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Ägypten lockert Druck Hoffnungsschimmer für Gaza

Eine zerstörte Wirtschaft, hohe Arbeitslosigkeit, kaum Bewegungsfreiheit – die Menschen im Gaza-Streifen leiden schwer unter der Blockade durch Israel und Ägypten. Doch deren stille Partnerschaft scheint nun am Ende.
02.01.2017 - 19:28 Uhr Kommentieren
In den vergangenen Monaten hat Kairo die Zahl der Menschen erhöht, die den Grenzübergang Rafah, Gazas Haupttor zur Außenwelt, passieren dürfen. Quelle: AP
Hoffnungsschimmer

In den vergangenen Monaten hat Kairo die Zahl der Menschen erhöht, die den Grenzübergang Rafah, Gazas Haupttor zur Außenwelt, passieren dürfen.

(Foto: AP)

Rafah Über Jahre hinweg war Ägypten bei der Blockade des von der radikalislamischen Hamas regierten Gaza-Streifens ein stiller Partner Israels. Die Bewegungsfreiheit der zwei Millionen Menschen in dem kleinen Palästinensergebiet an der Mittelmeerküste wurde weitgehend eingeschränkt, die Wirtschaft erstickt. Jetzt gibt es Anzeichen dafür, dass Ägypten seinen Druck lockert – ein Schritt, sein zerbrochenes Verhältnis zur Hamas zu reparieren.

In den vergangenen Monaten hat Kairo die Zahl der Menschen erhöht, die den Grenzübergang Rafah, Gazas Haupttor zur Außenwelt, passieren dürfen. Zum ersten Mal seit 2013 durften auch kommerzielle Waren via Rafah importiert werden. „Ägypten hat einen Ball der Hoffnung geworfen“, formuliert es Aschraf Jomaa, ein Gemeindeführer in Gaza, der an jüngsten Gesprächen mit ägyptischen Offiziellen über eine Verbesserung der Beziehungen teilgenommen hat. „Die Frage ist, wie wir, die Palästinenser, diesen Ball auffangen und die Hoffnung weiterentwickeln sollten.“

Der Wandel steckt zwar noch in den Anfängen, aber bedeutet eine bemerkenswerte Abkehr vom harten Kurs der vergangenen drei Jahre, seit das ägyptische Militär den damaligen Präsidenten Mohammed Mursi entmachtete. Hamas, ein Ableger von Mursis Muslimbruderschaft, hatte sich enger Beziehungen zu ihm erfreut und fiel unter der neuen Regierung von Abdel Fattah al-Sisi in Kairo schnell in Ungnade. Ägypten zerstörte ein einst verkehrsreiches Netzwerk von Schmuggel-Tunneln unter der Grenze weitgehend und damit die wirtschaftliche Hauptlebensader von Hamas und Gaza.

Ägypten nahm auch militante islamische Gruppen in seiner nördlichen Sinai-Wüste ins Visier, riss Hunderte von Häusern ab, um im Grenzgebiet eine „sterile Zone“ zu schaffen. Die staatlichen Medien des Landes haben Hamas wiederholt vorgeworfen, mit Militanten in Ägypten zusammenzuarbeiten, was die Gruppe aber bestreitet.

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