in ihrer Gesamtheit das reichste Volk der Eurozone. Mit ihrem weltweit verstreutem Vermögen könnten sie dreifach ihre Staatsschulden begleichen. Das wollen sie aber nicht, solange sie in der EU auf deutsche Kosten schmarotzen können. Warum so blöd sein und arbeiten und gar noch Steuern bezahlen?

    DIE GRIECHEN SIND DOCH NICHT BLÖD !

  • @Suedlaender:
    "Jawoll ! ! ! die Deutsche Seele ist das einzig wahre..."

    Danke für das Kompliment. Das Problem heißt aber:
    Warum sollen wir Deutsche noch weitere Jahrzehnte für die kranken korrupten Seelen der Griechen bezahlen ?
    Griechen, die sich ihren Seelenfrieden dadurch geschaffen haben, indem sie 260 Milliarden an unterschlagenen Euro auf Schweizer Konten gebunkert haben.

  • "Damit scheint sich die wochenlange Hängepartie zur Rettung des völlig überschuldeten südeuropäischen Euro-Landes dem Ende zuzuneigen."

    Das glaubt doch kein vernünftig denkender Mensch! Das Gegenteil wird der Fall sein. Wenn es tatsächlich zu einem Ende nach dem skizzierten Plan kommt, dann ist doch allen (...) klar wie man erpresst und wie dafür belohnt wird.

    Es wäre der Anfang von noch größeren Betrügereien.

    Mein Vorschlag wäre der,
    dass alle vor ähnlichen Überlegung stehenden Staaten derart abgeschreckt werden, dass sie ähnliches Vorgehen von vorn herein vermeiden.

    Der Fiskalpakt ist als merkelsche Nebelkerze einzustufen, weil ihr Handeln als politisches Taktieren statt als Lösungsstrategie interpretiert wird. Sie kann es richtig meinen oder nicht, es wird ihr vom Wahlvolk nicht mehr abgenommen.

    Ausländer sehen dies eigennütziger. Deren Bestreben ist einzig darauf ausgerichtet, den Deutschen Geld aus der Tasche zu ziehen. Paradebeispiel ist die EZB und deren Anleihekäufe.

    Die Anleihekäufe sind zwar vertraglich unzulässig, Ausländer bestimmen dennoch mehrheitlich über das Geld des deutschen Steuerzahler. Dem Vernehmen nach wollen unsere Politiker dem "alternativlos" zustimmen und zahlen.

  • Lieber Michel, warum immer so borniert? Ich geniesse regelmäßig die südländische Kultur. Im Restaurant, im Urlaub und die "Venusfallen" haben dort auch ihre Reize. Übrigens: Mit deinem unwiderstehlichen Sozial- und Solidaritätsgequatsche hast du als Obergutmensch doch im Jahr 2002 die Weichen gestellt, dass Stavros in den Club aufgenommen wurde, währenddessen Gerdi und Joschka gemeinsam mit Jaque wie Max&Moritz an der Brücke von Maastricht gesägt haben.
    Warum hast du damals nicht protestiert? Hast du da etwa Urlaub gemacht? Oder warst du mal wieder demonstrieren? Für irgendeine Sche...e? Nun solltest du auch mal dazu lernen: Stavros wird nicht fallen gelassen. Denn so wie Ebbe und Flut sich abwechseln, kommen und gehen Schulden. Warum wohl? Damit du dein "Biertrömmelchen" unter deiner Zipfelmütze weiterhin vor der Glotze sonnen kanst. Das, was du als soziale Wohltat gerne in Anspruch nimmst, möchtest du zugleich Stavros verwehren. Das ist nicht nur unfair, das ist arrogant. Und das finde ich zu kotzen!

  • Jawoll ! ! ! die Deutsche Seele ist das einzig wahre.....

  • Die stehen auch nach dem Schuldenschnit noch genau so bedeppert da wie vorher und werden auch nach wie vor nichts auf die Reihe bringen. Was hier gemacht wird, ist einem Mitglied, welches beschissen und betrogen und sich voll bedient hat, den Mist zu vergeben während andere dafür bluten sollen. MEint denn wirklich einer, nach dem Schuldenschnitt wird da etwas besser? Das geht genau so weiter wie vorher...ich kenne diese Kultur dort, genau so wie sie spanische und die italienische.

    Letztere werden übrigens als nächstes vor der Tür stehen... dieser ganze Eurowahnsinn grenzt an einer Perversion.

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