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Ägyptens neuer Präsident Al-Sisi duldet keinen Widerspruch

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Wie die Wahl al-Sisi an Glanz verlieren ließ

Im August 2012 setzte der frisch gewählte Präsident Mursi im Machtkampf mit der alten Armeeführung Sisi als Oberbefehlshaber des Militärs und Verteidigungsminister ein. Zunächst hielt sich der Armeechef im Hintergrund. Angesichts anhaltender Unruhen beschloss er jedoch zu Handeln. In einem Interview erzählte Sisi, dass er im März 2013 einem US-amerikanischen Vertrauten gesagt habe, Mursis Zeit sei abgelaufen. Als am 30. Juni 2013 Millionen Demonstranten Mursis Rücktritt forderten, stellte der Militärchef dem Islamisten ein Ultimatum, freiwillig abzutreten. Dann stürzte er ihn.

Schon wenige Stunden später tauchten in Ägypten Al-Sisi-Poster auf. Medien entfachten einen regelrechten Personenkult; mit Porträts des Armeechefs wurde selbst Schokolade verziert. Al-Sisi wurde zum Feldmarschall befördert und gab kurz darauf alle Ämter ab, um bei der Präsidentschaftswahl zu kandidieren - und das Erbe des charismatischen Gamal Abdel Nasser anzutreten.

Doch die Wahl ließ ihn an Glanz verlieren. Nach offiziellen Angaben hat er zwar 96,9 Prozent der gültigen Stimmen erhalten. Die Wahlbeteiligung war aber mäßig: Nur knapp die Hälfte der Wahlberechtigten ging zur Urne.

Für al-Sisi beginnen nun die Schicksalsjahre. Er muss Ägypten aus der Krise führen. Für ihn geht das nur über Stabilität - und die Wiederbelebung des erlahmten Tourismus. Der Energiekrise will er mit Stromsparlampen begegnen. Und er hofft auf weitere Hilfen aus Saudi-Arabien. Wenig hilfreich seien indes Negativschlagzeilen, machte er jüngst vor einer Runde ägyptischer Chefredakteure deutlich.

Das Geheimnis um den Schleier seiner Gattin wurde inzwischen gelüftet: Bei einer Feier für pensionierte Armee-Kommandanten im Februar zeigte sich die heutige First Lady, Intisar, erstmals öffentlich. Sie trug zwar ein Kopftuch, aber ihr Gesicht war frei.

  • dpa
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