Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Ägypten Mindestens 25 Tote bei Auflösung von Flüchtlingslager

Nach der gewaltsamen Auflösung eines Flüchtlingslagers im Zentrum Kairos ist die Zahl der getöteten Sudanesen weiter gestiegen. Nach Angaben der halbamtlichen ägyptischen Zeitung „Al-Ahram“ vom Samstag erlagen bisher mindestens 25 Menschen im Krankenhaus ihren Verletzungen.

HB KAIRO. Bei den Ausschreitungen in der Nacht zum Freitag waren dutzende Sudanesen und 76 Polizisten verletzt worden. Mehrere Hunderschaften der ägyptischen Polizei hatten das Flüchtlingslager in der Nähe der Vertretung der UN- Flüchtlingshilfeorganisation UNHCR gewaltsam aufgelöst, nachdem sich die Bewohner geweigert hatten das Camp zu räumen.

Nach Angaben Angaben der Behörden war es dabei auch zu einer Massenpanik gekommen, bei der vor allem Kinder und durch Krankheit und schlechte Ernährung geschwächte Bewohner niedergetrampelt worden waren. Die Polizei trieb die rund 3000 Sudanesen, die seit Ende September auf einem Platz im Zenturm Kairos campiert hatten, anschließend in Busse. Sie wurden nach Angaben der Behörden in Behelfslagern in und um Kairo untergebracht.

Die Sudanesen wollen als Flüchtlinge anerkannt werden, um in westliche Länder - vor allem nach Nordamerika und Australien - reisen zu können. Das UNHCR hatte das bislang abgelehnt. Die meisten von ihnen sind bereits vor Jahren wegen des inzwischen beendeten Bürgerkrieges im Südsudan nach Ägypten geflohen. Nach Angaben der Behörden sind sie teilweise illegal nach Ägypten gekommen, die Visa anderer seien abgelaufen. Nach Angaben des Außenministeriums in Kairo soll jetzt in jedem Einzelfall geprüft werden, ob der Flüchtlingsstatus gewehrt werden kann.

Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen