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„Adrian Darya-1“ Iranischer Tanker ändert seinen Kurs – jetzt Richtung Türkei

Die „Adrian Darya-1“ hat ihren Kurs korrigiert und steuert nun auf die Türkei zu. Griechenland hatte sich zuvor gegen das Anlegen des Supertankers gewehrt.
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Das Schiff wurde mehr als sechs Wochen lang wegen Schmuggelverdachts in Gibraltar festgehalten. Quelle: AP
Öltanker „Adrian Darya-1“

Das Schiff wurde mehr als sechs Wochen lang wegen Schmuggelverdachts in Gibraltar festgehalten.

(Foto: AP)

Athen/Nikosia Der iranische Öltanker „Adrian Darya-1“ hat einer auf Schiffsverkehr spezialisierten Internetseite zufolge seinen Kurs im Mittelmeer geändert. Der Kapitän gab nun den türkischen Hafen Mersin als geplantes Ziel an, wie aus Daten des Portals „Marinetraffic.com“ vom Samstag hervorgeht.

Ursprünglich war der griechische Hafen von Kalamata als Ziel genannt worden. Athen lehnte dies ab und hatte wiederholt erklärt, Griechenland werde die Reise des iranischen Öltankers nicht unterstützen. Die USA hatten in den vergangenen Tagen alle Mittelmeerstaaten unter Druck gesetzt, dem iranischen Schiff keinen Ankerplatz und keine Unterstützung zu gewähren.

Aus Kreisen der griechischen Küstenwache hieß es nach der Zieländerung, dies bedeute praktisch nichts - der Kapitän könne seinen Zielhafen und Kurs ändern, wann immer er will. Die Kursänderung könnte diesen Angaben zufolge damit zusammenhängen, dass der Kapitän des Tankers nicht durch die Straße von Messina (Stretto di Messina) und damit durch italienische Hoheitsgewässer fahren wollte.

Am Samstag fuhr die „Adrian Darya-1“ nun südlich von Sizilien Richtung Osten und befand sich in internationalem Gewässer südlich der sizilianischen Hafenstadt Gela.

Das Schiff war mehr als sechs Wochen lang in Gibraltar unter dem Vorwurf festgehalten worden, das EU-Embargo gegen Syrien zu unterlaufen. Das oberste Gericht des britischen Überseegebiets an der Südspitze der iberischen Halbinsel hatte dem Tanker schließlich freie Fahrt gewährt, es war in der Nacht zum vergangenen Montag losgefahren.

Der Kurs des Schiffes könnte nun auch die Türkei in den Konflikt um den Öltanker hineinziehen. Der türkische Hafen von Mersin liegt rund 150 Kilometer von der syrischen Hafenstadt Latakia entfernt.

Mehr: Der griechische Außenminister lehnt ein Anlegen des Öltankers in dem Land ab. Er verweist aber auch auf den Druck seitens der USA.

  • dpa
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