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Ärmelkanal Autos und Lkw aus Großbritannien fahren wieder nach Frankreich

Tagelang steckten Lkw und Züge in Großbritannien fest. Nun ist die Grenze zu Frankreich wieder offen. Unter Auflagen ist die Fahrt über den Ärmelkanal möglich.
23.12.2020 - 11:48 Uhr Kommentieren
Um nach Frankreich einreisen zu dürfen müssen Fahrer und Passagiere einen negativen Coronatest nachweisen. Quelle: AFP
Stau vor dem Hafen von Dover

Um nach Frankreich einreisen zu dürfen müssen Fahrer und Passagiere einen negativen Coronatest nachweisen.

(Foto: AFP)

Nach der Lockerung einer zweitägigen Sperre durch Frankreich sind wieder Fracht und Passagiere aus Großbritannien in dem Land angekommen. Reporter der Nachrichtenagentur AP sahen am Mittwoch, wie eine Fähre in den französischen Hafen Calais einfuhr. Auch Züge mit Fracht und Autopassagieren durften erneut unter dem Ärmelkanal hindurch über die Grenze fahren.

Allerdings gilt die Auflage: Wer aus Großbritannien in Frankreich eintrifft, muss sich einem Coronavirus-Test unterziehen, bei dem die in Großbritannien ermittelte neue Virus-Variante ausfindig gemacht werden kann. Das vereinbarten französische, britische und europäische Behörden nach 48-stündigen Verhandlungen.

Der britische Premierminister Boris Johnson hatte am Samstag bekanntgegeben, dass die neue Corona-Variante hauptverantwortlich für einen gewaltigen Anstieg der Neuinfektionen in London und im Süden von England sei. Am Tag darauf schlossen europäische Länder die Grenzen zu Großbritannien. Die Sperrung durch Frankreich führte zu kilometerlangen Staus an den Kanalhäfen und vor dem Eurotunnel.

Bei Dover waren Tausende Laster betroffen. Der für Kommunen verantwortliche Minister Robert Jenrick sprach von etwa 4000 Lastwagen, die im südenglischen Kent warteten. Er rief andere Fahrer auf, nicht dorthin zu fahren – zuerst müsse der Rückstau angegangen werden. „Wie auch immer die Zahl ist, ob es 4000 sind oder mehr, es ist eine bedeutende Zahl, die abzuarbeiten ist“, sagte Jenrick. Alle Fahrer vor ihrer Weiterfahrt nach Frankreich zu testen, werde ein paar Tage dauern.

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    Auf der englischen Seite des Ärmelkanals bauten Soldaten und Beamte Teststationen auf. Für eine Einfahrt von Großbritannien nach Frankreich ist der Nachweis eines negativen Testergebnisses im Zeitraum von weniger als 72 Stunden vor der Reise vorgeschrieben.

    Auch auf der französischen Seite sollten in den kommenden Stunden Teststationen eingerichtet werden, erklärte Frankreichs Verkehrsministerium. Ziel sei, dass britische Lkw-Fahrer zu Weihnachten nach Hause zurückkehren könnten.

    Vorschau auf die kommenden Wochen

    Die Verbindung Dover-Calais ist wesentlich für Handel und Verkehr zwischen Großbritannien und dem Kontinent. Als Grund für die Sperre nannte Frankreich nach der Entdeckung der Variante, die Sicherheitsmaßnahme solle die europäischen Bürgerinnen und Bürger schützen. Es gehe in der Sache nicht um Politik. Zugleich kam es zu der Sperre, während Großbritannien und der EU nur noch wenige Tage für ein Brexit-Freihandelsabkommen bleiben.

    Der Lkw-Stau in Großbritannien ist möglicherweise eine Vorschau auf das, was kommen könnte, sollte es keine Einigung bis zur Frist am 31. Dezember geben. Dann endet die Brexit-Übergangsphase und Großbritannien ist nicht länger Teil des EU-Binnenmarkts sowie der Zollunion. Ohne Handelspakt drohen hohe Handelshürden.

    Was den durch Corona verursachten Stau anging, so teilte der Betreiber des Eurotunnels am Mittwoch mit, Lastwagenfahrer auf der Autobahn zum englischen Hafen Dover würden nun auf das Virus getestet. Es könnte einige Zeit dauern, bis sich der Verkehr normalisiert habe.

    Zu dieser Jahreszeit ist das Vereinigte Königreich besonders für Lebensmittellieferungen auf die Verbindung über den Ärmelkanal angewiesen. Derweil haben nicht nur europäische Länder Sperren eingerichtet - Japan kündigte am Mittwoch an, für die meisten Ankömmlinge aus Großbritannien werde es ein Einreiseverbot geben.

    Mehr: Ifo-Chef Clemens Fuest: „Die Abschottung von Großbritannien hat Symbolwirkung.“

    • ap
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