Ägypten Gericht verhängt 17 Todesurteile nach Kirchen-Anschlägen

Bei mehreren Anschlägen auf Kirchen sind in Ägypten mehr als 150 Menschen gestorben. Nun wurden dafür einige Beteiligten zum Tode verurteilt.
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Am Palmsonntag 2017 wurde ein Anschlag auf die St. Georg Kirche verübt. Quelle: dpa
Kirche in Tanta

Am Palmsonntag 2017 wurde ein Anschlag auf die St. Georg Kirche verübt.

(Foto: dpa)

KairoEin ägyptisches Militärgericht hat 17 Angeklagte wegen der Beteiligung an mehreren schweren Bombenanschlägen auf Kirchen in den Jahren 2016 und 2017 zum Tode verurteilt. 19 weitere Menschen hätten lebenslange Haftstrafen erhalten, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Mena am Donnerstag. Bei den Anschlägen auf Kirchen in den Städten Kairo, Alexandria und Tanta sowie einen Kontrollpunkt der Polizei in der Wüste waren mehr als 80 Menschen getötet worden.

Allein bei den Selbstmordattentaten in Alexandria und Tanta starben am Palmsonntag 2017 45 Menschen. 28 weitere Menschen kamen im Dezember 2016 bei einem Anschlag auf eine Kapelle neben der Sankt Markus-Kathedrale ums Leben. Kairos größte Kathedrale ist Sitz des koptischen Papstes Tawadros II. Die Extremistenmiliz IS bekannte sich zu den Taten.

  • rtr
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